Sammlung Schädlinge, Nützlinge, Schadbilder

Jedes Jahr find ich diese Engerlinge in meinen Töpfen bei den Überwinterungspflanzen wenn Ich diese umtopfe.

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Mildes-Dornfingers
Sodele,

heute habe ich beim "Blütenzupfen" (die wo schan am abfallen sind und wo sich Beeren bilden), einen Seitentreib zur Seite gezogen und beinahe in das Ruhegespinnst eines Mildes-Dornfingers gefasst, die Art ist eine Verwandte des Ammendornfingers, kommt durch die menschliche Haut und beißt natürlich zu, wenn man direkt, noch dazu ins Ruhegespinnst greift. Die Tiere sind keine Netzbauer und streifen vor allem nachts umher.
In meinem Falle hat sie 2 Blätter der Manganji Togarashi Red zusammen gezogen, nachdem sie raus ist, ist sie wieder da rein.

Ein willkommener Nützling, da ich auch schon überwinternte Blattwanzen gesehen habe, ich bin mir sicher das auch Trauermücken zur Beute gehören.

Die Art ist über Südeuropa und Nordafrika zu uns eingewandert und kommt immer weiter nördlich vor.

Wichtige Merkmale und Unterschiede:
  • Verwandtschaft: Beide gehören zur Gattung Cheiracanthium.
  • Hausdornfinger (C. mildei): Gelbliche Färbung, keine grünen Anteile, längere Vorderbeine, lebt häufiger in menschlichen Siedlungen.
  • Ammen-Dornfinger (C. punctorium): Grüne Grundfärbung, rot-bräunliche Zeichnung, bewohnt trockenes Grasland.
  • Verhalten: Wie der Ammen-Dornfinger sind auch Hausdornfinger nachtaktiv und bauen Ruhegespinste.
  • Biss: Die Kieferklauen sind bei beiden Arten kräftig genug, um die menschliche Haut zu durchdringen, was jedoch meist nur bei direkter Bedrohung geschieht.
Biss Folgen:
  • Symptome: Lokale Schmerzen, Schwellungen, Rötungen. In seltenen Fällen können milde systemische Reaktionen wie Übelkeit oder Schwindel auftreten.
  • Wirkung: Das Gift enthält Neurotoxine.
  • Gefährlichkeit: Die Symptome klingen meist nach 24 bis 30 Stunden vollständig ab. Der Biss ist zwar unangenehm, aber keine akute Gefahr.
  • Vorbeugung:
    Ruhegespinste (röhrenförmige Gespinste im Haus oder Garten) nicht berühren.


  • Allergische Reaktionen: Selten, wenn ja, umgehend Arzt aufsuchen!
    Viele Grüße
    Gerd 🤠

Cheiracanthium mildei, a, 11.02.2026, 15.11 Uhr.jpg Cheiracanthium mildei, b, 11.02.2026, 15.13 Uhr.jpg Cheiracanthium mildei, c, 11.02.2026, 15.17 Uhr.jpg
 
Hier im Haus gibt es derzeit mehrere Exemplare von Zoropsis spinimana, auch als 'Nosferatu-Spinne' bekannt. Ich bin mal gespannt, wann hier die ersten Mittelmeer-Skorpione auftauchen, in Südbaden und der Schweiz sind schon welche vorhanden.

Viele Grüße
Michael
 
Hier im Haus gibt es derzeit mehrere Exemplare von Zoropsis spinimana, auch als 'Nosferatu-Spinne' bekannt. Ich bin mal gespannt, wann hier die ersten Mittelmeer-Skorpione auftauchen, in Südbaden und der Schweiz sind schon welche vorhanden.

Viele Grüße
Michael
Die Nosfertau ist auch hin und wieder hier,

schlimmer sind Schwarze Witwe oder Braune Einsiedlerspinne, wenn die auftauchen ist Schluss mit lustig,
die Arten wandern meist mit Kisten ein oder Paletten, Schiffen u. a., sterben aber schnell ab und etablieren sich bislang nicht.
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
schlimmer sind Schwarze Witwe oder Braune Einsiedlerspinne
Ja, das stimmt, da muß man sehr achtgeben.
Die Mittelmeer-Skorpione dagegen sind recht harmlos, der Stich ist mit einem Wespenstich vergleichbar. Allgemein kann man die Giftigkeit von Skorpionen an der Größe der Scheren grob abschätzen: Je kleiner und filigraner im Vergleich zum Rest des Körpers, desto giftiger das Tier.

Viele Grüße
Michael
 
heute habe ich beim "Blütenzupfen" (die wo schan am abfallen sind und wo sich Beeren bilden), einen Seitentreib zur Seite gezogen und beinahe in das Ruhegespinnst eines Mildes-Dornfingers gefasst, die Art ist eine Verwandte des Ammendornfingers, kommt durch die menschliche Haut und beißt natürlich zu, wenn man direkt, noch dazu ins Ruhegespinnst greift.
Entweder diese oder verwandte Spinnen habe ich heute gesehen, als ich zwei Pflanzschalen aus dem Schuppen geholt habe. Die hingen tot in den Ruhegespinnsten in den Schalen.
 
Entweder diese oder verwandte Spinnen habe ich heute gesehen, als ich zwei Pflanzschalen aus dem Schuppen geholt habe. Die hingen tot in den Ruhegespinnsten in den Schalen.
Gut möglich,
dann geistern auch die Lebenden rum, und "tot" sind die oft nicht, was man sieht ist meistens die Haut, die häuten sich!
Dazu machen sie eben haupstächlich solche Gespinnste!

Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Sodele,
jetzt mal was ganz niedliches,
bei uns hoppeln seit Jahren Feldhasen durch den Hof kein Gras, alles Beton-Pflastersteine, Ausnahme die Blumenkübel und Haustrauf-Beete.
Ich habe verstanden warum, wärmt sich unter den Autos den Hintern. Nun sind es aber immer öfters 2 gewesen.
Mal bei uns, mal beim Nachbarn wo mehr grün ist und nein, wir wohnen nicht am Feldrand, sondern immer noch im Stadtbereich, der zum Heidelberger Zentrum gehört, also komplett umbaut!
Feldhasen sind im Prinzip auch Garten-"Schädlinge", vor allem Salatköpfe, Kräuter, sogar Blumen werden abgefressen.
Heute schlägst dann 13, den goldigsten "Schädling" ever, wer kann dem nur böse sein 🥰
Einfach die Sasse der Alten ins Blumenbeet beim Nachbarn gescharrt und ein Hasenbaby abgesetzt. Der versuchte sich heute unsichtbar zu machen in der Kies-Haustraufe.
Bislang sind diese Tiere nur zum fressen durch die Gärten, für die Hasen-Welpen sind sie auf die Grünstreifen entlang der endlosen Bahngleise.
Nun "wohnen" sie komplett bei uns :)
Viele Grüße
Gerd 🤠

Feldhase, c, 20.02.2026, 11.32 Uhr.jpg Feldhase, d, 20.02.2026, 11.48 Uhr.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Niedlich. Hoffentlich fressen sie Dir im Sommer nicht alles zusammen ...
Nö, dazu müsste der auf das Balkon kommen,
aber die Idee, Kübel in den Hof zu stellen hatte ich schon, auch in einem Beet wo nix wächst eigentlich was reinzusetzen.
Hat sich wohl erledigt die Idee ;)
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier im Haus gibt es derzeit mehrere Exemplare von Zoropsis spinimana, auch als 'Nosferatu-Spinne' bekannt. Ich bin mal gespannt, wann hier die ersten Mittelmeer-Skorpione auftauchen, in Südbaden und der Schweiz sind schon welche vorhanden.

Viele Grüße
Michael
Die olle Nosfetatu ist hier in der Zentralschweiz inzwischen überall. Sie vermehren sich sehr schnell, da sie an der Spitze der Nahrungskette stehen.
Was mir auffällt in den letzten Jahren: wo viele Nosfetatus sind, hat es wenig bis keine Kreuzspinnen und auch sonst deutlichst weniger Gartennützlinge und Insekten.

IMG_20260221_212646005.jpg Reduktion des Schadens bzw der Masse an weissen Fliegen. Alle Überwinterer haben einen kräftigen Rückschnitt erhalten. Blätter werden nun täglich kontrolliert und einzeln abgerieben um Larven und Eier zu entfernen. Gelbe Karten halfen nicht wirklich; die Plage war schon weiter vorangeschritten als gedacht... Hoffentlich verzeihen mir die Pflanzen den radikalen Schnitt
 
Die olle Nosfetatu ist hier in der Zentralschweiz inzwischen überall. Sie vermehren sich sehr schnell, da sie an der Spitze der Nahrungskette stehen.
Was mir auffällt in den letzten Jahren: wo viele Nosfetatus sind, hat es wenig bis keine Kreuzspinnen und auch sonst deutlichst weniger Gartennützlinge und Insekten.
Ja, das ist leider so :-( Zoropsis spinimana frißt alles, was sie in die Klauen bekommen können und leider kann diese Art sehr groß und stark werden. Aber warte mal ab, bis auch bei Dir in Haus und Garten die Mittelmeerskorpione (Gattung Euscorpius) Einzug halten, dann geht die Anzahl der Nosferatu Spinnen wieder zurück ... :)

Frage zur Weißen Fliege: Magst du es doch mal mit der blauem Lampionblume (Nicandra physaloides) versuchen? Du kannst die ja eventuell in einem Topf so pflanzen, daß sie direkt neben den Chilis steht und die Kinder sie nicht erreichen können.
 
Die olle Nosfetatu ist hier in der Zentralschweiz inzwischen überall. Sie vermehren sich sehr schnell, da sie an der Spitze der Nahrungskette stehen.
Was mir auffällt in den letzten Jahren: wo viele Nosfetatus sind, hat es wenig bis keine Kreuzspinnen und auch sonst deutlichst weniger Gartennützlinge und Insekten.

Anhang anzeigen 81330 Reduktion des Schadens bzw der Masse an weissen Fliegen. Alle Überwinterer haben einen kräftigen Rückschnitt erhalten. Blätter werden nun täglich kontrolliert und einzeln abgerieben um Larven und Eier zu entfernen. Gelbe Karten halfen nicht wirklich; die Plage war schon weiter vorangeschritten als gedacht... Hoffentlich verzeihen mir die Pflanzen den radikalen Schnitt
Hi Nadine,
die Kräuseljagdspinne ist aber garantiert nicht die eigentliche Ursache für Nützlingsrückgang im Allgemeinen.
Bei uns uns ist es haupstächlich die Gnadenlose Flächenversiegelung und Nachverdichtung (Neue Häuser haben weder Vorgärten noch Gärten).

Was auch grundlegend FALSCH ist, dass die Insektenvielfalt abnimmt, eben nicht, sie nimmt ZU, was stimmt, dass die Biomasse als Ganzes abnimmt.
Es gibt heute aber wesentlich mehr Arten, dafür aber nur "Inselartig" und nicht mehr in Massen auftretend, was den Eindruck bildet, für ein "Artensterben".
Alleine in Deutschland hat eine Gruppe Spezialisten mehr als 7000!! Käferarten aufgespürt, unzählige davon neu eingewandert, viele, als Ausgestorben geglaubte wieder endeckt. Es gibt wirklich nur wenige Leute, die sie überhaupt bestimmen, geschweige den finden können, fast jedes Insekt benötigt bestimmte Wirtspflanzen, wenn die "unerwünscht" ist, fehlt auch das Insekt dazu. Ich kenne auf 160.000 Einwohner nur 2 Leute, die in der Lage sind Pflanzen den jeweiligen Isekten korrekt zuzuordnen 😎
Ein breites Thema welches sehr komplex ist. Gerade Neozoonen Arten wird alles mögliche unterstellt, (meist von Medien), ohne jeglichen wissenschaftlichen Beweis. Leute, die dann wirklich nachforschen beweisen oftmals genau das Gegenteil von dem was behauptet wurde.
Die Dünne Zitterspinne (bei uns 5 Unterarten, ebenfalls eingewandert) in den Ecken deines Wohnzimmers (die sind in jeder Wohnung!) überwältigt meistens sogar die Jagdspinne.
Bei uns haben sie erst vorgestern den Hausdornfinger gekillt. Auch haben wir seit langem keine Hauswinkelspinnen mehr. Die Jagdspinnen sind noch da, aber rückläufig im Moment.

Fallbeispiel Zaunrüben: Die Stadt hat alle Gärten (wo Häuser abgerissen wurden) bebaut und kompett versiegelt, die Zaunrüben sind verschwunden und damit
auch der Zaunrüben-Marienkäfer, die Zeitungen gallern dann "der Asiatische Marienkäfer rottet....bla..bla..bla...", wie gesagt, hochkomplex, wo selbst erfahrene Experten sich ständig irren.

Viel Erfolg bei deinen Überwinteren (weisse Fliegen sind bei uns gerne am Grünkohl ;))

Schönes Wochende
Gerd 🤠
 
Ja, das ist leider so :-( Zoropsis spinimana frißt alles, was sie in die Klauen bekommen können und leider kann diese Art sehr groß und stark werden. [...] dann geht die Anzahl der Nosferatu Spinnen wieder zurück ... :)
Ardarp ist das Mittel meiner Wahl gegen jegliche Spinnenart, die in mein Haus kommen will. Mein Mann ist Phobiker und seit sich eine Zoropsis in der Weste meines Kindes versteckte und wir es erst beim Anziehen merkten (Kleidungsstück flog sehr schnell zur Haustür raus), hat auch es keine Freude mehr an den Exemplaren, die kein Netz bauen. Unsere Gartenkreuzspinnen dagegen kriecht es überall hinterher 😂

Frage zur Weißen Fliege: Magst du es doch mal mit der blauem Lampionblume (Nicandra physaloides) versuchen? Du kannst die ja eventuell in einem Topf so pflanzen, daß sie direkt neben den Chilis steht und die Kinder sie nicht erreichen können.
Du kamst mir tatsächlich mit der Pflanze in den Sinn und ich werde mir später einen Ruck geben und dich per DN um Samen bitten 🌹 es wäre sehr schade, wenn wir die Überwinterer durch meine Sturheit verlieren würden; mein Kind traut sich nicht mal die kleinen Blätter der Superhots zu berühren, somit sollte es funktionieren.
Danke 🌹
 
Fallbeispiel Zaunrüben: Die Stadt hat alle Gärten (wo Häuser abgerissen wurden) bebaut und kompett versiegelt, die Zaunrüben sind verschwunden und damit
auch der Zaunrüben-Marienkäfer, die Zeitungen gallern dann "der Asiatische Marienkäfer rottet....bla..bla..bla...", wie gesagt, hochkomplex, wo selbst erfahrene Experten sich ständig irren.
Es gibt eine Art der Wildbienen (Andrena florea), die nur von den Blüten der Zaunrübe leben kann. Werden die Zaunrüben beseitigt - weil a) lästig und b) giftig - stirbt in der betreffenden Gegend diese Wildbienenart aus. Punkt.
 
Es gibt eine Art der Wildbienen (Andrena florea), die nur von den Blüten der Zaunrübe leben kann. Werden die Zaunrüben beseitigt - weil a) lästig und b) giftig - stirbt in der betreffenden Gegend diese Wildbienenart aus. Punkt.
So ist es,
man kann es noch einfacher runterbrechen, in einer echten Naturlandschaft (gibt es bein uns kaum noch) kann sich keine Art durchsetzen und überhand nehmen, auch Neozoone nicht. Wenn sich also etwas neues ausbreitet bei uns, hat man zuvor fast immer schon die Grundlagen der "Heimischen" Arten soweit verschlechtert, dass sich die Neuen ausbreiten können.

Mach das beste draus, die Asiaten und den Marienkäfern (sehr Zahlreich oft unter Brücken und unempflindlich) einfach sammeln und über die Chilis streuen, die sind sehr gefräßig :thumbsup:.
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Mein Mann ist Phobiker
Ich eigentlich auch, um das loszuwerden, zwinge ich mich dazu mit denen zu befassen, es hilft :thumbsup:
Mit Springspinnen anfangen, die sind klein, neugierig und gehen freiwillig auf die Hand.
Die Schwarze Hauswinkelspinne und die Fettspinne sind dabei die Schlimmsten.
Wenn die wüssten, dass das Lebewesen (etwa in der Größe eines ein Wolkenkratzers vor Ihnen im Vergleich) Angst hat wor denen 🥹
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Hi Nadine,
die Kräuseljagdspinne ist aber garantiert nicht die eigentliche Ursache für Nützlingsrückgang im Allgemeinen.
Bei uns uns ist es haupstächlich die Gnadenlose Flächenversiegelung und Nachverdichtung (Neue Häuser haben weder Vorgärten noch Gärten).

Was auch grundlegend FALSCH ist, dass die Insektenvielfalt abnimmt, eben nicht, sie nimmt ZU, was stimmt, dass die Biomasse als Ganzes abnimmt.
Es gibt heute aber wesentlich mehr Arten, dafür aber nur "Inselartig" und nicht mehr in Massen auftretend, was den Eindruck bildet, für ein "Artensterben".

Unsere Siedlung hier steht seit über 40 Jahren. Auch lebe ich am Stadtrand mit Nähe zu einem Fluss. Die Artenvielfalt an sich ist breit bzw breiter geworden, da es viele verschiedene Pflanzenarten in den Gärten hat.

Tatsächlich hatte ich mit einem führenden Biologen hier in der CH zur Zoropsis einen kurzen Austausch. Leider fehlen derzeit Forschungsgrundlagen für korrekte Aussagen, doch konnte er den grossen Hunger bzw ein breites Nahrungsspektrum der Nosferatus bestätigen.

Sie alleine ist grundsätzlich am Rückgang sicherlich nicht schuld. Aufgrund der Masse an den Tieren, die wir hier jedoch haben, kann ich den Gedanken daran leider nicht ganz abschütteln, dass zumindest die Erholung des heimischen Bestandes länger in der Regulierung dauert als es bisher der Fall war.


Liebe Grüsse :)
 
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