Die Anthraknose ist eine Pflanzenkrankheit, die durch einen Pilz der Pilzart Colletotrichum verursacht wird und bei Paprika und Chili vor allem die Früchte betrifft. Diese Krankheit kann erhebliche Schäden an Paprikapflanzen verursachen und die Ernte beeinträchtigen. In dieser Anleitung erfahrt ihr mit welchen Symptomen sich die Pflanzenkrankheit zeigt, wie man sie bekämpfen und welche vorbeugenden Maßnahmen man treffen kann.
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Symptome der Pflanzenkrankheit:
Anthraknose an Paprika- und Chilipflanzen zeigt sich in der Regel durch weiche, eingefallene Stellen an den Früchten der Pflanze. Diese Stellen verfärben sich mit dunklen Ringen, bilden Nekrosen und faulen. Die Blätter können ebenfalls betroffen sein und bilden braune, trockene Stellen und krümmen sich ein. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit können die betroffenen Bereiche absterben und zu einem erheblichen Blatt- und Fruchtverlust führen. Verbreitet wird der Pilz durch Sporen, die über Verletzungen an den Pflanzen eindringen. Die Krankheit ist nicht zur verwechseln mit einer Blütenendfäule.

Anthraknose an Paprika
Bild: Paprika mit Anthraknose

Gegenmaßnahmen:
Bei Anzeichen von Anthraknose an Paprika- oder Chilipflanzen sollten sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das Entfernen von betroffenen Pflanzenteilen kann dazu beitragen, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Es gibt verschiedene Fungizide auf dem Markt, die wirksam gegen Anthraknose sind. Man sollte ein Produkt wählen, das speziell für die Bekämpfung dieser Krankheit formuliert und zugelassen ist. Wie man ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel über die Zulassungsdatenbank findet, ist am Ende der folgenden Anleitung beschrieben: Pflanzenschutzmittel für Chili und Paprika. Wenn das Entfernen von betroffenen Pflanzenteilen nicht hilft und man kein Fungizid einsetzen möchte, bleibt nur das komplette Entfernen der betroffenen Pflanzen. Die Pflanzen sollten aber nicht auf dem Kompost oder im Biomüll entsorgt werden, um die Weiterverbreitung zu unterbinden.

Vorbeugende Maßnahmen:
Prävention ist der Schlüssel zur Bekämpfung von Anthraknose. Es gibt vorbeugende Maßnahmen, die man ergreifen kann. Pilzwachstum wird durch warm-feuchte Witterung begünstigt. Übermäßige Feuchtigkeit fördert das Wachstum von Pilzen. Daher sollte man so gießen, dass die Pflanzen über Nacht keine feuchten Blätter haben. Stehen die Pflanzen im Gewächshaus, sollte dieses ausreichend belüftet werden, um eine übermäßig hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden. Blätter, die dauernd auf die feuchte Erde herunter hängen, sind ebenfalls ein potentielles Einfallstor für Pilzerkrankungen und sollten daher entfernt werden. Durch eine sogenannte Fruchtfolge kann man den Krankheitszyklus durchbrechen und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Ausbruchs verringern. Abgestorbene Pflanzenreste auf der Erde oder dem Substrat können als Brutstätte für Krankheitserreger dienen und sollten daher immer entfernt werden.

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