Rezeptsammlung Bärlauch-Rezepte

Günter

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Chilihead
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Habe gerade gesehen, das gibt es noch nicht. Vielleicht habt ihr Lust, eure Bärlauch-Rezepte zu teilen. Ich fang mal an. :)

Bärlauchpaste

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Zutaten:
150g Bärlauchblätter
1/2TL Salz
3EL Olivenöl

Zubereitung:
Bärlauch waschen und abtrocknen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben.
Pürieren und in sterile Gläser abfüllen. Obendrauf noch etwas Olivenöl, das keine Luft dran kommt.
 
Bärlauchessig

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Zutaten:
2-3 kleine Bärlauchblätter
1-2 Handvoll Bärlauchblüten
Weißweinessig

Zubereitung:
Blüten und Blätter waschen und trocknen.
1 Flasche sterilisieren (mit kochend heißen Wasser ausspülen).
Die Blätter und Blüten in die Flasche geben und mit Weißweinessig auffüllen.
Die Flasche im kühlen, dunklem Keller 2-4 Wochen stellen, am besten jeden Tag einmal durchschütteln.

Man kann den Bärlauch danach in der Flasche lassen. Ich rate aber dazu den Essig zu filtern.
Die Blüten schwimmen immer oben und immer wenn man die Flasche öffnet, kommt Sauerstoff daran. Das kann dazu führen,
das die Blüten anfangen zu schimmeln.
 
Bärlauchsalz

Bärlauchsalz_1.jpg

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Zutaten:
200 g Meersalz
40 g Bärlauch

Zubereitung:
Den Bärlauch waschen, trocknen und zerkleinern.
Dann in einen Zerkleinerer geben und eine Art Paste herstellen.
Das Meersalz dazugeben, so lange weiter verarbeiten bis das Salz komplett grün ist.
Anschließend das Bärlauch Salz im Backofen bei ca. 50° trocknen.
 
Bärlauchbutter

Bärlauchbutter_1.JPG

Bärlauchbutter_2.JPG

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Zutaten:
250g Butter
125g Bärlauch
2EL Zitronensaft
Prise Salz
Prise Pfeffer

Zubereitung:
Den Bärlauch waschen, gut abtrocknen und kleinschneiden.
Butter, 2EL Zitronensaft, Salz und Pfeffer in einen Mixer geben und mixen. Dann langsam den Bärlauch unterrühren.
Dann die Butter in Frischhaltefolie einrollen und über Nacht in den Kühlschrank.
 
Hi Markus,
im Kühlschrank ca. 1-2 Woche.

Ich mache aber, ab und zu, auch mehr und friere diese dann in Scheiben geschnitten ein. Dann kann man sich immer die passende Menge,
die man benötigt, auftauen.

Die hält im Froster zwar ewig, aber man sollte sie nach ca. 6 Monaten verbrauchen, sonst schmeckt die einfach nicht mehr.
 
Zu spät dran dieses Jahr, habe zwar noch fermentierten Bärlauch .. aber ob der schmeckt ... bis jetzt hat er mich nicht überzeugt. Deine Suppenvariante ist sehr interessant, Chili habe ich bislang nicht reingetan ...
 
Bärlauchknospen milchsauer fermentiert (also ca. 1 Woche in 3% Salzlake bei Raumtemperatur) ergibt eine leckere Kapern-Alternative.
 
Wenn ich Bärlauch auf dem Markt kaufe, sind da oft ein paar Knospen dran. Die schmeiß ich zusammen mit Radieserln in die Salzlake. Zum Bärlauch selber sammeln bin ich zu faul. Im Englischen Garten mag ich nicht pflücken, weil da überall die Hunde hinbieseln ;)
Bärlauchspätzle mach ich tatsächlich auch oft. Gern auch als Kässpätzle ;)
 
Zum Bärlauch selber sammeln bin ich zu faul. Im Englischen Garten mag ich nicht pflücken, weil da überall die Hunde hinbieseln ;)
Im Englischen Garten würde ich den auch nicht sammeln. Ich hole den immer zusammen mit Morcheln nördlich von München. Da sind einige Stellen, an der Isar, an der Freisinger Landstr. usw. Der ist schnell gesammelt. Wenn Du mal mitgehen willst, einfach eine PN schreiben. Ich finde das selber sammeln viel spannender. Billiger ist es zwar nicht, wenn man den Sprit usw. rechnet, aber es macht mehr Spaß ...
 
Ja, im Freien würde ich den auch nicht pflücken. Wer weiß was sich da alles darauf tummelt.
Bei mir wächst er im Garten, da bin ich mir sicherer.
 
Nuja, ich nehme den gerne aus dem (lichten) Auwald. Wenn es nicht gerade eine Hundegassigehparadestrecke ist passt das. Klar können da ein paar Insekten usw. drauf sein - aber dafür wäscht man ihn ja vor der Zubereitung. Für mich sind nur überlaufene Parks und innenstädtische Flächen ein no-go.
 
Wir hatten hier Mitte der 80er mal Probleme mit dem Fuchsbandwurm. Seit dem bin ich etwas übervorsichtig, mit dem was ich mir aus dem Wald oder Park hole.
Aber das ist lange her und Du hast Recht. Einfach gründlich waschen und gut ist. :thumbsup:
Damit hast Du sicher - etwas - Recht. Ich bin ja PSV (Pilzsachverständiger) und musste mich deshalb mit diversen Themen jenseits der Vergiftungen durch Pilze intensiver beschäftigen. Dazu hörte ich auch einige Vorträge von Ärzten in der Vergangenheit.

Es gibt aber 2 Dinge, die m.E. masslos übertrieben werden:

1) Der Fuchsbandwurm. Fälle davon sind sehr, sehr selten. Der "Infektionsweg" verläuft immer über Kot. Und dieser Kot muss noch recht frisch sein, also nicht ausgetrocknet. Ansonsten sind die Eier des Fbw sehr schnell kaputt. Schon beim Sammeln sollte man natürlich keinesfalls verschmutzte Blätter oder Pilze mitnehmen. Insofern sinkt das Risiko schon fast auf null. Ich lege auch Salat usw. immer kurz in Wasser ein und spüle die Blätter, Bärlauch natürlich auch. Bei Steinpilzen geht das nicht, wenn man nicht matschige Pilze haben will. Die putze ich mit einem Pilzpinsel sauber und alles, was auch irgendwie schmutzig aussieht, wird rausgeschnitten.

2) Radioaktivität (Tschernobyl). Mein alter Pilzlehrer sagte immer: wer weniger als 13 kg im Jahr isst, braucht sich da auch nicht zu sorgen. Ist vielleicht etwas übertrieben. Aber was er damit sagen wollte: ein maßvolles Essen von Pilzen (selbst Maronen, die bekanntlich viel Radioaktivität aufnehmen) und allem anderen eigentlich sollte man von der Gefahr her nicht überbewerten. Das Zeug, was wir im Supermarkt kaufen ist in vielerlei Hinsicht viel schädlicher (Farbstoffe, Konservierungsmittel, Verunreinigungen aller Art usw.). Klar, Radioaktivität ist etwas anderes. Aber die meisten von uns fliegen auch durchaus gerne mal in den Urlaub. Wenn man die Menge an Strahlung auf einem Langstreckenflug nimmt, ist das auch nicht unerheblich. Und Piloten und Stewardessen leben normalerweise auch recht lang.

Aber es ist richtig, auch vor verhältnismässig geringen Gefahren zu warnen. Denn der Fbw ist ziemlich bösartig. Aber mit Vorsicht tendiert diese Gefahr gegen 0.

Was dagegen m.E. viel gefährlicher ist: direkt am Straßenrand gesammelte Pilze sowie im Wald wachsende Champignonarten in größeren Mengen. Warum? Weil sie im wahrsten Sinne des Wortes "Schwämme" für Schwermetalle aus Autoabgasen usw. sind. Insofern würde ich auch Bärlauch immer etwas weiter weg von der Straße sammeln. Und auch nicht in der Stadt. Hundepipi ist zwar kein schöner Gedanke, aber sicher harmloser als der Dreck aus den Autos. Wieviel das ist, sehe ich immer in meinem Billardkeller, der ein Kellerfenster an eine der befahrendsten Straßen Deutschlands hat. Man möchte gar nicht glauben, wie dick die Feinstaubschicht nach 1-2 Monaten auf allem ist. Vor allem, wenn man das Fenster offen hatte.

Bei Pilzen kommt dann noch oft die Gier dazu - wie ich in meinen Beratungen immer sehen kann. Leute sammeln alles ein, haben aber überhaupt keinen Plan davon, was evtl. giftig ist. Dazu kommt noch, daß sie gammlige Speisepilze unbedingt verwerten wollen. Auch der beste Speisepilz wird mit der richtigen Schimmelart richtig giftig. Beim Bärlauch sollte man halt dann auch sicher das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose unterscheiden können.

Und last but not least: am Allergefährlichsten sind m.E. Zecken. Einerseits durch FSME. Aber dagegen lässt sich ein vernünftiger Mensch in betroffenen Gebieten impfen, wenn er oft in der Natur ist. Schlimmer ist die Borreliose. Gegen die europäische Art gibt es keine Impfung. Und ich kenne ein paar Leute, die damit inzwischen schon jahrelange, ernste Probleme haben. Also immer die Haut nach ausgiebigen Gängen in die Natur (kann aber auch in der Stadt passieren!) absuchen nach Zecken.

Wer es kann, hat aber sehr viel Spaß beim Sammeln.
 
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