Hefe

mph

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Es gibt verschiedene Wege an Hefe zu kommen. Es gab Zeiten, in denen man Hefe von den Brauereien in Bäckereien verwendet hat. Daher gibt es im Internet den Tipp, Bier mit Mehl und Zucker zu einem Brei zu rühren, um so die noch in Spuren evtl. vorhandene Hefe zu vermehren.

Wenn man einen Sauerteig hat, der gut geht, hat man darin auch einen gewissen Anteil Hefen enthalten. Wenn ich meinen Sauerteig ein paar Tage stehen lasse, ohne ihn mit Mehl und Wasser zu füttern und ihn auch nicht umrühre, bildet sich oben drauf eine Schicht. Diese Schicht enthält mehr Hefe als der Rest des Teiges. Ein Teil der Schicht ist aber auch einfach vertrockneter Sauerteig. Die Schicht riecht ziemlich nach Hefe. Diese kann man abschöpfen und mit Mehl, Zucker und Wasser weitervermehren. Auf dem Foto sieht man noch einen Teil der Schicht. Mit der Gabel lässt sie sich schön zur Seite schieben.

 

imuvrini

auf einem guten Wege
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Es gab Zeiten, da konnte man Hefe einfach im Geschäft kaufen! Die Älteren unter uns erinnern sich noch daran.
Bei uns gibt es seit WOCHEN keine mehr!
Hmpf!
 

imuvrini

auf einem guten Wege
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ich will mal wieder Ciabatta und Pizza frisch selber machem
... und ich will endlich mal wieder nen Hefezopf backen LASSEN. Ähämmm!
Ich koche, meine Frau backt!

Aber ernsthaft, ich kapier gar nicht, warum es keine Hefe mehr gibt. Wo ist die geblieben? An den Grenzen doch nicht.
 

Atze

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Markus @mph hat doch schon einmal sehr schön angefangen, über Hefeproduktion zu schreiben. Ich habe (obwohl Roggensauerfan) heute mein 2tes Brot mit improvisierter Hefe gebacken. Weizenmischbrot. Sicher keine Offenbarung.
Hier mal ein Foto des ersten Brotes.
Das zweite war aber schon besser, luftiger weil ich die Treibzeiten deutlich erhöht habe. Der Geschmack für Weizenmisch war klasse (Roggensauer, Roggenvollkorn, Weizenmehl, Roggenmehl, Honig, Improhefe, Salz, Wasser, Butter).
Hefe war aus Trockenhefe (abgelaufen 12.2018) mit Weizenmehl vermehrt.
Um die12 Würfel davon (zwischen 12 und 16 Gramm) sind eingefroren. Mit einem davon wird weiter vermehrt.
Hier mal alle Experimente:
Einmal Apfelsaft naturtrüb mit Honig und einem frisch geernteten Mangoldblatt, dann beschriebener Hefeansatz und Rechts trockene Datteln (ungeschwefelt) mit Ahornsirup und etwas Zucker.
 

mph

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Meine Trockenhefe ist teilweise seit Jahren abgelaufen. Die treibt den Teig immer noch.
 

HatchChileFestival

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Bei uns gibt es wieder Hefe. Aber davor gab es bei kleinen Bäckern, wenn man freundlich gefragt hat, Hefe. Denn die Bäcker haben die in rauhen Mengen, weil die nicht die popligen kleinen Würfel haben. Die Großpackungen für die Industrie scheinen nie Mangelware gewesen zu sein.

Übrigens, ähnlich scheint es mit Mehl zu sein. Ein Kumpel von mir suchte danach und fuhr zu einer Mühle. Dort fragte er, ob es denn Mehl gäbe. Sie fragten ihn, ob er 1 Tonne oder mehr wolle :)

In manchen kleineren Supermärkten gibt es immer noch kaum Hefe und Mehl. Nur Klopapier könnte man zum Tapezieren kaufen, inzwischen :)
 
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