Hansdampf!

Fairerweise muß man dazu sagen, daß Wahlversprechen nie gehalten werden können, wenn regierende Parteien koalieren müssen. Sowas geht nun mal nur bei absoluter Mehrheit. Und auch wenn ich nie aus Überzeugung wähle, sondern immer das für mich kleinste Übel, muss ich das den Parteien zugestehen. Die müssen nun mal Kompromisse aushandeln.
Damit hast Du sicher Recht.

Aber: im Falle von Biden hat er 3x Punkt, Punkt, Punkt gesagt. Und er musste das nicht zulassen, sondern er ist der Ölindustrie entgegen seinem "hochheiligen Versprechen" zu Kreuze gekrochen.

Im Falle der Grünen in Bezug auf Saudi Arabien war das einer der "Kernwerte" der Partei, daß man Waffenexporte an Diktatoren unterbinden wollte. Sagte man damals mit Vehemenz. Das ist m.E. schon etwas anderes, als wenn man vor der Wahl z.B. für 15 € Mindestlohn plädiert und nachher werden es aus "Koalitionsgründen" nur 12 €, beispielsweise. Wenn man vor einer Wahl sagt: dies und jenes geht mit uns NIEMALS, weil es gegen unsere tiefste eigene Überzeugung steht, dann kann man das nicht einfach nachher stillschweigend schlucken.

Es ist ja auch so, daß man in Bezug auf die Waffenexporte an die Saudis wohl durchaus eine Mehrheit der Deutschen hinter sich gehabt hätte. Daß man z.B. die Kröte mit den AKW bis jetzt (April) schlucken musste, war wiederum klar und für die meisten Grünwähler vermutlich eine verzeihbare Sünde. Wenn man jetzt aber der FDP noch mal zu einem weiteren Jahr zustimmen würde, wäre das eben nicht mehr so. So sehe ich das jedenfalls.

In Bezug auf die SPD sehe ich die Hartz-Gesetze (so wie viele ehemalige Genossen) das als deren Sündenfall. Das war viel mehr als ein Zugeständnis an einen Koalitionspartner. Damit hat man die Grundwerte einer "Arbeiterpartei" verraten. Wie auch zu jener Zeit in vielerlei anderer Hinsicht die Arbeiter nicht mehr durch die SPD vertreten wurden.

Für die CDU/CSU war wohl Merkels Position zu den Flüchtlingen und Atomkraft schwierig. Auch wenn ich das selbst ganz anders sehe. Aber aus der Sicht einer wirtschaftsnahen, stark konservativen Partei waren das wohl schwer zu verdauende Brocken.

Nur mal so als Beispiele.
Und könnte man dann eben den Mißbrauch nicht eindämmen, indem man Cannabis eben nicht legalisiert?
Genau das ist - denke ich - fast 100 Jahre lang eindeutig widerlegt worden. Nicht nur in Bezug auf Alkohol/Prohibition. Sondern in Bezug auf Cannabisverbot eben auch. Funktioniert hat das Verbot doch keineswegs. Es hat nur Karrieren zerstört und Leute völlig unnötig kriminalisiert. Stattdessen haben die Verbote eine enorme Kriminalität gezüchtet - Namen wie Sinaloa-Kartell sind dafür bezeichnend. So wie auch die Mafia einen großen Teil ihrer Macht und ihrer Finanzen aus Alkohol- und Drogenverboten ableiten konnten.

Wenn man die Staaten ansieht, die wirklich legalisiert haben, so ergab sich kein langfristig gesteigerter Missbrauch. Es gab zwar durchaus vorübergehende leichte Steigerungen im Gebrauch von THC. Aber: einerseits sind Umfragen dazu während einer Verbotsphase sicher nicht so zuverlässig als während Zeiten, wo man sich mit einer Antwort nicht selbst belastet. Andererseits würde ich nicht von Missbrauch sprechen, wenn jemand mal gelegentlich am Wochenende "konsumiert". Genauso wie er kein Alkoholiker ist, wenn er mal hin und wieder im Biergarten sitzt.

Auch empfinde ich es als mehr als ungerecht, wenn Pharmafirmen mit nachweislich süchtig machenden Präparaten samt der verschreibenden Ärzte nie ernsthaft belangt werden, ein kleiner Kiffer aber schon recht deutlich - wenn er aus Holland ein Pfund Gras einschmuggelt. Wohin das führt zeigt die Opioidkrise in den USA sehr deutlich. Nur daß dort inzwischen offen darüber gesprochen wird, hier ist das alles viel verdeckter. Mir sind aber selbst viele Leute bekannt, deren Ärzte ihnen wg. jedem Mist harte Psychopharmaka verschreiben und das tlw. seit Jahren. Darüber redet nur niemand. Denn der Kriminelle in Weiß ist keiner, der jugendliche Kiffer schon.
 
Funktioniert hat das Verbot doch keineswegs.
Also ich wüsste nicht, wo ich was her bekäme, wenn ich wollte. So gesehen hat das Verbot ja schon Wirkung, denn in meinem Fall steigert es auch nicht mein Interesse an Cannabis und damit hat das Verbot schon irgendwie einen prophylaktischen Nutzen. ;)
Gibt es eigentlich Studien, die eine Aussage treffen, wie viele Menschen vor Mißbrauch gerettet werden könnten, weil sie keinen Zugang zum „Markt“ haben und gar nicht auf die Idee kommen, C. zu konsumieren?

Auch überlege ich, ob die Diskussion um die Legalisierung nicht grundsätzlich schon die Gefahr birgt, Cannabis interessant zu machen für Leute, für die es bisher noch gar nicht interessant war. Ich meine, mit einer Legalisierung stuft man das ja auf gewisse Weise als „harmlos“ ein und genau wie Alkohol und Nikotin ist es das ja nicht zu 100%.
Denkt Ihr, eine umfassende Aufklärungskampagne wie z.B. bei Zigaretten würde vor schwerem Mißbrauch schützen? Ich weiß es einfach nicht besser. Obwohl ich selber auch mal Zigaretten geraucht hab, ist es aber für mich bis heute schwer zu sagen, wie hoch der Anteil der Kampagne an meiner Motivation war, mit dem Rauchen aufzuhören.
 
Die Frage ist was versteht man unter schweren Mißbrauch bei Cannabis. Ich weiß nicht ob das möglich ist. Alle 5 Minuten ein Joint drehen 24/7? Glaub der Instinkt sagt dann schon hör auf. Das macht keiner.
 
Also ich wüsste nicht, wo ich was her bekäme, wenn ich wollte. So gesehen hat das Verbot ja schon Wirkung, denn in meinem Fall steigert es auch nicht mein Interesse an Cannabis und damit hat das Verbot schon irgendwie einen prophylaktischen Nutzen. ;)
Gut. Aber Du bist ja offensichtlich auch nicht der typische "Suchtl". Wenn es Dir viel bedeuten würde, würdest Du wohl schon was bekommen, oder nicht? Außerdem - wir sind ja alle inzwischen ein bisserl alt für einen Einstieg. Ich würde das eher mit gutem Champagner, teurem Rotwein oder edlem Whiskey vergleichen. Das kauft auch nicht jeder, gibt es zwar leichter als C aber eben nicht in jedem Supermarkt. Und wenn man es mal genießt, dann schon wg. des Preises in Maßen. Das ist aber dann weit jenseits von Missbrauch.
Gibt es eigentlich Studien, die eine Aussage treffen, wie viele Menschen vor Mißbrauch gerettet werden könnten, weil sie keinen Zugang zum „Markt“ haben und gar nicht auf die Idee kommen, C. zu konsumieren?
Erstens: Gebrauch und Missbrauch sind unterschiedliche Dinge. Zweitens: Die Studie müsste dann aber auch umfassen, wie viele Menschen durch den Kontakt mit illegalen Quellen wirklich leicht in einen Missbrauch rutschen. Und damit meine ich nicht C. Sondern harte Drogen, Designerdrogen, illegal vermarktete Tabletten usw. Die ja bei einer staatlich kontrollierten Abgabe wohl in vielen Fällen nicht mit dem Schwarzmarkt und diesen Substanzen in Berührung kämen. Dazu kommt noch, daß man in z.B. "legalisierten" Ländern meist auch die Konzentration von THC reguliert. Soll heißen, daß in den letzten Jahren durch allerlei Tricks der THC-Gehalt der Hanfblüten enorm gesteigert wurde. Auf dem Schwarzmarkt. Das ist dann analog zu Alkohol, daß man überall 80% Strohrum statt Bier verkauft. Dies wird z.B. in legalisierten US-Staaten verboten.

Studien gibt es reichlich. Aus den "legalisierten" Ländern und US-Bundesstaaten. Nur muss man da höllisch aufpassen, daß man nicht einer gekauften Studie aufsitzt. Sowohl pro als auch contra gibt es nämlich davon reichlich. Also immer erst das Renommee und die Unabhängigkeit des Erstellers prüfen, bevor man seine Zeit verschwendet.
Auch überlege ich, ob die Diskussion um die Legalisierung nicht grundsätzlich schon die Gefahr birgt, Cannabis interessant zu machen für Leute, für die es bisher noch gar nicht interessant war.
Das sehe ich kaum. Denn genau dieses Publikum ist ja nicht anfällig, normalerweise. Ich glaube, wenn man jüngere Leute unter 30 fragt, hatte so gut wie jeder heutzutage die Möglichkeit, C zu probieren. Ein Teil hatte nie Interesse daran. Ein viel größerer Teil hatte mal probiert und schlechte Erfahrungen - z.B. weil C einen bereits bestehenden alkoholischen Rausch unangenehm verstärkt hat. Oder weil es nicht gewirkt hat, wenig interessant empfunden wurde usw. Und ein Drittel konsumiert hin und wieder, so wie guten Whiskey, Champagner usw. Einzig die Problematischen bleiben über. Das sind aber auch diejenigen, die sich sowieso gerne dauernd "wegbeamen" würden. Und da möchte ich behaupten, daß C eine bessere Alternative als harter Alkohol oder harte Drogen sind. Und ja, ein nicht unerheblicher Teil von denen wird eh auf "hart" umsteigen. Was aber nie zu vermeiden sein wird. Hat aber mit weichen Drogen eigentlich nichts zu tun, außer eben, daß der Kontakt zu Dealern bei bestehender Kriminalisierung erleichtert wird.
Denkt Ihr, eine umfassende Aufklärungskampagne wie z.B. bei Zigaretten würde vor schwerem Mißbrauch schützen?
Aufgeklärt sind wir - über Alkohol, Nikotin, Tabletten und eben auch Marijuana. Trotzdem missbraucht ein erheblicher Teil der Bevölkerung eines dieser Genussmittel. Im Unterschied zu C machen die anderen 3 körperlich ganz schnell abhängig. C schafft lediglich eine psychische Abhängigkeit bei manchen Usern. Ich kenne viele Leute, die vor vielen Jahren viel gekifft haben und das nicht mehr tun. Ich kenne aber kaum Alkohol- oder Tablettenabhängige, die da gut rausgekommen sind. Mein eigener Kampf mit Nikotin war auch gewaltig.
 
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Der Suchtteufel ist ein Arschloch hat mein Psychologe heute gesagt. In unserem Alter (ich bin 55) kann man aber damit umgehen sagt er.
Das stimmt. das Geheimnis ist mirco dosing. In München haben jetzt bereits Polizisten nachgefragt, ob sie Mitglied im CSC werden können.
Das wird irgendwann alles total normal werden. Man sieht nix davon und riecht es höchstens.
 
Mein Internetanbieter (Deutsche Glasfaser) hat mich zum wiederholten Mal "aufs Trockene gesetzt"! Ausfall ab Montagmittag bis heute Morgen! Zwischendurch war sogar angekündigt, dass die Störung erst Freitag behoben sein wird! Dann haben sie aber – wohl wegen der vielen Beschwerden – Gas gegeben!

Ausfälle nicht nur von wenigen Stunden, sondern in der Regel von 1-2 Tagen sind in der Vergangenheit schon sehr oft vorgekommen und jetzt reißt auch mir endgültig der Geduldsfaden!

Vor etwa 5 Jahren haben wir uns breitschlagen lassen und wie fast alle hier im Dorf und Umgebung auf Glasfaser umgestellt. Das läuft ja auch hervorragend, wenn es denn läuft!
Wegen der zahlreichen Störungen hat aber inzwischen etwa die Hälfte der Leute den Vertrag gekündigt und ist zu den alten Anbietern, die hier zwar nur DSL anbieten, zurückgekehrt! Ich bin auch bald dabei, überlege nur noch, ob ich zur Telekom oder 1&1 wechseln werde.
 
+1 für Telekom. Ist zwar meist etwas teurer, aber insbesondere bei Kündigung, Reparatur, Service etc. doch etwas besser. Sozusagen der Einäugige unter den Blinden.

Wenn man richtig Ärger haben will - Vodafone. Die sind so unglaublich schlecht und bedienen sich absolut ganovenhafter Methoden, daß es einfach heftig ist. Hatte mit denen über ein halbes Jahr Ärger, ging bis zu Drohungen usw. Am Ende habe ich deren Inkasso aufgefordert, endlich einen Mahnbescheid rauszuschicken. Und Ihnen im anderen Fall eine negative Feststellungsklage angedroht. Dann haben sie endlich gekniffen. Wenn man die googlet, haben die zig Gerichtsurteile gegen sich laufen. Die haben sogar einer Katze und Verstorbenen Verträge verkauft.

Mit 1&1 gibt/gab es auch regelmässig Probleme. Diese treten immer dann auf, wenn man entweder kündigen will, etwas bemängelt oder z.B. der Anbieter einfach von sich aus etwas (i.d.R. zu Ungunsten/Kosten des Kunden) ändert. So lange man brav zahlt ... kein Problem.

Sicher gibt es das auch bei der Telekom. Hatte ich auch schon. Der große Unterschied zu den anderen ist aber m.E., daß eine einzige Beschwerde meist reicht. Und daß man jemanden tatsächlich erreicht im Falle einer Beschwerde. Bei Vodafone, O2 und Konsorten wird das so erschwert, daß man über offizielle Wege kaum jemals zu einem echten Menschen durchdringen kann und wenn, dann sagen die: "Wir helfen Ihnen, alles in Butter". Und man wartet und wartet und es wird weiter abgebucht. Ich könnte dazu eine halbe Std. lang referieren ... traurig, daß so was in D so lange und so nachhaltig möglich ist.
 
Mein Internetanbieter (Deutsche Glasfaser) hat mich zum wiederholten Mal "aufs Trockene gesetzt"! Ausfall ab Montagmittag bis heute Morgen! Zwischendurch war sogar angekündigt, dass die Störung erst Freitag behoben sein wird! Dann haben sie aber – wohl wegen der vielen Beschwerden – Gas gegeben!

Ausfälle nicht nur von wenigen Stunden, sondern in der Regel von 1-2 Tagen sind in der Vergangenheit schon sehr oft vorgekommen und jetzt reißt auch mir endgültig der Geduldsfaden!

Vor etwa 5 Jahren haben wir uns breitschlagen lassen und wie fast alle hier im Dorf und Umgebung auf Glasfaser umgestellt. Das läuft ja auch hervorragend, wenn es denn läuft!
Wegen der zahlreichen Störungen hat aber inzwischen etwa die Hälfte der Leute den Vertrag gekündigt und ist zu den alten Anbietern, die hier zwar nur DSL anbieten, zurückgekehrt! Ich bin auch bald dabei, überlege nur noch, ob ich zur Telekom oder 1&1 wechseln werde.
Wir Warten seit fast 2 Jahren darauf dass beinuns endlich mal die Leitungen gelegt werden.
in der kompletten Region bei uns haben sie vor 2 Jahren die Werbetrommel gerührt und fast alle haben Verträge bei der Deutschen Glasfaser unterschrieben.
Bis jetzt ist noch kein Strich gesehen.
Bei denen wo sie wenigstens schon mal die Leitungen in die Strasse gelegt haben und die Anschlüsse bis zum Haus gesetzt haben, dort warten die Leute auch immernoch darauf das sie endlich mal ans Netz angeschlossen werden.
Das ganze läuft wie gesagt seit fast 2 Jahren.

Wenn ich dann höre das es in anderen Regionen nur Probleme gibt, dann überlege ich jetzt schon den Vertrag für nichtig zu erklären.

Gruß
Markus 🤘🏻
 
Das mit den Telekommunikations- und Internetunternehmen scheint ein weltweites Problem zu sein. Ich habe schon öfters mit meinem Freund in Minnesota darüber geredet - auch dort ist sehr viel Bescheisserei dieser Unternehmen gang und gäbe. Ich weiß nicht, woran es genau liegt - aber es könnte die Macht sein, die diese Konzerne heute über unser Leben ausüben. Ein kleiner Familienbetrieb wäre längst geschlossen worden bei der Menge an Gaunereien und Gesetzesverstössen, die vielen dieser Konzerne sogar schon gerichtlich nachgewiesen wurden. Und ein kleiner Restaurantbesitzer oder Taxiunternehmer wäre längst im Knast oder zumindest arm bei so nachhaltiger Betrügerei.

Ist halt wie mit unserer Autoindustrie.

Als ich diesen Bericht vor 1-2 Tagen im ZDF gesehen habe, fand ich die übermilde Strafe für den Audi-Stadler dagegen fast noch normal: https://www.zdf.de/politik/frontal/diesel-abgasskandal-schadensersatz-dieselaffaere-100.html

Wenn das ganze Staatswesen mit Ministerien und Ämtern zugunsten betrügerischer Konzerne arbeitet - quer durch alle Parteien durch - dann kriegt man einen Monsterhals. Und was mich dabei am meisten ärgert: man liefert den Rechtsaussen gewaltig Material. Und das ist wirklich das Allerletzte, was man sich wünschen kann.
 
Danke für eure Hinweise @Pepe , @HatchChileFestival ! Es wird wohl auf die Telekom hinauslaufen!

Das ganze läuft wie gesagt seit fast 2 Jahren.

Wenn ich dann höre das es in anderen Regionen nur Probleme gibt, dann überlege ich jetzt schon den Vertrag für nichtig zu erklären.
Ich kann dazu halt nur meine Erfahrungen beitragen, entscheiden müsst ihr selber!
Wenn das Netz funktioniert, ist es gegenüber DSL natürlich unschlagbar! Aber ob das unbedingt erforderlich ist??
 
Zuerst wollte mein Dell Notebook nicht mehr starten, obwohl der Akku geladen ist. Also Netzteil eingesteckt. Er lies sich einschalten. Beim Aufklappen gab es ein leises Knackgeräusch. Dabei habe ich mir erst nichts gedacht, da es das gelegentlich beim Aufklappen schon mal gab. Dann merke ich, da ist doch etwas abgebrochen und das ganze Display steht total schief. Der Klappmechanismus hat auf einer Seite blockiert. Dadurch hat sich beim Aufklappen das Displaygehäuse verzogen und ist unten rechts teilweise abgebrochen. Daher gab es das Knackgeräusch. Einen erhöhten Widerstand beim Aufklappen habe ich aber nicht bemerkt. Jetzt kann ich das Ding weder richtig zuklappen noch richtig aufklappen. Da in der defekten Ecke ausgerechnet der Sensor sitzt, der ein auf- oder zugeklapptes Display detektiert, ist es wahrscheinlich ab jetzt ein Glücksspiel, ob es angeht oder nicht. Selbstverständlich sind sowohl die Werksgarantie als auch die gesetzliche Gewährleistung abgelaufen. Im Prinzip kann ich mich nun zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden:

SSD ausbauen, Daten sichern und Notebook wegwerfen
oder
Notebook einschicken, wochenlang warten und für hunderte Euro ein neues Display und verschiedene weitere Teile einbauen lassen.

Wahrscheinlich landet es im Elektroschrott.
 
Ich habe ca. 3 solche Notebooks rumliegen. Nach einiger Zeit passiert das immer mit dem modernen Plastikgelumpe. Du kannst aber das Notebook doch über Tasten jedesmal starten bzw. aus dem "Sleep" holen, oder? So habe ich mir immer beholfen. Bis dann das Display komplett abgebrochen ist oder die Verbindungskabel zum Display kaputt waren ....
 
Ich hatte vor ein paar Monaten genau das Gleiche. Der Rechner war i.O. nur das Display war defekt.
Die Reparatur wäre teurer gewesen, als ein vergleichbares Gerät neu gekostet hätte.

Das Ganze ist schon eine Frechheit!
 
Ich kann Notebooks reparieren. Schon 2x gemacht auch für jemanden. Aber Teile müssen halt verfügbar sein auf Ebay mal schaun und Kleinanzeigen etc. Das ist echt kein Hexenwerk. Teilweise gibt es auch Videos auf Youtube wie man den zerlegt. Dazu mal eintippen "Model vom Nb + disassembly" Feinmechanikwerkzeug dazu gibts an jeder Ecke.
 
Prinzipiell ist das Gehäuse des Displays nun Schrott. Das Display selbst ist eingeklebt. Leider ist das Gehäuse beim Aufklappen für das Foto noch mehr kaputtgegangen. Mit jedem Auf- und Zuklappen wird es schlimmer. Der eigentliche Klappmechanismus bewegt sich nämlich garnicht mehr mit. Einschicken zu Dell brauche ich es quasi auch nicht mehr. Es hat ein Touchdisplay, das die dann komplett mit allem drum und dran tauschen würden und das teuerste Teil des Notebooks ist. Das kostet fast so viel wie ein neues Notebook. Ich entnehme die SSD, schließe die an einen anderen Rechner mit einem USB-Adapter an und kopiere die Daten runter. Die meisten Daten habe ich aber sowieso in verschiedenen Datensicherungen.

IMG_4428.jpeg
 
Ja, das kenne ich. Wie gesagt, ich habe mindestens 3 Stück davon. Das Scharnier ist bei denen allen so gebaut, daß es kaputtgehen muss. "Planned obsolescense", wie man hierzulande (USA) sagt. Wenn das Teil noch anspringt (tut es doch noch?), dann einfach die Daten direkt überspielen. Ich baue meistens die alte Festplatte gar nicht aus, ist auch mit diversen Gefahren verbunden, weil alles so eng in den modernen Teilen ist.
 
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