Testbericht Hupsi Habanero Leberkäse

HatchChileFestival

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Tja, erst mal muss ich zugeben, daß mich @Spicy darauf hingewiesen hat. Ich selber hätte den nicht entdeckt, aber hier in der Nachbarschaft ist der Metzger (den ich nicht übermässig schätze), der den herstellt.

Hupsi - Habanero Leberkäse
Bild habe ich keines gemacht, deshalb der Link oben.

Positiv: ist tatsächlich so ziemlich das Schärfste, was ich kommerziell in D bislang an Fertiggerichten bekommen habe. Würde mal Schärfe 5 sagen, zu scharf für Normalos, gerade richtig für unsereins. Sehr schön ist der intensive Chinensen-Geruch, der einem vor allem beim gebackenen Leberkas entgegenströmt. Gespart haben sie nicht mit roten Habbi-Stückchen. Die Zubereitung geht relativ schnell, aufgrund der geringen Portionsgröße.

Negativ: Das Brät fand ich jetzt eher nicht so prickelnd, wobei es natürlich von der Schärfe und den Habbis übertönt wird. Der Preis ist auch etwas hoch.

Kaufen werde ich ihn wohl nicht mehr, aber wer noch nie eine Habbi gegessen hat oder mal intensiven Chinense-Geschmack bzw. Geruch kennenlernen will - für den ist es sehr gut. 1x probieren kann man ihn durchaus.

Der schärfste Leberkas der Welt ... naja, die kennen meinen nicht, den ich hin und wieder "verbrochen" habe :-)
 
Der schärfste Leberkas der Welt ... naja, die kennen meinen nicht, den ich hin und wieder "verbrochen" habe :-)
Da fällt mir sofort der Rocoto-Leberkäse vom Markus @mph ein, von dem ich seinerzeit mindestens einmal bei einem der Chilitreffen in Oberursel probieren durfte!:inlove:

Wenn ich mich recht erinnere, war sogar das Brät selbst gemacht!?
 
Ja, das Brät habe ich selbst gemacht. Es gibt eine Variante mit Putenfleisch und eine mit Schweinefleisch. @HatchChileFestival kennt meinen Fleischkäse auch, denn ich hatte einen mit nach München zum Chilitreffen genommen.
 
Leberkäs wird er eher in Süddeutschland genannt. Bei uns eher Fleischkäse.
Also, ich meine
der Unterschied liegt im Leberanteil, klassischer Leberkäse enthält Leber, während Leberkäse ohne Leber hergestellt wird. In Bayern ist Leberkäse trotzdem oft leberfrei und ist sozusagen das Gleiche wie Fleischkäse.
Beides besteht aus fein gekuttertem Brät (Schwei oder Rind), welches in einer Form gebacken wird.
Zudem enthält Leberkäse eigentlich schon gesetzlich Leber (In Stuttgart mind. 5 %)
im Norden sagt man schon eher Fleischkäse.
Bayrischer Leberkäse enthält zwar keine Leber, sollte aber an sich milder und feiner sein.
Zu Deutsch, jeder macht im Prinzip was er will und nennt es wie er will :whistling:
Was meint ihr dazu?
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Es gibt Erklärungen für den Namen, dass er sich von "Laib" ableitet und nicht von "Leber". Ich kuttere mein Brät selbst. Bei der Variante mit Schweinefleisch nehme ich überwiegend Bauchfleisch, weil ein gewisser Fettanteil enthalten sein muss. Bei der Variante mit Putenfleisch nehme ich Oberkeule. Da diese aber meistens nicht genug Fett enthält, setze ich noch Sonnenblumenöl zu. Rapsöl oder Olivenöl ist wegen des Eigengeschmacks nicht sinnvoll. Leber ist bei mir natürlich nicht drin.
 
Ja, das Brät habe ich selbst gemacht. Es gibt eine Variante mit Putenfleisch und eine mit Schweinefleisch. @HatchChileFestival kennt meinen Fleischkäse auch, denn ich hatte einen mit nach München zum Chilitreffen genommen.
Ja, Deinen Fleischkäse kenne ich. Der war SEHR gut. Im Vergleich zum Hupsi: Brät VIEL besser. Schärfe deutlich geringer. Geschmacklich 1a. Wobei natürlich der Chinensengeschmack gefehlt hat - aber das war ja auch ein Rocoto-Käse. Den einzigen richtigen Vorteil vom Hupsi möchte ich den doch sehr deutlichen Chinensengeschmack nennen. Der gefiel mir sehr gut. Ansonsten war der Markus-Leberkäse in allen Bereichen überlegen.

Fairerweise werden ich noch mal einen "unscharfen" Leberkäse vom Hupsi probieren um das Brät besser beurteilen zu können. Wollte ich eigentlich nicht, aber ich bin ja begeisterter Tester :-)
 
Ah ja - schaut mal auf diese Seite . https://hupsi-leberkas.de/collections/leberkas-online-kaufen Da sind doch ein paar gute Ideen für künftige Leberkäse-Eigenkreationen für Euch drin. Mich persönlich würden der Bergbauern-, der Almhütten-, KäsKäs-, Röstzwiebel-, Altbayrischer Bier-, Chili KäsKäs-, Paprika-, Münchner-, Trüffel-, Chili-, Grüner Pfeffer-, König Wiggerl-, Röstzwiebel KäsKäs- anmachen. Der Wagyu- auch, aber der ist einerseits unverschämt teuer und andererseits denke ich, daß Wagyu als Leberkäse nicht wirklich rausschmeckt ... Zum Brät probieren und beurteilen eignet sich aber eigentlich m.E. nur der banale Leberkäse ... mal sehen.

Mal abgesehen vom Hupsi und Chilis. Mein absoluter Lieblingsleberkäse (warm auf der Semmel) war Altbayrischer Leberkäse. Den hatte mal ein Metzger in Oberschleißheim, den es leider seit Jahren nicht mehr gibt. So ähnlich wie Stuttgarter, den es hier aber eigentlich ausschließlich als Aufschnitt und kalt gibt.
 
Mit Chinense-Geschmack habe ich den Fleischkäse auch schon gemacht. Das war für ein Chilitreffen in der Eifel und ist schon länger her. Verwendet habe ich damals aber keine Habaneros sondern Trinidad Hornet. Die Schärfe hätte mehr sein können, aber mit mehr Chili wäre wahrscheinlich das typische Chinense-Aroma zu dominant geworden.
 
Im Sinne der Wissenschaft habe ich heute auch 2 unscharfe Varianten beim Metzger eingesackt. Werde die aber erst in einigen Tagen verkosten. Die hatten aber nur einige Sorten - den ganz banalen Leberkäse nicht. Genommen habe ich "Käs-Käs Hupsi, der Warme Krusten-Leberkas" und "High Protein Hupsi - Der Warme Krusten Leberkas Rein Rind". Nuja, danach sollte ich das Brät besser beurteilen können.
 
Alles im Dienst der Wissenschaft, dieser Metzger Franz vermarktet sich nach meinem Eindruck sehr gut.
Das stimmt. Ist eine gute Idee. Allerdings weiß ich nicht, wie sich das wirklich verkauft. Denn teuer ist der Leberkas schon.
Ich wäre nie darauf aufmerksam geworden, wenn Werner (@HatchChileFestival ) den Thread nicht erstellt hätte..
Die Ehre gebührt allerdings @Spicy . Der hat mich privat drauf aufmerksam gemacht. Ich war schon lange nicht mehr beim Franz, obwohl der um die Ecke ist. Einerseits muss man da am Automaten zahlen, was schon etwas befremdlich für einen alten Sack wie mich ist. Und früher hat er mir das "Kraut ausgeschüttet", weil er von einem exzellenten Metzger übernommen hat. Und dann diverse Sachen nur noch unteres Supermarktniveau hatten - vorher hatte den gleichen Laden ein Metzger "Hirschvogel", der richtige Metzgerqualität hatte.

Jetzt habe ich den Käs-Käs Hupsi probiert. Nuja, der Käse zerlief nicht und war noch fest in Brocken drin. Das Brät ist nicht schlecht, aber auch nicht zum "heimschreiben". Ich hatte jedenfalls schon besseres, sogar vom "Penny". Morgen probier ich noch den Rind Leberkas.
 
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