Anleitungen Pflanzenschutz

Hier findet ihr Anleitungen zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen bei Chilipflanzen.
Im Bereich "Anleitungen Pflanzenschutz" findet ihr Anleitungen und Beschreibungen, wie man verschiedene Pflanzenschädlinge, Mangelerscheinungen und Pflanzenkrankheiten an Chilis und Paprika erkennt und bekämpfen kann. Außerdem gibt es Anleitungen, wie man Mittel auf natürlicher Basis (z.B. Brennnesselsud) selbst herstellen kann oder welche Pflanzenschutzmittel für Paprika zugelassen sind. Hier findet ihr eine alphabetisch sortierte Übersicht zu allen Themen: https://chili-pepper.de/threads/blattlaeuse-bekaempfen.2894/ https://chili-pepper.de/threads/bluetenendfaeule.2891/ https://chili-pepper.de/threads/brennnesselsud.2899/ https://chili-pepper.de/threads/cercospora-blattfleckenkrankheit.2897/...
Viele Hobby-Chiligärtner wissen nicht, dass es im Bereich Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung rechtliche Regelungen gibt und es beim Einsatz auch zu Gesundheits- und Umweltrisiken kommen kann. Daher müssen alle Pflanzenschutzmittel eine Zulassung für jede Kultur (z.B. Gemüsepaprika) haben, für die sie eingesetzt werden sollen. Geregelt ist der Pflanzenschutz in Deutschland im Pflanzenschutzgesetz (PflSchG). Für den Kauf, Verkauf und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die nicht für den Haus- und Kleingartenbereich, sondern für gewerbliche Anwender gedacht sind, benötigt man einen Sachkundenachweis Pflanzenschutz. Im Rahmen der Zulassung werden auch Maßnahmen und Anweisungen herausgegeben, die bei der Anwendung eines...
Etwa 1000 Wanzenarten sind in Deutschland heimisch. Zu ihnen gehören einige Arten, die als Schädlinge an Kulturpflanzen auftreten. Dazu gehören auch Blattwanzen. Blattwanzen können unterschiedliche Färbungen haben, wie z.B. grün, braun, grau, teilweise mit Marmorierungen. Adulte Blattwanzen haben deutlich sichtbare Flügel. Der Kopf besitzt einen deutlich sichtbaren Saugrüssel und keinerlei Kau- oder Beißwerkzeuge. Die Fühler von Blattwanzen sind oftmals viergliedrig. Der Rumpf ist sehr flach und hat eine durchschnittliche Länge von neun bis zwölf Millimetern. Blattwanzen tummeln sich überall dort, wo viel Sonneneinstrahlung herrscht. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort sind Gebüsche und Bäume, wie Birken, Weißdorn oder auch Erlen. Sie sind...
Weichhautmilben sind sehr klein (ca. 0,2 mm) und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Selbst mit einer Lupe oder einem einfachen Mikroskop sind sie schwer zu finden. Die Haut einer erwachsenen Weichhautmilbe ist glänzend und die Farbe von der Wirtspflanze abhängig. Die Larven sind transparent und ca. 0,1 mm groß. Weichhautmilben fühlen sich besonders in warmer und feuchter Umgebung wohl. Sie befallen bevorzugt die Neuaustriebe. Die befallenen Neuaustriebe verkümmern und sterben später ab. Dadurch bilden sich bei Chilipflanzen kaum noch Blüten und Früchte und die Pflanze wird stark im Wachstum gehemmt. Bei einem starken Befall kann die Pflanze sogar eingehen. Zur biologischen Bekämpfung von Weichhautmilben kann man die Raubmilben...
Neemöl enthält Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Schadinsekten, wie Blattläuse, Thripse, Raupen und andere pflanzensaugende Insekten eingesetzt werden. Neemöl oder auch Niemöl wird aus den Samen des Niembaums (Azadirachta indica) gewonnen. Aus Samenschrot oder Neemöl und Wasser hergestellte Lösungen zum Gießen oder Spritzen gegen Schadinsekten sind weit verbreitet. Die Bildung von Resistenzen wurde bei Insekten bislang noch nicht beobachtet. Für die Wirkung als Insektizid sind u.a. folgende Inhaltsstoffe verantwortlich: Azadirachtin ähnelt in seiner Wirkung dem Hormon Ecdyson. Es hindert Schadinsekten daran, sich zu vermehren und Kulturpflanzen zu fressen. Salannin hat eine abstoßende Wirkung auf Insekten und schützt Nutzpflanzen sehr...
Viele Pflanzenschädlinge haben in der Natur ihre Gegenspieler, die sogenannten Nützlinge. Die Bekämpfung von Schädlingen mit Nützlingen hat verschiedene Vorteile. Die Schädlinge werden biologisch durch ihre natürlichen Gegenspieler bekämpft. Im Gegensatz zu chemischen Pflanzenschutzmitteln sind Nützlinge dabei wesentlich weniger schädlich für andere Organismen im Garten und unbedenklich für Mensch und Haustiere. Sehr praktisch ist, dass man bei der Verwendung von Nützlingen keine Wartezeiten vor dem Verzehr von Früchten und Nutzpflanzen einhalten muss. Durch Nützlinge können keine Pflanzenschutz-Resistenzen von Schädlingen entstehen. Die folgende Aufstellung zeigt, welcher Schädlingsbefall mit welchen Nützlingen bekämpft werden kann...
Ein einfach selbst zu machendes und günstiges Hausmittel gegen Blattläuse ist eine Seifenlauge. Dazu sollte man Kaliseife oder eine einfache Schmierseife ohne Farb- und Duftstoffe verwenden. Eine solche Seifenlauge ist zur Behandlung von Chili-, Paprika-, Tomaten- und Gemüsepflanzen gegen Blattläuse geeignet. Spülmittel oder andere Seifen sollten entweder gar nicht oder nur bei Zierpflanzen verwendet werden. Bei den Inhaltsstoffen von Spülmitteln oder Farb- und Duftstoffen verschiedener Seifen ist nicht bekannt, wie sie sich nach einer evtl. Aufnahme durch die Pflanze verhalten. Manche Inhaltsstoffe können auch Blattschäden verursachen. Kaliseife ist in der Regel in Drogeriemärkten erhältlich. Kaliseife wird auch in verschiedenen...
Bei Pflanzenschutzmitteln unterscheidet man zwischen den Wirkungsweisen Kontaktwirkung und systemische Wirkung. Bei Mitteln mit Kontaktwirkung werden Pflanzenkrankheiten durch den direkten Kontakt mit dem Pflanzenschutzmittel geheilt oder verhindert oder die Pflanzen befallende Schädlinge abgewehrt oder unschädlich gemacht. Pflanzenschutzmittel mit Kontaktwirkung sollen die Pflanzen also gewissermaßen vor Angriffen von Außen schützen. Ein Vorteil von Pflanzenschutzmitteln mit Kontaktwirkung ist die schnelle Wirkung gegenüber Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen. Nachteilig ist, dass nur direkt vom Spritzstrahl getroffene Pflanzenteile geschützt sind, bzw. nur direkt getroffene Schädlinge abgewehrt werden. Wenn einzelne Schadorganismen...
Spinnmilben und ihre Larven können bei starkem Befall dazu führen, dass die Pflanzen viele Blätter verlieren. Spinnmilben leben im Allgemeinen an der Unterseite von Pflanzenblättern, wo sie feine Netze zu ihrem Schutz spinnen und sich von Pflanzensaft ernähren. Sie stechen Blattzellen mit ihren Mundwerkzeugen an und saugen die Flüssigkeit heraus. Die geschädigten Blätter erscheinen silbrig. Zur biologischen Bekämpfung von Spinnmilben kann man die Raubmilben Amblyseius cucumeris und Amblyseius californicus sowie Phytoseiulus persimilis einsetzen. Beide Amblyseius-Arten sind recht robust und können auch ein paar Wochen ohne Nahrung auskommen oder sich von Pollen ernähren. Sie vermehren sich aber nicht so schnell wie Spinnmilben und...
Zur Bekämpfung von Blattläusen kann ein Brennnesselsud angewendet werden. Damit können Blattläuse bekämpft werden, ohne sich Sorgen um eine Giftbelastung der Früchte oder sich Gedanken über Wartezeiten bis zur Ernte machen zu müssen. Ein Brennnesselsud kann auf verschiedene Arten leicht hergestellt werden. Eine der Herstellungsmethoden ist, 500g frische Brennnesseln mit 5 Litern heißem Wasser aufzugießen und etwa 24 Stunden ziehen lassen. Der Sud kann nach dem Entfernen der Pflanzenteile mit der Sprühflasche auf die Pflanzen gesprüht werden. Dabei sollte man die Blattunterseiten nicht vergessen, denn der Sud wirkt nur, wenn die Blattläuse damit benetzt werden. Bild: Brennnesseln
Um Blattläuse von Pflanzen zu vertreiben, kann ein Knoblauchsud verwendet werden. Dieser ist schnell zubereitet und kann mit einer Sprühflasche auf die Blätter der Pflanzen gesprüht werden. Drinnen in der Wohnung ist der Einsatz jedoch nicht zu empfehlen, da sich ein unangenehmer Geruch bilden kann. Drei bis vier Knoblauchzehen werden zerdrückt in 1 Liter Wasser gegeben. Den Sud lässt man etwa 24 Stunden ziehen und siebt ihn danach ab. In eine Sprühflasche gegossen kann er verwendet werden. Tipp: Zwischen oder direkt neben die Chilipflanzen angepflanzter Knoblauch soll auch gegen Blattläuse helfen. Bild: Knoblauchzehen
Die Cercospora Blattfleckenkrankheit an Paprika ist eine Pilzerkrankung, die durch den Pilz Cercospora capsici verursacht wird. Die Blätter bekommen rundliche Nekrosen (braune Blattflecken), "Froschaugen". Betroffene Blätter sollten entfernt werden, evtl. Pflanze umtopfen und Pilzmittel anwenden. Befallene Pflanzenteile keinesfalls in die Biotonne oder auf den Kompost geben sondern im Restmüll entsorgen, um eine Weiterverbreitung möglichst zu verhindern. Töpfe und Gartenwerkzeuge sollte man gut reinigen und desinfizieren.
Fusarium-Welke, Foc, Fusarium oxysporum Pilzerkrankung. Um eine Ausbreitung der Sporen im Gewebe zu verhindern, scheidet die Pflanze in den Leitungsbahnen Stoffe aus, die zu einer Verengung der Leitungsbahnen führen. Ganze Pflanze oder größere Teile welken und sterben ab. Schneidet man einen Stängel auf, sieht man braun verfärbten Leitungsbahnen. Verticillium-Welke, Va, Verticillium albo-atrum Verticillium-Welke, Vd, Verticillium dahliae Die Vericillum-Pilze dringen über die Wurzeln in die Pflanze ein. Sie wuchern in den Leitungsbahnen, die nach und nach verstopft werden. Pflanzenteile welken und sterben ab. Da der Pilz sich langsam in der Pflanze verbreitet, welken anfangs nur einzelne Blätter und Stängel. Umfallkrankheit Keimlinge...
Kartoffelvirus Y, PVY, Potato Virus Y Gelbe bis dunkelgrüne Sprenklung der Blätter, Blattnekrosen und Linien auf den Adern, dem Spross und den Blättern, verformte, gekräuselte Blätter, reduzierter Wuchs Tabakmosaikvirus, TMV, Tobacco Mosaic Virus Unregelmäßige helle, gelbgrüne Flecken, die Blätter verlieren die grüne Farbe (Blattchlorosen). Oft sind die befallenen Areale an den Blattadern entlang. Zwischen diesen Blattadern sind blasenförmige Wölbungen möglich. Besonders junge Blätter können verkrüppeln. Eingesunkene, braune Flecken auf den Früchten. Die ganze Pflanze stirbt ab. Tomatenmosaikvirus, ToMV, Tomato Mosaic Virus Blattnekrosen, besonders entlang der Hauptadern, mosaikförmige Flecken, Blattverformungen, Stamm- und...
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