Anschluss von Leuchten/Strahlern

Grundsätzlich sollten Anschlüsse von Leuchten oder Strahlern von Elektrofachkräften gemacht werden. Ansonsten geschieht das auf eigene Gefahr.

Normal sind bei vorkonfektionierten Leitungen an den Leitungsenden Aderendhülsen (meist ohne einen bunten Kunststoffkragen) vorhanden. Sollten an der Anschlussleitung jedoch keine Aderendhülsen aufgepresst sein, müssen die Leitungsenden abisoliert und Aderendhülsen mit einer Crimpzange aufgepresst werden. Einfach verdrillen oder verlöten ist kein fachgerechter Anschluss.

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Für die Zugentlastung sollte eine Kabelverschraubung eingeschraubt werden, falls keine vorhanden ist. Durch diese wird die Leitung in die Leuchte eingeführt und danach die Verschraubung fest zugeschraubt. Oft gibt es an den Lichtleisten bereits vorgebohrte Löcher für die Einführung einer Leitung. Man kann diese für eine Kabelverschraubung nutzen, bzw. etwas aufbohren. Die Verschraubung muss passend zum Kabeldurchmesser und zum Bohrloch gewählt werden. In aller Regel passen die Verschraubungen der Größe M16x1,5 (16 mm Bohrloch, für ca. 4 bis 9 mm Kabeldurchmesser) oder eine kleinere in M12x1,5.

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Beim Anschluss von Leuchten taucht immer wieder die Frage auf, ob man den Schutzleiter in der Leuchte (z.B. eine Lichtleiste) anschließen muss oder nicht. Ist die Leuchte in Schutzklasse I ausgeführt, muss der Schutzleiter (PE, grün-gelb) immer angeschlossen werden, sowohl in der Leuchte als auch im Stecker. Dann ist irgendwo auf der Leuchte folgendes Symbol finden:

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Der Schutzleiteranschluss (umgangssprachlich die "Erde") ist normal mit diesem Zeichen gekennzeichnet oder auch mit "PE". Manchmal ist die Klemme farblich mit grün-gelb gekennzeichnet.

Bei schutzisolierten Geräten (Schutzklasse II) wird KEIN Schutzleiter angeschlossen. Verwendet man eine Leitung mit grün-gelber Ader und einen Schutzkontaktstecker wird diese jedoch im Stecker angeschlossen aber in der Leuchte am Ende isoliert. Bei Schutzklasse 2 sollte man am besten eine zweiadrige Leitung mit flachem Eurostecker nehmen. Auf dem Typenschild der Leuchte ist bei schutzisolierten Geräten folgendes Zeichen angebracht:

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Zur Verlängerung von Anschlussleitungen können Kabelverbinder wie auf dem folgenden Bild genommen werden. Diese enthalten Klemmmaterial zur fachgerechten Verbindung der Leitungen. Die Verschraubungen sind mit Dichtungen ausgestattet, so dass der Verbinder weitestgehend wasser- und staubdicht ist. Die Kabelverbinder gibt es auch in weiteren Ausführungen für die Verbindung von mehr als zwei Leitungen, z.B. für drei Leitungen, um eine Zuleitung mit zwei Leuchten verbinden zu können.

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Eine weitere Möglichkeit die Leitungen der Beleuchtung zu verbinden oder zu verlängern sind Abzweigdosen wie die im folgenden Bild.

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Wenn die Verbindungen öfters gelöst und wieder verbunden werden sollen, bietet sich die Verwendung von Verbindungsklemmen mit Hebel anstatt von Lüsterklemmen an. Wenn der Hebel geöffnet ist, kann die Leitungsader leicht eingesteckt oder herausgenommen werden. Bei geschlossenem Hebel wird die eingesteckte Ader festgehalten. Solche Klemmen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das folgende Bild zeigt eine ältere Variante des Herstellers Wago zur Verbindung von drei Adern und eine Variante für fünf Adern.

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