Chili-TÜV peter.bergmann

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Hier startet der Chili-TÜV von @peter.bergmann.

Wer sich anschauen möchte was Peter bisher gemacht hat, wird in den folgenden Themen fündig:
 
Die folgenden Punkte gelten für das grüne Banner:
Level 1 - Fortgeschrittener (grünes Banner):
  • Erste Saison erfolgreich geschafft
  • Gießen, Düngen und Umtopfen im Griff
  • "Spargeln" im Griff
  • Grundkenntnisse zum Anbau vorhanden (Gewöhnung ans Sonnenlicht, Grundbedürfnisse der Chilipflanze, o.Ä.)
  • Natürlich Fotos der ersten Saison im Forum, um den Level beurteilen zu können
Fotos von der ersten Saison:

Was ist denn in der ersten Saison gut und was eventuell schlecht gelaufen?
Was passiert denn oft, wenn Chilikeimlinge zu lange im beheizten Minigewächshaus stehen?
 
Hallo Markus

Du prüfst mich - recht so !

Was ist denn in der ersten Saison gut und was eventuell schlecht gelaufen?

Meine persönliche Meinung dazu - und mehr als eine Meinung kann ich dazu nicht äussern - ich hatte die Chilis zu eng ins GWH gesetzt - ich wollte die 20 Sorten im verfügbaren Raum unterbringen - einige dominanten Sorten (die schnelleren) haben sehr gut funktioniert - andere sind in Schatten eher verkümmert. Einige Sorten liefen GENIAL - Lemon Drop 200 Beeren als die ertragreichste Sorte. Die zweite Saison versuche ich die Chilis in Töpfen und nicht in der Erde, um die zu gegebener Zeit weiter auseinander zu stellen.

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Was passiert denn oft, wenn Chilikeimlinge zu lange im beheizten Minigewächshaus stehen ?

In der ersten Saison hatte ich noch ohne Minigewächshäuser und ohne Heizmatten gearbeitet. Mit PADs in grossen Schalen ohne Abstand zu einem Wasserreservoir- passiert ist dann Schimmelbefall (weiss) - einige PADs mussten entsorgt werden.

Dieses Jahr mit Heizmatten und Minigewächshäusern - die meisten mit kleinen LEDs zu Beleuchtung. Die "Kinder" hatten eine weite Bandbreite vom Einsetzen zum Keimen - die schnellen 4 Tage, die ganz langsamen 4 Wochen. Wenn die mal keinem. muss man sie im Auge hehalten, sonst "spargeln" sie und das ist wenn man nicht zulange wartet durch tieferes verbuddeln zu lösen. Wenn man aber zu lange wartet, dann knicken die ab und dann droht Exitus,
 
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Wie gehe ich (bisher) vor:

1. Ich ziehe die Samen in PADs (Kokos PADs und/oder Jiffy) in kleinen Anzuchtkästen, die im Deckel LEDs haben und auf einer Wärmematte stehen und unten ein Wasserreservoir haben. ACHTUNG - bei den Kokospads gibt es Qualitätsunterschiede,

2. Sowie die ersten Pflanzen zu sehen sind, wird das Licht angeschaltet, wenn die Pflanzen mindestens zwei echte Blattpaare haben möglichst bevor die an den Deckel gewachsen sind gehts ans erste Umtopfen.

3. Das erste Umtopfen erfolgt mit einer Anzuchterde in kleine eckige Töpfe (7 cm/8 cm mit grössen Löchern, denn Staunässe killt Pflanzen) - eckig weil besser anordbar. Beim Umtopfen die Pads von der Hülle befreien, weil die Wurzeln manchmal mit dem Durchdringen der Hülle Probleme haben. Wenn die Wurzlen bereits durch die Hülle durch sind entfällt dieser Punkt. Die Pflanzen dann möglichst tief setzen, bis zum ersten Blattansatz um einem "Spargeln" entgegenzuwirken. Leicht andrücken und ordentlich wässern, bis das Wasser unten aus den Töpfen rausläuft. Danach die nächsten Tage aber nicht mehr giessen, bis die Erde recht trocken ist. Zur Beurteilung des Wassergehalktes hilft es, die Töpfe anzuheben - je schwerer desto mehr Wasser.

4. Die Pflanzen gehen dann unter eine Viparspectra, die via Zeituhr von 7-19 Uhr leuchtet. Anfangs auf Stufe 2 (P1000) später Stufe 3 - Abstand ausreichend - so dass alle Pflanzen ausreichend Licht bekommen. Die Anzuchterde hat nicht viele Nährstoffe - ich habe nichts dazugemischt und auch nicht gedüngt - ich hatte sehr früh begonnen (15.12.23) und viele Pflanzen angezogen, also hatte ich etwas langsameres Wachstum in Kauf genommen.

5. Das zweite Umtopfen erfolgte in 2 L Töpfe dieses Jahr, mit TKS2 Erde, wieder die Pfanzen tendetiell möglichst tief in die Erde setzen - im Zweifel die untersten Blätter entfernen, wenn die nicht mehr so frisch aussehen und damit dann tiefer setzen. Wieder gut wässern und danach die Gewichtskontrolle in der nächsten Zeit.

6. Das finale Umtopfen in die grossen Töpfe (15 - 35 Liter) erfolgte anfangs April - gleiche Vorgehensweise - und dann gingen die Töpfe zum Eingewöhnen den Halbschatten und tags drauf ins Gewächshaus (Wetter war einigermassen passend und zur Sicherheit ein Gasofen im GWH, den ich auch in einigen Nächten nutzen musste).

Bei der TKS2 Erde ist es so, dass diese je nach Lagerung an den Rändern des 225 L Sacks leicht feucht, aber ansonsten knochentrocken ist. Ich habe die bisher nicht angefeuchtet vor dem Einfüllen in die Töpfe, deshalb nach dem Umtopfen sozusagen geflutet, danach aber abtrocknen lassen. Etwas anfeuchten wäre vermutlich besser.

Letztes Jahr hatte ich die Chilis direkt ins Gewächshaus gesetzt und nicht in Töpfe. Ich verspreche mir dieses Jahr mehr Flexibilität des Platzierens, da ich ca 50 Sorten gezogen habe und nicht wirklich abschätzen kann, welche wie gross werden.

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2. Sowie die ersten Pflanzen zu sehen sind, wird das Licht angeschaltet, wenn die Pflanzen mindestens zwei echte Blattpaare haben möglichst bevor die an den Deckel gewachsen sind gehts ans erste Umtopfen.
Du holst die Keimlinge nicht direkt heraus?
(7 cm/8 cm mit grössen Löchern, denn Staunässe killt Pflanzen)
Gut!
Beim Umtopfen die Pads von der Hülle befreien, weil die Wurzeln manchmal mit dem Durchdringen der Hülle Probleme haben. Wenn die Wurzlen bereits durch die Hülle durch sind entfällt dieser Punkt.
Ja, manchmal gibt es mit den Hüllen der Tabs Probleme. Deshalb empfehle ich auch immer, die Hülle vor dem Umtopfen abzumachen.
 
Du holst die Keimlinge nicht direkt heraus?

Ich warte bis nach den Keimblättern zwei echte Blattpaare da sind. Solange lasse ich die in der Tat in der Keimbox und auf der Heizmatte. Wenn die aber zu sehr in die Höhe schiessen, nehme ich die von der Heizmatte. Jeden Morgen mal alle Deckel aufmachen und schauen. Muss man ja sowieso machen und zu schauen, ob Feuchtigkeit stimmt oder es Wasser braucht.
..

Ja, manchmal gibt es mit den Hüllen der Tabs Probleme. Deshalb empfehle ich auch immer, die Hülle vor dem Umtopfen abzumachen.

Letztes Jahr hatte ich mich noch darauf verlassen, was auf der Gebrauchsanweisung der Jiffys stand - die Hüllen seien kein Problem Ich hatte Ende 2023 eine Biquinho Amarelo im Gewächshaus, die schlichweg nicht gewachsen ist. Beim Ausreäumen Oktober/November hatte ich dann gesehen, dass die Wurzeln nicht durch die Hülle gkommen sind und dass auf der Innenseite der Hülle ein violett/grauer Belag waar. Ich vermute einen Schimmelpilz.

Fazit: Wenn möglich mache ich die weg - aber das gelingt eben nicht immer. Muss man von Fall zu Fall entscheiden beim Umtopfen. Wenn man durch Entfernen der Hülle die Wurzeln gefährdet und die bereits mehrfach durch die Hülle sind, dann bleibt die Hülle.
 
Nur um bei der DIskussion nach Wäremmatte nicht den Eindruck zu erwcken, ich sei der Meinung dass es Wärmematten braucht, nachdem, die Pflanzen aus der Erde schauen. Nur ist dem so, dass bei den verwendeten Anzuchtkästchen 12 Pads sind und ich pro Pad ein Samenkorn gelegt hatte - und es keimen ja nicht alle gleichzeitig. Also lasse ich die Wärme an wenn die ersten gekeimt sind, weil ich will dass die anderen auch keimen. Und zu früh umtopfen wollte ich dann auch nicht, weil ich da befürchte die Minipflanzen beim Umtopfen zu zerstören. Heisst ich habe da einen Kompromiss gemacht, weil mir nichts besseres eingefallen ist.

Die letzten Sorten hatte ich mit Keimbeuteln keimen lassen - da diese nach 2 Versuchen in den Pads nicht keimen wollten. Diese hatte ich direkt unter eine solche leere Anzuchbox gelegt direkt auf einen Wärmematte und täglich kontrolliert - es dauerte 5-10 Tage (je nach Sorte). Dann wurden die in einen Pad gestopft und in der Anzuchtbox ohne Wärme wachsen gelassen.

Bei den Tomaten war es deutlicher zu erkennen, dass die es überhaupt nicht vertragen haben wenn es nach dem Keimen zu warm war - nur dünne Stengel.

Wie gesagt - Saison 2023 ohne Wärmematten und die Pads einfach in eine längliche Plastikwanne und Saison 2024 mit Wärmematte und diesen Anzuchtboxen mit dem LED Licht. Leider hatte ich 2023 keine so detaillierte Aufzeichnungen gemacht sondern nur an und an ein paar Bilder, sodass ich keinen direkten Vergleich dokumentiert habe.
 
Mit den Pads kannst du aber die Keimlinge einzeln aus dem Minigewächshaus stellen. Dann stehen sie nicht mehr so warm.

Beim Eintopfen hast du sie tiefer eingesetzt, meine ich in deinen Fotos gesehen zu haben.
 
Stimmt, kann man einzeln rausnehmen - hatte ich mir überlegt - was dagagen sprach ist die Beschriftung - ich hatte 3 Samen pro Sorte - also 4 Sorten pro Anzuchtkasten und insgesamt 50 Sorten - aber zeitlich versetzt. DIe Anzuchtkästen waren beschriftet und die Pads nicht und den Pflanzen siehst du die Sorte ja in dem Stadium keinesfalls an.

Beim Umtopfen habe ich die tiefer gesetzt - in den kleinen 7/8 cm Töpfen geht nur wenig tief - beim nächsten Topf ging es dann ja wieder tiefer. Und bei der ersten Umtopfaktion geschaut welche Sorten in welcher Menge, Etiketten auf die Zieltöpfe geklebt und dann die Pads in die Töpfe. Bei den weiteren Umtopfaktionen konnte ich die Etiketten abziehen und wiederverwenden - es waren keine Klebeetiketten sondern Papier mit TESAfilm. Für die Enttöpfe habe ich dann Einstecketiketten gemacht und dann noch laminierte Etiketten die man an den Pflanzenstengeln festmachen kann - die muss ich aber noch anbringen.

Wie gesagt, ich hatte nicht wirklich Problemem bei den Chilis mit dem Spargeln (bei den Tomaten war es kritischer) - aber halt täglich kontrolliert.
 
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DIe Anzuchtkästen waren beschriftet und die Pads nicht und den Pflanzen siehst du die Sorte ja in dem Stadium keinesfalls an.
Das stimmt allerdings. Die Beschriftung ist auch nicht so einfach anzubringen.
Beim Umtopfen habe ich die tiefer gesetzt - in den kleinen 7/8 cm Töpfen geht nur wenig tief - beim nächsten Topf ging es dann ja wieder tiefer.
Gut. Tieferlegen ist die richtige Maßnahme.
 
Was machst du bei Schädlingsbefall an deinen Chilipflanzen?
 
Was machst du bei Schädlingsbefall an deinen Chilipflanzen?
Das ist in der Tat eine sehr gute Frage - da ich noch nicht über mehrjährige Erfahrung verfüge, kann ich diese Frage ehrlich gesagt auch nur bedingt beantworten. Aber "stets bemüht" mache ich das mal.

ich GLAUBE. dass man das sehr differenziert beantorten muss/sollte.

Was bitte sind Schädlinge und was Nützlinge ? Das ist meine ich etwas eine Frage der Sichtweise,.

Ich kenne aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen nur wenige Schädlinge. Dieses Jahr massiver Schneckenterror und etwas Blattlausbefall (bisher).

1. Schnecken - ich sehe es so und habe das auch von anderen Menschen bestätgt bekommen, dass dieses Jahr aufgrund der vielen Nässe es aktuell einem Schneckenbefall gibt - ich habe da mit Substral LIMEX M2 agiert - wirkte. Letztes Jahr ahtte ich vereinzelt Nackschnecken im GWH . die habe ich manuell auf den Kompost getragen.

2. Blattläuse - da hatte ich auch letzes Jahr zeitweise Probleme. die aber durch Marienkäfer gelöst wurden, ohne dass ich aktiv werden musste. Dieses Jahr einen etwas massiveren Blattlausbefall vor ca. 4 Wochen, den habe ich mit einem Produkt aus dem Bauhaus (Neudorff) bekämpft dass als Hauptbestenadteil "Neem" auf der Zutatenliste hatte.

Konkretere weitere Dinge kann ich aktuell nicht berichten. Die vielfach in letzter Zeit beobachtenden Asseln würde ich eher als hässliche Nützlinge bezeichnen.

Ich halte es so: Baumärkte und Internet kann man bei aktuellen Fragen zu Schädlingsbefall heranziehen - man darf wie üblich nicht jedem Eintrag glauben, aber wenn man mehrere Beiträge findet die in etwa Gleiches sagen aus Quellen , die seriös erscheinen, dann ist es vermutlich wie beschrieben.

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Ich berichte doch gerne - eingefroren habe ich garnichts in 2023. Die Ertäge waren bei LemonDrop, Purple Tiger und Santa Fe Grande ganz ordentlich bei den meisten anderen Sorten aber eher überschaubar. Von den 20 Sorten sind 2 Sorten garnicht gegangen (Biquinho Amarelo und Habanero Orange). Von einigen Sorten kamen gerade mal einige Beeren, die ich dann für Samen genutzt habe. Ich hatte etliche zur Freude der Kollegen und Freunde verschenkt oder zu Festen mitgenommen.

Ich hatte mir dann einen Trocknungsautomat von WMF gekauft und die Chilis getrocknet, die ich nicht frisch verzehrt oder verscchenkt oder im Sossen verarbeitet hatte. Neben der Lagerung der getrockneten Chilis in Gläseren (sortenrein - für die Chilimühle etc) habe ich 36 Flaschen a 250 ml Ölivenöl eingelegt - vor allem die schärferen (z,B, Reaper). Die Öle erfreuten und erfreuen noch immer viele Leute.

Mit einigen Lemon Drops hatte ich ausserdem zwei Experimente gemacht - einmal 5 getrocknete in Williams Schnaps und einmal 5 in einen Speyside getaucht. Interesantes Ergebnis.

An die Fermentierung hatte ich mich im ersten Jahr noch nicht herangetraut und wie gesagt ich wurde auch alle irgendwie los.

Und die Biquinho Vermello hatte ich in Essig eingelegt - deren Geschmack hat mich rein garnicht begeistert,
 
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Hast du schon Erkenntnisse was du nächste Saison besser machen könntest?
 
Asche auf mein Haupt - das Öl, in das ich die getrockneten Chilis gelegt hatte war -extra vergine- aus der Toskana. Ich hatte mich da unpräzise ausgedrückt.
 
Hast du schon Erkenntnisse was du nächste Saison besser machen könntest?
Hallo Markus

Aber klar ! Erkenntnisse sind nach meinem Verständnis Dinge, die retrospektiv sind. Also Erkenntnisse kann ich derzeit ziehen aus Fehlern der ersten Saisson in der Hoffnung es die nächsten Saissonen besser zu machen . Die erste Saisson war eine Aktion au der Lust heraus und dem Bedürfniss, etwas zu machen, was mir Freude macht, menen Möglichkeiten entspricht aufgrund der "neuen" Situation, ein Gewächshaus nutzen zu können,

Die nächste Saisson, die du ansprichst ist welche ?

Wenn du die Saisson 2024 meinst, dann habe ich nach meiner Auffassung bereits klargestellt. was ich anders mache -die zu eng gesetzten Pflanzen der Saison 2023 sind in 2024 in Töpfen und nicht mehr in der Erde in GHW 1. Es sind nun mehr als 50 Töpfe (vermutlich so ca. 70) die ich anpacken und verschieben kann .. wo und wie ich die platziere, das ist momentan für mich noch nicht so ganzn klar und eine der Aufgaben.

Ich bin nach meinem Empfinden mit der Anzahl der Sorten in der zweiten Saison an die Grenze der für mich überschaubaren gegangen - Wie ich das in der Zukunft machen werde - ehrlich gesagt keine Ahnung - ich denke dass das ein Prozess ist, Tendenziell meine ich das ich dan für die Saison 2025 mich auf die Sorten beschränke, die ich als "interessant/lecker" empfinde + plus neuen Empfehlungen, Also vermutlich wieder zuviele.
 
Hochbeete Floragard TKS 2
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