Hansdampf!

So, die Leitung ist neu gelegt, aber die Herdanschlussdose ist noch nicht neu gesetzt. Die neue ist noch nicht da. Die tausche ich aus, da die alte Herdanschlussdose mehr als 40 Jahre alt ist und der Deckel eingerissen ist. Das macht aber nichts, da ich noch einen neuen Herdschrank bekomme, der ebenfalls erst in den nächsten Tagen geliefert wird.
 
Und was war es nun? Ist die Leitung tatsächlich in der Wand drinnen geschmort? (Passiert ja eigentlich selten, ausser bei extremer Überlast)
 
Es lässt sich nicht mehr feststellen warum das passiert ist. Weil es zu viel Arbeit ist, die alte Leitung zu entfernen, ist sie jetzt tot gelegt. Das heißt, ich sehe auch nicht wo sie genau defekt ist, da sie noch in der Wand liegt. Falsch angeschlossen oder nur einphasig, zweiphasig war sie vorher nicht.

Das Einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass sie bereits beim Verlegen einen Schaden bekommen hat und mit der Zeit verschmort ist. Früher gab es leider die Unsitte, dass manche Elektriker die Leitungen mit Hakennägeln befestigt haben. Das sieht man ja nicht mehr wenn die Wand zu ist und ist günstiger als Nagelschellen. Das habe ich hier im Haus auch schon vorgefunden. Mit solchen Nägeln kann man aber sehr leicht die Leitung zu viel quetschen. Und an solchen Stellen brennt die Leitung nach Jahren irgendwann durch. Durch die Quetschung passt der Querschnitt nicht mehr, wodurch sich bei Belastung Hitze bildet. Oder die Isolierung wird dünner, dass sie irgendwann durchschlägt. Dazu kommt noch, dass damals für eine dreiphasige Leitung mit 16A Absicherung 1,5mm² verwendet werden durfte. Heute nimmt man 2,5mm². Auf Unterschiede bei Verlegearten achtet man heute auch detaillierter als früher, da diese Einfluss auf die Wärmebleitung hat und damit auch auf den erforderlichen Querschnitt.

Die Wohnung wurde etwas mehr als 20 Jahre nicht mehr als Wohnraum genutzt, seitdem ich damals umgezogen bin. Bis vor kurzem wurde nur ein Zimmer als Gästezimmer genutzt und als mein Vater noch lebte der Küchenbereich als „Partykeller“. Was damals darin gemacht wurde weiß ich nicht.
 
Der neue Herd ist angeschlossen und eingebaut. Es funktioniert auch alles.

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Gestern war ich auch wieder ein paar Stunden beschäftigt. Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass der Lastabwurf von zwei Durchlauferhitzern nicht mehr richtig funktioniert. Damals wurde ein Lastabwurfrelais verwendet, das den Nennstrom von zwei 21kW Durchlauferhitzern verkraftet hat. Das hat früher mit den alten Durchlauferhitzern auch funktioniert, da die immer volle Kanne geheizt haben und deshalb der Auslösestrom sicher überschritten wurde.

Vor ein paar Jahren hat meine Mutter die Durchlauferhitzer tauschen lassen. Die neuen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer regeln herunter wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist. Der Strom liegt dann nur noch ungefähr im Bereich des Auslösestroms. Hinzu kommt noch, dass eine solche Regelung die Sinuskurve von Strom und Spannung etwas verformt. Dadurch schaltet das Lastabwurfrelais erst und „flattert“ danach. Aufgefallen ist es mir im Homeoffice, denn dort am Tisch hört man es wenn im Verteilerkasten etwas schaltet.

Ob es einen Lastabwurf gibt und ob der mit anderen Durchlauferhitzern noch funktioniert, wurde von den jeweiligen ausführenden Firmen nicht kontrolliert, bzw. beachtet. Es ist jetzt mehrere Jahre so gewesen und eher Zufall, dass deshalb noch nicht die Sicherungen des Hausanschlusses durchgebrannt sind.

Jetzt musste ich zwei neue Lastabwurfrelais verbauen. Platz war aber in der Reihe nur für eins. Um Platz zu sparen, wollte ich die beiden Neozed-Sicherungsblöcke durch 32A Schutzschalter ersetzen. Leider musste ich dann feststellen, dass die N- und PE-Schiene oben so nahe sitzen, dass das gar nicht geht. Daher musste ich anderweitig in der Reihe Platz machen und andere Sachen versetzen und die Neozd-Sicherungsblöcke lassen.

Alternative wäre noch gewesen, die beiden Schienen gegen modernere, kompakte Blöcke zu ersetzen. Es ist aber blöd, wenn man keine da hat und schon mit den anderen Arbeiten angefangen hat.

Jetzt funktioniert der Lastabwurf jedenfalls wieder. Dafür ist eben wieder ein neuer alter Fusch aufgetaucht.
 
Es war auch wieder ein Zufall, dass ich heute den nächsten Fusch entdeckt habe. Es geht um einen alten Herd mit Umluftbackofen, der im Kellerraum steht. Benutzt wurde er früher gelegentlich zum Trocknen von Tees und Kräutern. Ich habe mir jahrelang nicht angeschaut wie der Herd angeschlossen ist. Man geht ja auch davon aus, dass der (verstorbene) Vater es als Elektriker ordentlich gemacht hat.

Was ich nicht verstehe ist, dass der Herd zusammen mit einer großen Kühltruhe in einer Zweifachsteckdose eingesteckt war. Weiterhin verstehe ich nicht, dass eine Leitung mit Schukostecker mit einem zu kleinen Querschnitt verwendet wurde.

Wenn man ein solches Gerät einphasig anschließt reicht eine Schukosteckdose an einer 16A Sicherung nicht aus. Wenn man nur den Backofen anmacht oder nur eine einzelne Herdplatte benutzt, geht das. Wenn man zwei Funktionen oder Platten gleichzeitig benutzt, kann der zulässige Strom schon deutlich überschritten sein. Heimtückisch ist dabei, dass der Strom zwar zu hoch ist aber noch nicht so hoch, dass die Sicherung schnell auslöst. Das kann auch mal 10 oder 20 Minuten dauern.

Die Leitung hat in diesem Fall auch noch einen zu kleinen Querschnitt, um eine längere Belastung mit 16A auszuhalten ohne warm zu werden. Der Außenmantel ist zwar mechanisch beschädigt, die Leitung ist aber definitiv schon mal zu warm geworden.

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Da der Herd sowieso nicht mehr gebraucht wird und sehr alt ist, kommt er weg. Ausgesteckt ist er jetzt selbstverständlich auch.
 
Eigentlich wollte ich ja nur schauen, ob die Backbleche des Ofens in einen der beiden anderen Backöfen passen…
 
Heute war nicht mein Tag. Bei meiner Mutter machte einer der Lüfter vom Nachtspeicherofen im Wohnzimmer dauernd Geräusche. Meine Mutter meinte, das macht der schon ewig. Ich mache den Ofen auf. Da war so viel Dreck drin, da konnte sich der Lüfter kaum drehen. Er lies sich auch von Hand kaum drehen. Zuerst habe ich rumdoktern müssen, um überhaupt die Lüftereinheit raus zu bekommen. Dann ist mir aufgefallen, dass mein Schmieröl leer ist. Also erst zum Baumarkt. Dann den Lüfter geschmiert. Der Lüfter immer noch schwergängig. Also die Leitungen vom Lüftermotor ab und Lüfter ausgebaut.

Dann habe ich bemerkt, dass am Lüftermotor alles mögliche porös ist und etwas abgebrochen ist. Glücklicherweise hatte mein 2008 verstorbener Vater noch zwei Lüftereinheiten in den Keller gelegt. Allerdings mit einem kürzeren Lüfter. Also den Lüftermotor von einer Lüftereinheit zur anderen gewechselt, wieder alles zusammengebaut und angeschlossen. Überprüft, zugeschaltet, läuft. Allerdings 6 Stunden damit verbracht.
 
Laut meiner Mutter war der Nachtspeicherofen seit 1979 nie wieder aufgeschraubt. Bei beiden älteren Nachtspeicheröfen in meiner Wohnung im Elternhaus hatte ich vor kurzem erst den Lüfterschacht offen und mit Pinsel und Industriestaubsauger gereinigt. Darin sammelt sich immer Staub und Dreck. Es schadet nicht, alle paar Jahre mal den Lüfterschacht zu öffnen, zu reinigen oder reinigen zu lassen.
 
Ich wusste gar nicht, dass es noch Nachtspeicheröfen gibt. Sind diese die einzige Heizquelle im Haus?
 
Sind diese die einzige Heizquelle im Haus?
Ja, zusammen mit elektrischer Fußbodenheizung in ein paar Räumen. Meine Mutter bekommt aber eine Betriebsrente vom RWE. Da ist ein Stromkontingent mit drin. Ansonsten wäre das viel zu teuer. Wenn man mit Strom heizt, dann am besten mit einer Wärmepumpe. Daher wird das irgendwann umgestellt. Glücklicherweise sind die Geräte nicht mit Asbest belastet, was bei alten Nachtspeicheröfen öfters der Fall ist.
 
Nachdem hier im letzten Jahr eine Heizungsbaufirma kläglich versagte, habe ich mal selbst eine neue Umwälzpumpe eingebaut & auch die Opferanode im Heizungskessel selbst gewechselt.
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Verbaut war eine Wilo- Pumpe. Mal sehen, ob ich die alte Pumpe noch repariert bekomme, indem ich den Anlauf/Betriebskondensator wechsel.

Im letzen Jahr war an der Heizung die Gasarmatur defekt, der Ofen hatte schlechte Werte, die der Schornsteinfeger natürlich bemängelte.
Also eine Heizungsbaufirma beauftragt.
Die neue bestellte Gasarmatur hatte aber nun 3 Anschlüsse, also 2 x Leiter & 1 x Null.
Nach einem Telefonat mit dem Hersteller, wurde dem Monteur gesagt (das Gespräch konnte ich mithören), das beide Leiter am Magnetventil zusammengeführt werden müssen. Das wurde auch gemacht. Nach dem Einschalten der Anlage flog die Gerätesicherung.
Mir wurde mitgeteilt, dass diese Gasarmatur nicht für den Heizungskessel passt und das Originalteile nicht mehr verfügbar sind.
Der Chef kam vorbei und machte ein Angebot für eine neue Heizungsanlage....

Das Alles hat mir keine Ruhe gelassen. Zum Glück war noch ein Schaltplan der Anlage vorhanden & diesen bin ich ohne sonderliche Kenntnisse in der Elektrik durchgegangen, ist ja fast wie Straßenkarten lesen.:)
Dabei habe ich festgestellt, dass der erste Monteur (die haben ja laufen gewechselt), an der Steuerung zwei Steckkontakte falsch gesteckt hat. Es wurde hier Phase auf Null gesteckt. Also die beiden Kabel getauscht und die Anlage lief wieder.
Firma angerufen und denen mitgeteilt, das die Heizung läuft & das jemand vorbeikommen möchte um die Abgaswerte zu messen.
Warum läuft die Anlage und wer hat die repariert?
Eine neue Anlage sollte ca. 15.000€ kosten.
Bei der Rechnung ist man uns dann aber auch entgegengekommen...
 
Super, Kurzschluss gebaut und dann neue Heizung angeboten anstatt den Fehler zu finden. 15000 Euro? Dann haben die Preise gegenüber von vor wenigen Jahren aber ganz schön aufgeschlagen. Dafür hat man etwa zwei bekommen.

Achso, auch wenn der Begriff „Null“ immer noch kursiert, dieser Leiter heißt Neutralleiter.
 
Super, Kurzschluss gebaut und dann neue Heizung angeboten anstatt den Fehler zu finden. 15000 Euro? Dann haben die Preise gegenüber von vor wenigen Jahren aber ganz schön aufgeschlagen. Dafür hat man etwa zwei bekommen.

Achso, auch wenn der Begriff „Null“ immer noch kursiert, dieser Leiter heißt Neutralleiter.
OK - Neutralleiter.
Der Monteur sagte schon beim Einbau, wir sind Heizungsbauer und keine Elektriker.

Das Angebot bezog sich auf eine Heizung mit Brennwerttechnik+ Warmwasserspeicher+Abgassystem ( aktueller Querschnitt zu groß) & Einbaukosten.
Derzeit ist eine witterungsgeführte Anlage verbaut. Die Abgaswerte sind sehr gut, also..
Wenn, dann würden wir zukünftig wohl auch auf Wärmepumpe in Kombi mit Solar umsteigen.
 
Momentan würde ich erst abwarten und die alte Heiztechnik behalten, vorausgesetzt sie funktioniert noch einwandfrei.

Man weiß ja momentan nicht wie sich die Energiekosten entwickeln. Der Gaspreis wird voraussichtlich immer weiter steigen. Beim Strompreis weiß man es auch nicht wohin die Reise geht.

Einerseits senken die Erneuerbaren die Preise, andererseits treiben sie sie aber auch nach oben. Die Speichermöglichkeiten fallen nicht vom Himmel und müssen noch gebaut werden. Der notwendige Netzausbau treibt die Preise. Die Kraftwerke, die bei Dunkelflaute einspringen sollen, kosten ebenfalls Geld, auch wenn sie nicht laufen. Wenn sie einspringen müssen, erzeugen sie Energie mit künstlich durch CO2-Abgaben aufgeblähten Preisen, mit erheblichen Folgen für die Preise an der Strombörse.

Wärmepumpen sind energetisch am besten. Solange man das Kostenrisiko durch die Strompreise nicht einigermaßen einschätzen kann, würde ich damit noch warten, außer die alte Heizung muss wirklich jetzt schon getauscht werden.
 
So ein richtiger Hansdampf ist das nicht - eher halb und halb :-)

Ich bin ja seit einem halben Jahr der (irrigen) Meinung gewesen, daß ich ab einem bestimmten Grad an Schärfe einige Std. später kräftig Schmerzen im Darm bekomme.

Nun ist bei einer Routineuntersuchung rausgekommen, daß ich einen satten Gallenstein habe. Da ich Koliken zwar aus meiner medizinischen Ausbildung gut als Beschreibung, aber nicht am eigenen Leib kannte, kam ich nicht drauf. Vor allem auch deswegen, daß ich recht oft sehr scharf esse und das halt zufällig gepasst hat.

Heute morgen hatte ich wieder üble Koliken. Und kein bisserl scharf gegessen gestern. Tja, die OP ist wohl fällig.

Gut daran ist aber, daß ich weiter scharf essen darf!
 
So ein richtiger Hansdampf ist das nicht - eher halb und halb :-)

Ich bin ja seit einem halben Jahr der (irrigen) Meinung gewesen, daß ich ab einem bestimmten Grad an Schärfe einige Std. später kräftig Schmerzen im Darm bekomme.

Nun ist bei einer Routineuntersuchung rausgekommen, daß ich einen satten Gallenstein habe. Da ich Koliken zwar aus meiner medizinischen Ausbildung gut als Beschreibung, aber nicht am eigenen Leib kannte, kam ich nicht drauf. Vor allem auch deswegen, daß ich recht oft sehr scharf esse und das halt zufällig gepasst hat.

Heute morgen hatte ich wieder üble Koliken. Und kein bisserl scharf gegessen gestern. Tja, die OP ist wohl fällig.

Gut daran ist aber, daß ich weiter scharf essen darf!
Gute Besserung Werner

Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Gallen-OP hatte ich Ende 2016. Ist ein kleiner Routine-Eingriff mittlerweile, also mach Dir keine Sorgen ;)
Was ich aber seitdem nicht mehr kann: über einen gewissen Punkt drüber weg essen. Wenn ich pappsatt bin, kann ich nicht weiter essen, denn sonst wird mir wirklich richtig übel. Kein Wunder, der Gallen-Speicher ist ja nicht mehr existent. Der Körper muß halt mit dem klar kommen, was die Leber so kontinuierlich produziert. Also frei nach dem Motto: „Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt“ funktioniert möglicherweise nicht mehr nach der Gallen-OP. Find ich jetzt aber auch nicht schlimm. Ich bin ja trotzdem immer satt geworden. Selbst jetzt, wo ich wieder viel Krafttraining mache und gefühlt 20% mehr Nahrung brauche 😂
 
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