Bei Verwendung von hartem Leitungswasser zum Gießen ist in aller Regel genügend Calcium und Magnesium für Chili-, Tomaten- und Paprikapflanzen enthalten. Weiches Gießwasser, wie Regenwasser oder Leitungswasser mit niedrigem Härtegrad, enthält hingegen zu wenig Calcium und Magnesium. Magnesium ist im Gegensatz zu Calcium in vielen Düngern enthalten. Zur Vermeidung von Blütenendfäule und zur Deckung des Calciumbedarfs bietet sich daher eine Düngung mit einem Calciumdünger an.

Calciumverbindungen sind innerhalb der Pflanze und der Früchte relativ schlecht transportierbar. Nährstoffe und Spurenelemente können von Pflanzen aber auch über die Blätter aufgenommen werden und sind so schneller dort wo sie gebraucht werden. Eine Blattdüngung mit calciumhaltigen Düngern ist deshalb effektiver als Gießen mit einem solchen Dünger. Zur Blattdüngung kann man z.B. den Gabi Ostbaumdünger oder Yara Calcinit verwenden.

Zur Blattdüngung mit dem Gabi Ostbaumdünger gibt man den Inhalt des unteren Teils der Verschlusskappe (=6 ml) auf 2 Liter Wasser. Das entspricht einer 0,3%igen Düngelösung. Der Dünger sollte nicht mit anderen Düngern vermischt werden.
Für eine abweichende Konzentration muss man die Dosierung mit der Verschlusskappe entsprechend verändern.

Tomaten: 0,2%ig, 5- bis 6-mal ab Blühbeginn anwenden
Paprika (und Chili): 0,3%ig, 5- bis 6-mal ab Blühbeginn anwenden

Zur Blattdüngung mit Calcinit gibt es vom Hersteller Angaben für verschiedene Gemüse in kg pro Hektar, die mit 600 Liter Wasser in der Landwirtschaft ausgebracht werden. Duengerexperte.de gibt für Zitruspflanzen 10g bis 17g pro 10 Liter Wasser alle zwei Wochen an. Es gibt also vom Hersteller keine genauen Düngeempfehlungen für Chili- und Paprikapflanzen in Topfkultur oder kleinen Beetkulturen. In Anlehnung an andere Düngeempfehlungen empfiehlt Chili-Pepper.de eine Blattdüngung mit 0,5g pro Liter alle zwei Wochen.
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mph
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