Wenn sich kleine Knubbel auf den Blattunterseiten bilden, tauchen die Fragen auf, "Was ist das?", "Ist es schädlich für die Pflanzen?", "Sind das Schädlinge?" und "Was kann man dagegen tun?"
Es kommen mehrere Ursachen dafür in Frage, warum sich kleine Knubbel auf den Blattunterseiten bilden. Daher sollte man zuerst feststellen, ob die "Knubbel" leicht abgehen oder nicht. Dazu reibt man sanft mit den Fingern über die Blattunterseiten. So lässt sich unterscheiden, ob es sich um Salzkristalle oder um Pflanzenödeme handelt.
Bildung von Salzkristallen:
Gehen die "Knubbel" durch leichtes Reiben mit dem Finger ab, ist es in aller Regel eine Erscheinung, die durch zu viel Dünger auftritt. Die Pflanze scheidet bei zu hoher Düngung überschüssige Nährsalze über die Blätter aus. Es bilden sich dadurch kleine Salzkristalle. In diesem Fall sollte man die Düngung zurückfahren. Eine Erde mit zu hohem Salzgehalt kann ebenfalls die Ursache sein. Dies ist oft der Fall, wenn Salzkristalle entstehen, obwohl noch nicht gedüngt wurde. Durchspülen der Erde mit Wasser oder in eine andere Erde umtopfen kann Abhilfe schaffen.
Ödeme:
Gehen die "Knubbel" durch leichtes Reiben nicht ab, handelt es sich um Ödeme. Pflanzenödeme sind eine Art "Krampfader von Pflanzen" und haben mit einem gestörten Wasserhaushalt der Pflanze zu tun. Sie sind eine physiologische Störung, die zu blasenartigen Wucherungen, Zellvergrößerung und -teilung führt. Ödeme werden bei Chilipflanzen nicht durch Schädlinge oder Krankheitserreger verursacht. Folgende Faktoren begünstigen die Bildung von Ödemen an Chilipflanzen:
Zur Frage der Schädigung der Pflanzen ist zu sagen: Eine Überdüngung kann die Pflanzen immer schädigen, muss aber nicht. Ödeme selbst sind nicht besonders schädlich für Chili- und Paprikapflanzen, ihre Ursachen eventuell schon. Bei starker Bildung von Ödemen können die Pflanzen jedoch im Wachstum zurückbleiben.
Was kann man gegen Ödeme tun?
Bei Ödemen an Chili- und Paprikapflanzen sollte man in erster Linie sein Gießverhalten und falls eine Pflanzenbeleuchtung verwendet wird, diese überprüfen.
Stehen die Pflanzen unter UV‑armen Bedingungen, z. B. unter einer LED‑Beleuchtung oder im Gewächshaus hinter UV‑blockierenden Scheiben oderUV‑blockierenden Gewächshausfolien, kann dies Studien zufolge zu Ödemen führen. UV-B-Strahlung kann die Bildung von Ödemen reduzieren oder ganz verhindern. Ebenfalls hemmend gegen Ödeme wirkt bei LED-Beleuchtung wenn im Licht ausreichend grüne, blaue und infrarote Lichtanteile enthalten sind.
Gießt man oft mit zu viel Wasser, sollte man zukünftig weniger gießen. Zuschlagsstoffe wie Perlite in der Erde helfen dabei, den Wasserhaushalt im Substrat besser zu regulieren.
Gießt man jedes Mal mit viel Wasser und wartet danach bis die Töpfe ausgetrocknet sind, kann das die Bildung von Ödemen ebenfalls begünstigen. Bei Trockenheit wird das Pflanzengewebe schlaff. Nach dem Gießen erhöht sich der Druck im Gewebe wieder. Der dauernde Wechsel zwischen trocken, schlaff und feucht mit ansteigendem Druck beansprucht das Pflanzengewebe zusätzlich. Daher sollte man besser auf eine gleichmäßigere Wasserversorgung umstellen und öfters, aber dafür mit kleineren Mengen gießen.
Liegt es an zu hoher Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Chili- und Paprikapflanzen, sollte man versuchen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, zum Beispiel durch bessere Lüftung.
Stehen die Pflanzen zu eng oder in einem Raum ohne Luftbewegung, bildet sich eine stehende Feuchtigkeitsschicht um die Blätter, was die Verdunstung behindert. Dies kann Ödeme begünstigen und durch eine bessere Belüftung und genügend Abstand zwischen den Pflanzen verhindert werden.
Eine starke Düngung kann ebenso Ödeme an Chili- und Paprikapflanzen begünstigen. Besonders zu viel Stickstoff kann für schnelleres Wachstum sorgen. Das Gewebe bildet sich dann aber nicht so fest aus wie normal. So können sich Ödeme leichter bilden.
Was man zusätzlich beachten sollte:
Bereits betroffene Blätter behalten die Ödeme. Eine Verbesserung sieht man nur an den Neuaustrieben der Pflanzen, wenn diese frei von Ödemen sind. Bei Jungpflanzen tritt oft eine Verbesserung auf, wenn sie nach der Eingewöhnung an das Sonnenlicht endgültig raus ins Freie gestellt werden.
Bei Ödemen sollte man nicht davon ausgehen, "Ich behandle alle Pflanzen gleich, aber nur die eine hat Ödeme, deshalb passt alles wohl".
Chili- und Paprikapflanzen sind unterschiedlich anfällig für Ödeme, sogar innerhalb einer Sorte. Es kann durchaus sein, dass man zu viel gießt und keine einzige Pflanze Ödeme bekommt. Es kann auch sein, dass nur einzelne Pflanzen einer Sorte Ödeme bekommen und alle anderen nicht. Ödeme an Chili- und Paprikapflanzen sind ein Zeichen, dass etwas bei den Anbaubedingungen nicht passt. Wenn keine Ödeme auftreten heißt das im Umkehrschluss nicht unbedingt, dass die Bedingungen gut sind.
Bild: Ödeme an Chiliblättern
Es kommen mehrere Ursachen dafür in Frage, warum sich kleine Knubbel auf den Blattunterseiten bilden. Daher sollte man zuerst feststellen, ob die "Knubbel" leicht abgehen oder nicht. Dazu reibt man sanft mit den Fingern über die Blattunterseiten. So lässt sich unterscheiden, ob es sich um Salzkristalle oder um Pflanzenödeme handelt.
Bildung von Salzkristallen:
Gehen die "Knubbel" durch leichtes Reiben mit dem Finger ab, ist es in aller Regel eine Erscheinung, die durch zu viel Dünger auftritt. Die Pflanze scheidet bei zu hoher Düngung überschüssige Nährsalze über die Blätter aus. Es bilden sich dadurch kleine Salzkristalle. In diesem Fall sollte man die Düngung zurückfahren. Eine Erde mit zu hohem Salzgehalt kann ebenfalls die Ursache sein. Dies ist oft der Fall, wenn Salzkristalle entstehen, obwohl noch nicht gedüngt wurde. Durchspülen der Erde mit Wasser oder in eine andere Erde umtopfen kann Abhilfe schaffen.
Ödeme:
Gehen die "Knubbel" durch leichtes Reiben nicht ab, handelt es sich um Ödeme. Pflanzenödeme sind eine Art "Krampfader von Pflanzen" und haben mit einem gestörten Wasserhaushalt der Pflanze zu tun. Sie sind eine physiologische Störung, die zu blasenartigen Wucherungen, Zellvergrößerung und -teilung führt. Ödeme werden bei Chilipflanzen nicht durch Schädlinge oder Krankheitserreger verursacht. Folgende Faktoren begünstigen die Bildung von Ödemen an Chilipflanzen:
- künstliche Beleuchtung mit viel Rotanteil in einer gleichzeitig UV-armen Umgebung
- Anzucht in einem Gewächshaus mit UV-blockierenden Scheiben oder Folien
- zu hohe Wassergaben
- zu hohe Luftfeuchtigkeit
- zu stark schwankende Wasserversorgung
- zu viel Dünger
Zur Frage der Schädigung der Pflanzen ist zu sagen: Eine Überdüngung kann die Pflanzen immer schädigen, muss aber nicht. Ödeme selbst sind nicht besonders schädlich für Chili- und Paprikapflanzen, ihre Ursachen eventuell schon. Bei starker Bildung von Ödemen können die Pflanzen jedoch im Wachstum zurückbleiben.
Was kann man gegen Ödeme tun?
Bei Ödemen an Chili- und Paprikapflanzen sollte man in erster Linie sein Gießverhalten und falls eine Pflanzenbeleuchtung verwendet wird, diese überprüfen.
Stehen die Pflanzen unter UV‑armen Bedingungen, z. B. unter einer LED‑Beleuchtung oder im Gewächshaus hinter UV‑blockierenden Scheiben oderUV‑blockierenden Gewächshausfolien, kann dies Studien zufolge zu Ödemen führen. UV-B-Strahlung kann die Bildung von Ödemen reduzieren oder ganz verhindern. Ebenfalls hemmend gegen Ödeme wirkt bei LED-Beleuchtung wenn im Licht ausreichend grüne, blaue und infrarote Lichtanteile enthalten sind.
Gießt man oft mit zu viel Wasser, sollte man zukünftig weniger gießen. Zuschlagsstoffe wie Perlite in der Erde helfen dabei, den Wasserhaushalt im Substrat besser zu regulieren.
Gießt man jedes Mal mit viel Wasser und wartet danach bis die Töpfe ausgetrocknet sind, kann das die Bildung von Ödemen ebenfalls begünstigen. Bei Trockenheit wird das Pflanzengewebe schlaff. Nach dem Gießen erhöht sich der Druck im Gewebe wieder. Der dauernde Wechsel zwischen trocken, schlaff und feucht mit ansteigendem Druck beansprucht das Pflanzengewebe zusätzlich. Daher sollte man besser auf eine gleichmäßigere Wasserversorgung umstellen und öfters, aber dafür mit kleineren Mengen gießen.
Liegt es an zu hoher Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Chili- und Paprikapflanzen, sollte man versuchen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, zum Beispiel durch bessere Lüftung.
Stehen die Pflanzen zu eng oder in einem Raum ohne Luftbewegung, bildet sich eine stehende Feuchtigkeitsschicht um die Blätter, was die Verdunstung behindert. Dies kann Ödeme begünstigen und durch eine bessere Belüftung und genügend Abstand zwischen den Pflanzen verhindert werden.
Eine starke Düngung kann ebenso Ödeme an Chili- und Paprikapflanzen begünstigen. Besonders zu viel Stickstoff kann für schnelleres Wachstum sorgen. Das Gewebe bildet sich dann aber nicht so fest aus wie normal. So können sich Ödeme leichter bilden.
Was man zusätzlich beachten sollte:
Bereits betroffene Blätter behalten die Ödeme. Eine Verbesserung sieht man nur an den Neuaustrieben der Pflanzen, wenn diese frei von Ödemen sind. Bei Jungpflanzen tritt oft eine Verbesserung auf, wenn sie nach der Eingewöhnung an das Sonnenlicht endgültig raus ins Freie gestellt werden.
Bei Ödemen sollte man nicht davon ausgehen, "Ich behandle alle Pflanzen gleich, aber nur die eine hat Ödeme, deshalb passt alles wohl".
Chili- und Paprikapflanzen sind unterschiedlich anfällig für Ödeme, sogar innerhalb einer Sorte. Es kann durchaus sein, dass man zu viel gießt und keine einzige Pflanze Ödeme bekommt. Es kann auch sein, dass nur einzelne Pflanzen einer Sorte Ödeme bekommen und alle anderen nicht. Ödeme an Chili- und Paprikapflanzen sind ein Zeichen, dass etwas bei den Anbaubedingungen nicht passt. Wenn keine Ödeme auftreten heißt das im Umkehrschluss nicht unbedingt, dass die Bedingungen gut sind.
Bild: Ödeme an Chiliblättern
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