Anleitungen Allgemein

Hier findet ihr allgemeine Anleitungen rund um Chili und Paprika.
Im Bereich "Anleitungen Allgemein" gibt es Anleitungen und Beschreibungen zu allgemeinen Themen rund um Chilis, wie die Chili-FAQ, Schärfe, wissenschaftliche Namen, wie man Capsicum-Arten unterscheidet und zu Themen, die nicht in die anderen Anleitungsbereiche passen. Hier findet ihr eine alphabetisch sortierte Übersicht zu allen Themen: https://chili-pepper.de/threads/abkuerzungen-und-begriffe.2853/ https://chili-pepper.de/threads/aufbau-einer-chilifrucht.2861/ https://chili-pepper.de/threads/bekannte-sorten-und-ihre-doppelgaenger.734/ https://chili-pepper.de/threads/capsaicin.3114/ https://chili-pepper.de/threads/chili-faq-fragen-zu-chili-und-ihre-antworten.2944/ https://chili-pepper.de/threads/chilisalbe.149/...
Bei der Anzucht und dem Anbau von Chilipflanzen oder im Zusammenhang mit Chilis tauchen einige Fragen öfters auf. Diese Anleitung gibt Antworten auf viele dieser Fragen. 1) Abkürzungen und Begriffe Findet man in Abkürzungen und Begriffe. 2) Zu welcher Art von Pflanzen gehören Chilis? Chilis gehören zu der Gruppe der Nachtschattengewächse (Solanaceae) wie z.B. auch Tomaten und Kartoffeln und zur Gattung Paprika (Capsicum). Siehe dazu auch die Beschreibung Gattung Paprika (Capsicum). 3) Wie kann man die 5 Hauptarten von Capsicum unterscheiden? Infos über die Unterschiede der 5 Hauptarten von Capsicum gibt es in der Anleitung Die fünf Capsicum-Hauptarten unterscheiden oder in der Übersicht Capsicum-Arten unterscheiden. 4) Wie ist eine...
Die Schärfetabelle soll Anhaltspunkte für die Schärfe verschiedener Chilisorten geben. Sie ist weder vollständig, noch beruht sie bei vielen Sorten auf exakt gemessenen Werten. Es wurden Infos aus mehreren im Internet verfügbaren Tabellen zusammengeführt und um verschiedene Sorten, Saucen und verschiedene Capsaicinoide ergänzt. Stufe SHU Sorten oder Stoffe 0 mild 0 Gemüsepaprika, Pimiento, Sweet Banana, Tomatenpaprika, Vicentes Annuum, Lunchbox Pepper, Ramiro 1 mild 10 bis 100 Cherry mild (Kirschpaprika, Ungarischer Cherry-Pepper), Cubanelle, Feher, NuMex Suave, Peperoni, hellgrüne Peperoncini (Italien, Türkei), Piquillo, Frigitello, Candlelight-Mutant, Jimmy Nardello, Murupi Doce, Salvador de Bahia, Frontera Sweet...
In diesem Chili-Lexikon findet ihr Fachbegriffe und Abkürzungen, die häufig in den Chilianbauforen und beim Chilianbau verwendet werden. 7pot oder 7pod Der Name kommt laut thechileman.org daher, dass eine 7pot 7 Töpfe Eintopf schärfen soll und bezeichnet verschiedene Superhot-Sorten aus Trinidad. Aji Aji ist ein südamerikanischer Ausdruck für Chili und bezeichnet oft, aber nicht immer, Sorten der Art C. baccatum. Das "j" wird ähnlich wie ein "ch" ausgesprochen. Amarillo Amarillo (spanisch) bedeutet gelb und kommt als Teil von Sortennamen vor, wie z.B. Rocoto Manzano Amarillo. Anthese Entwicklungsabschnitt der Blüte von Beginn der Knospenentfaltung bis zum Beginn des Verblühens. ARS/GRIN Datenbank des United States Department of...
Die Geschichte der Verwendung von Chilis reicht bis mindestens in die Jungsteinzeit zurück. Bereits etwa 6500 v. Chr. wurden in der Nähe der heutigen Mexico City wilde Chilis gesammelt und von Ureinwohnern als Gewürz verwendet. In Peru wurden damals die Chilis sogar als Währung akzeptiert. Die weltweite Verbreitung von Chilis begann erst tausende Jahre später. Die Chilis kamen erstmalig im Jahr 1492 mit Christoph Kolumbus nach Europa. Kolumbus erwähnt in einem Brief an Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón ein scharfes Gewürz. Fälschlicherweise bekamen die mitgebrachten Chilipflanzen den Namen „pimenta“, nach dem spanischen Wort für Pfeffer. Der Arzt Diego Alvarez Chanca, gab auf der 2. Reise von Christoph Kolumbus im...
Salz, Pfeffer und Chili sind weltweit in der Küche häufig benutzte Gewürze. Während die einen von scharf gewürzten Speisen Magenschmerzen oder Sodbrennen bekommen, können sich andere Mahlzeiten ohne eine gewisse Schärfe gar nicht mehr vorstellen. Aber ist scharfes Essen auch gesund? Capsaicin wirkt auf vielfältige Weise. Wie immer heißt es dabei aber, die Dosis macht das Gift. Kommen wir zuerst zu den gesundheitsfördernden Aspekten. Wenn der Schmerzreiz durch das Capsaicin nachlässt, werden Endorphine ausgeschüttet. Deshalb sagt man Chilis nach, dass sie glücklich machen. Capsaicin führt zu mehr Schweißbildung. Durch Schwitzen wird die Körpertemperatur gesenkt und der Körper kühlt ab. Vermutlich ist das einer der Gründe, warum...
Mascarpone auf nicht geröstetem Toastbrot neutralisiert die Schärfe von Chili am besten, wie ein Forschungsprojekt der Ernährungswissenschaftlerin Désirée Schneider von der Hochschule Fulda ergab. Für die Schärfe von Chilis sind Capsaicin und verschiedene Capsaicinoide verantwortlich. Diese Stoffe sind in Ölen und Fetten sowie Alkohol gut löslich. Wasser ist zum Mildern von Chilischärfe wenig geeignet. Mit Wasser verteilt man die Schärfe im Mund, weshalb sie gut die für das Wärmeempfinden verantwortlichen Rezeptoren reizen können. Ergebnis ist, dass man erst recht die Schärfe spürt. Besser geeignet sind kühle Milch, Joghurt oder Quark. Aufgrund ihres Fettgehalts wirken sie schärfemildernd. An der Hochschule Fulda testete man...
Warum fangen manche Chilianbauanfänger gleich mit dem Anbau der Carolina Reaper an? Warum muss es sofort die stärkste Superhot sein? Oft, aber nicht immer ist die Enttäuschung dabei vorprogrammiert, und zwar aus folgenden Gründen: Die Sorte Carolina Reaper gilt (Stand 08.06.2022) immer noch als schärfste Chilisorte der Welt. Chilipulver dieser Sorte hat eine Schärfe, die 300- bis 600-mal so stark ist wie pure Tabasco-Sauce. Das ist auch immer noch rund 50- bis 100-mal stärker als viele andere im Supermarkt erhältliche Chilis, Chilipulver oder Chiliprodukte. Erfahrungsgemäß wird dieser Schärfeunterschied oft stark unterschätzt. Hat ein Anfänger ein gutes Händchen und den berühmten guten Daumen, kommt eine gute Ernte zusammen. Meistens...
Capsaicin ist ein in verschiedenen Capsicum-Arten natürlich vorkommendes Alkaloid, welches bei Säugetieren spezifische Hitzerezeptoren reizt. Chilischärfe ist also kein Geschmack sondern eigentlich ein Hitzereiz. Chemisch ist Capsaicin ein Fettsäureamid, genauer das Vanillylamid der Fettsäure trans-8-Methyl-6-nonensäure. Capsaicin ist lipophil, also fettlöslich. Die chemische Summenformel von Capsaicin ist C18H27NO3. Capsaicin ist in verschiedenen Arten der Gattung Capsicum (Paprika) in Anteilen von ca. 0,3 bis 0,5 % enthalten. Es findet sich vorwiegend in den Beeren (Früchten) der Capsicum-Pflanzen. Capsaicin und andere aus Capsicum gewonnene, ein Schärfeempfinden auslösende Stoffe werden als Capsaicinoide bezeichnet. Stoffdaten für...
Eine Panaschierung oder Variegation ist das Auftreten verschiedenfarbiger Zonen auf Pflanzen. Das Wort Panaschierung leitet sich aus dem französischen Wort „panacher“, „mischen“ ab. Das Wort Variegation hat seinen Ursprung im Lateinischen, „variegare“, „abwechslungsreicher machen“. In Sortenbezeichnungen wird gelegentlich das Wort "variegated" für Sorten mit Panaschierungen verwendet. Eine Panaschierung wird bei Capsicum vorwiegend durch das Fehlen von Chlorophyll verursacht, was zu grünlichweißen Flecken führt. Besonders auffällig sind Panaschierungen auf den Blättern, doch können sie auch an anderen grünen Teilen einer Pflanze auftreten. So sind bei der Sorte „Fish Pepper“ die hellen Streifen auf den ansonsten grünen, unreifen...
Die Gattung Capsicum gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird allgemein als „Chili“, „Paprika“ oder „Pepper“ bezeichnet. Diese Bezeichnungen werden sowohl für die Pflanzen als auch für die Früchte verwendet. Die erste botanische Einordnung der Gattung Capsicum erfolgte durch Carl von Linné im Jahr 1753. Heute geht man von etwa 30 Capsicum-Arten aus. Fünf Capsicum-Arten werden breitflächig kultiviert und gelten als die Hauptarten von Capsicum. Es handelt sich um die Arten Capsicum annuum, Capsicum baccatum, Capsicum chinense, Capsicum frutescens und Capsicum pubescens. Alle anderen Capsicum-Arten bezeichnet man als Wildarten. Bild: Pflanze der Art Capsicum pubescens Der Begriff „Chili“ leitet sich aus der Sprache...
Nach der Entdeckung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts verbreiteten sich Chilis von Amerika aus in die ganze Welt. In einigen Ländern wurden Chilis schnell zum festen Bestandteil des Essens. Die weltweite Verbreitung von Chilis führte dazu, dass zu den schon von den Ureinwohnern Südamerikas kultivierten Sorten viele neue Sorten hinzugekommen sind. Auch heute noch gibt es bei den Chilis immer wieder neue Kreuzungen und viele Sortenneuzüchtungen. Über die Jahre wurden fast 90 Arten von Botanikern beschrieben. Viele Capsicum-Arten haben aufgrund weiterer Forschung jedoch ihren Status als eigenständige Art wieder eingebüßt. Heute geht man von etwa 30 Capsicum-Arten aus. Fünf Capsicum-Arten werden breitflächig kultiviert und gelten als die...
In Deutschland heißt es üblicherweise "die Paprika", in Süddeutschland auch "der Paprika". Paprika wird auch als "Gemüsepaprika" oder umgangssprachlich "Paprikaschote" bezeichnet. In Österreich heißt es "der Paprika". Die kleinen und scharfen Früchte werden in Deutschland oft "Peperoni", "Chili" oder "Chilischoten", seltener "Pfefferoni" oder "Pfefferonen" genannt. Eigentlich sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen "Paprikaschote" und "Chilischote" falsch. Botanisch gesehen handelt es sich bei Chili und Paprika um Beeren. Der Begriff "Peperoni" hat sich zwar in Deutschland eingebürgert, hat aber im Italienischen eine andere Bedeutung. Er bezeichnet im Italienischen die Mehrzahl von Paprika, "peperone". Scharfe Paprika und Chili...
Obwohl es sich bei Paprika und Chili (Capsicum) um Nachtschattengewächse handelt, sind generell auch unreife Paprika oder Chilis essbar und nicht giftig. Das gilt auch für den Rohverzehr, sofern man nicht Unmengen von unreifen Früchten zu sich nimmt. Die Früchte von Capsicum enthalten nur sehr geringe Mengen von Solanin. Es ist praktisch kaum zu schaffen, eine gesundheitlich bedenkliche Menge unreifer Paprika oder Chilis zu essen. Bekömmlicher werden unreife Paprika oder Chilis wenn sie z.B. gekocht oder gebraten sind. Bild: unreife Rocotos
Faktencheck zu: In den sozialen Medien und im Internet tauchten immer wieder Bilder und Texte wie auf dem (bearbeiteten) Screenshot auf. Der Text auf dem Bild ist aus fachlicher Sicht einfach Blödsinn und daher mit "Fake News" markiert. Oft ist in diesen Sharepics eine Paprika rot und die andere grün dargestellt. Die Farbe hat jedoch nichts mit einem Geschlecht der Pflanze, Blüte oder der Frucht zu tun sondern mit dem Reifezustand der Frucht. Grün ist eine unreife Paprika und rot eine reife. In welche Farbe Paprika abreifen ist sortenabhängig. Neben Rot gibt es noch weitere Reifefarben bei Paprika (Capsicum), wie z.B. Gelb, Orange, Braun. Paprika (Capsicum) hat Blüten, die einhäusig und zwittrig sind. In einer Blüte sind also das...
Nachtschattengewächse, zu denen auch Paprika und Chili gehören, enthalten in den Pflanzenteilen und Früchten mehr oder weniger große Mengen giftiges Solanin. Bei Paprika und Chili ist der Solaningehalt in den Früchten allerdings so niedrig, dass man davon mehrere Kilo unreife Früchte auf einmal essen müsste, bis erste Vergiftungserscheinungen auftreten können. Andere Teile von Chili- und Paprikapflanzen, wie die Blätter enthalten mehr Solanin als die Früchte. In verschiedenen Ländern Asiens isst man Chiliblätter in verschiedenen Gerichten. Anderswo wird abgeraten, Chiliblätter zu verzehren. Daher stellt sich die Frage, ob die Blätter von Chilipflanzen unbedenklich gegessen werden können oder nicht. Bei Capsicum annuum, zu denen viele...
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