Überwintern von Chilipflanzen

Überwintern von Chilipflanzen

Eine Überwinterung kann sich bei Chilipflanzen der Arten Capsicum chinense oder Capsicum pubescens lohnen. Diese Capsicum-Arten tragen in der zweiten Saison häufig besser als in der ersten Saison. Man möchte aber manchmal auch einfach seine Lieblingspflanzen aus der Saison mit in die nächste Saison nehmen. Welche Möglichkeit zum Überwintern am günstigsten sind, hängt von den Bedingungen ab, die man den Pflanzen zur Verfügung stellen kann. Prinzipiell gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen drei hier beschrieben werden.

Möglichkeit 1: Überwintern an einem hellen und kühlen Standort
Möglichkeit 2: Überwintern an einem warmen Standort
Möglichkeit 3: Kaltüberwintern

Bei allen drei Möglichkeiten der Überwinterung sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen vor dem Überwintern gesund und möglichst schädlingsfrei sind. Die Erde muss frei von Engerlingen sein, damit diese nicht über den Winter die Wurzeln wegfressen.

Möglichkeit 1:
Am einfachsten funktioniert das Überwintern von Chilipflanzen an einem hellen und kühlen Standort, wie z.B. im unbeheizten Treppenhaus eines Wohnhauses. Die Pflanzen wachsen bei kühlen Temperaturen nur wenig oder gar nicht weiter. Schädlinge vermehren sich langsamer als an einem warmen Standort. Damit die Pflanzen weniger Platz benötigen, kann man sie vor dem Überwintern zurückschneiden, den Wurzelballen etwas einkürzen und sie in einen kleineren Topf umtopfen. Die Pflanzen sollten sicherheitshalber mit einem milden Pflanzenschutzmittel behandelt werden, damit sie schädlingsfrei sind.

Bei kühlen Temperaturen brauchen Chilipflanzen nur wenig Wasser. Stehen sie längere Zeit zu nass, werden die Wurzeln geschädigt. Wichtig ist daher, dass die Pflanzen nur wenig gegossen werden aber nicht austrocknen.

Möglichkeit 2:
Beim Überwintern an einem warmen Standort besteht immer die Gefahr, dass man sich unbemerkt Schädlinge mit ins Haus nimmt und diese sich drinnen schnell ausbreiten und weitere Zimmerpflanzen oder die Anzucht für die nächste Saison befallen. Wenn die Pflanzen vor dem Überwintern zurückgeschnitten werden, haben sie weniger Blätter und bieten damit Schädlingen auch weniger Angriffsflächen. Die Pflanzen sollten sicherheitshalber mit einem milden Pflanzenschutzmittel behandelt werden.

Licht und Temperatur müssen zusammenpassen. Dabei gilt grundsätzlich, je wärmer es ist, desto mehr Licht brauchen die Pflanzen. Stehen die Pflanzen zum Überwintern drinnen an einem warmen Standort, sollte genug Licht zur Verfügung stehen. Notfalls muss man die Pflanzen zusätzlich mit einer Pflanzenlampe beleuchten oder alternativ die Temperatur senken.

Möglichkeit 3:
Bei der Kaltüberwinterung werden die Pflanzen stark zurückgeschnitten und alle Blätter entfernt. Evtl. wird noch der Wurzelballen gekürzt und in einen kleineren Topf umgetopft. Die Pflanzen werden bei sehr kühlen Temperaturen zwischen etwa 6 und 12°C überwintert. Bei diesen Temperaturen wachsen die Pflanzen praktisch nicht mehr. Wichtig ist auch hier, dass die Pflanzen nur sehr sparsam gegossen werden aber nicht völlig austrocknen. Schädlinge sind bei dieser Überwinterungsmethode selten ein Problem. Da die Temperaturen niedrig sind, ist aber teilweise mit Ausfällen zu rechnen, besonders wenn die Wurzeln gleichzeitig zu feucht gehalten werden.
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mph
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Danke für diese übersichtliche und kurze Anleitung. Sehr hilfreich für Anfänger wie mich.
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