Unterschiedliches Schärfeempfinden

Nadine

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Ist jemand schon mal passiert, dass sich der Schärfegrad halbwegs erhält, jedoch die "Anschlagspunkte" der Rezeptoren im Mund/Rachen sich verändert hat bei verschiedenen Verarbeitungsvarianten?

Der Hintergrund der Frage:
Habe meine erste, frische Gorria letzten Sommer nach den Ferien frisch, fröhlich und unschuldig direkt verkostet und supito im gesamten Mund ein Brennen gehabt.
Jetzt habe ich zu Weihnachten drei getrocknete Gorrias in Öl eingelegt und es brennt verzögert "nur" im gesamten Rachenraum - etwa im gleichen Schärfegrad, ggf etwas weniger.
Anmerk. d. Red.: schlicht getrocknete Gorrias in Sonnenblumenöl eingelegt
 
Wie hast du denn die frischen Chilis verspeißt ? Als ganzes mit Kernen und der Plazenta, an der die Kerne hängen ? Und frisch heist mit Feuchte. Die Schärfe sitzt in der Plazenta und der direkte Kontakt im Mund lässt die Schärfe dort spüren, wo der Kontakt ist.

Getrocknete Chilis in Öl (lange genug eingelegt) geben die Schärfe als Öl ab - die Schärfe verteilt sich dann mehr. Jetzt die Frage, wie hast du das Öl verwendet ? Direkt einen Löffel in den Mund oder an anderes Essen ? Je nachdem ist das Geschmakserlebis ein anderes,

Von Weihnachten bis jetzt ist noch nicht sehr lange - ich würde empfehlen, dem ganzen 3 Monate (oder mehr) zu geben - und ich meine gutes Olivenöl sei leckerer dafür als Sonnenblumenöl.

Aber achte unbedingt drauf, dass die Chilis wirklich richtig trocken sind wenn du sie in Öl legst. In unserem Klima in Deutschland genügt eine Trocknung an der Luft meist nicht - Dörrautomat oder Backofen. Und beim Trocknen nicht die ganzen Beeren trocknen sondern halbieren, damit das Wasser auch rausgehen kann und nicht durch die Haut aufgehalten wird,
 
Wie hast du denn die frischen Chilis verspeißt ? Als ganzes mit Kernen und der Plazenta, an der die Kerne hängen ? Und frisch heist mit Feuchte
Primitiv und simpel: geerntet und ein Stück abgebissen. Also frisch, frisch mit Feuchte und sicherlich mit einem Teil Plazenta.
Mit dem Gedanken "so scharf sind die nicht geworden" eine ziemlich erkenntnisreiche Erfahrung.

Nachtrag: zu Pulver gemahlen oder optional fein gehackt zu Wildfleisch erlebt man das Aroma der Gorria viel besser

Jetzt die Frage, wie hast du das Öl verwendet ? Direkt einen Löffel in den Mund oder an anderes Essen ?
Mit dem Löffel in den Mund und das Öl auf der Zunge durchaus verteilt

ich würde empfehlen, dem ganzen 3 Monate (oder mehr) zu geben - und ich meine gutes Olivenöl sei leckerer dafür als Sonnenblumenöl.
Copy, Chef, wird nächstes Mal berücksichtigt 👍🏻

Aber achte unbedingt drauf, dass die Chilis wirklich richtig trocken sind wenn du sie in Öl legst. In unserem Klima in Deutschland genügt eine Trocknung an der Luft meist nicht
Ich habe tatsächlich das "Glück" , dass unser Eigenheim unglaublich trocken ist und wir im Winter eher zusätzlich befeuchten müssen.
Alle meine Früchte sind luftgetrocknet und knochentrocken; die ein oder andere ist so trocken, dass die Samen sich in der Schale von der Plazenta gelöst haben.
Zum Trocknen lege ich sie in einer offenen Schale auf meine Kaffeemaschine mit Tassenwärmer. So gibt es immer wieder einen Wärmeimpuls ohne zu viel Hitze. Gelagert werden die trockenen Früchte später ausschliesslich in einer Holzschale. Mit offenen Gläsern habe ich schlechte Erfahrungen gemacht - im wahrsten Sinne des Wortes: rund 100g mussten wegen Schimmel in die Tonne 🤦🏻

Ein Arbeitskollege hat mich darauf gebracht, besonders bei dickerem Fruchtfleisch, die Chilis am Stiel auf einem dünnen Metalldraht aufzuziehen und die Fruchthülle mit Schaschlikspiessen einzustechen. Er hat damit guten Erfolg beim Trocknen; ich habe es bisher noch nicht getestet, da derzeit keine dickwandigen Früchte verfügbar sind.
Ist jedoch auf der "nächstes Mal zwingend ausprobieren" -Liste, da mir zwei Cayenne von innen kaputt gingen. Fehler erkannt (keine zeitnahe Abgabe der Feuchtigkeit führte zum Zersetzungsprozess) und wird nächstes Mal nicht wiederholt ☝🏻
 
Du hast die Risiken gut beschrieben. Und lagern der Chilis sollten luftdicht sein (z-B. Marmeladengläser zu und im Keller) - wenn die offen sind ziehen die wieder Feuchtigkeit aus der Luft - auch wenn sie in einer Chilimühle sind..
Bei richtig dickfleischigen Chilis würde ich andere Verarbeitungen vorziehen - fermentieren, Salsa, Cowboy Candies, Sugo, Konfitüren - das lohnt sich eher. Ideen findest du viele hier im Forum.
 
Nachtrag: zu Pulver gemahlen oder optional fein gehackt zu Wildfleisch erlebt man das Aroma der Gorria viel besser
Dafür ist die Gorria auch gedacht. Nennt sich "Piment d'Espelette" und ist eine frz. Spezialität. Die man durch schonendes Trocknen auch selber gut herstellen kann. Mache ich seit Jahren. Einfach so verspeist sind Gorrias m.E. bestenfalls mittelmässig.
Ich habe tatsächlich das "Glück" , dass unser Eigenheim unglaublich trocken ist und wir im Winter eher zusätzlich befeuchten müssen.
Sorry, aber kein Heim in D ist - ausser vielleicht an ein paar ganz wenigen heißen Sommertagen - so trocken, daß es für die Gorria wirklich sicher reicht. Dazu brauchst Du relativ hohe Temperaturen (am besten ca. 23-35° max.) plus niedrige Luftfeuchte. Kauf Dir einen passablen Hygrometer - am besten mit Aufzeichungsmöglichkeit, wenn Du das öfter vorhast. Du solltest nie über 60% Luftfeuchte kommen, besser um die 50% oder tiefer bleiben. Viel zu wenig Luftfeuchte ist nicht gut für's Aroma, genauso wie zu hohe Temperaturen. Meine Erfahrung ist daß das beste Pulver auf dem Dörrex mit ca. 30° C entsteht bei langer Trocknung. Dann ist das Pulver nachher ein Gedicht. Schon bei 40-50° C ist es nicht mal halb so gut. Ausprobiert habe ich auch Lufttrocknung im Spätsommer bei hohen Temperaturen (über 27° C tagsüber) auf meinem verglasten Balkon. Nicht in der Sonne! Das hat 1x geklappt, 2 oder 3x sind mir die Gorrias trotz Aufschneiden in Viertel angeschimmelt. Also nicht empfehlenswert. Auch wenn man nicht auf jeder Gorria Schimmel sieht, kann man davon ausgehen, daß der Schimmelpilz trotzdem drin ist. Will man nicht.

Sonnen-trocknen ruiniert auch den Geschmack bei der Gorria, auch wenn das bei anderen Chilis gut geht (z.B. Thai Chilis). Aber Letztere haben auch nicht so ein feines Aroma. Ich würde nur offen trocknen, wenn eine Luftfeuchte von ca. 40-55% während des ganzen Trockenvorgangs bleibt. Über 60% Schimmel, unter 40% definitiv über längere Zeit Aromaverlust.
Alle meine Früchte sind luftgetrocknet und knochentrocken; die ein oder andere ist so trocken, dass die Samen sich in der Schale von der Plazenta gelöst haben.
"Knochentrocken" sind sie nur, wenn sie schon brechen. Und wenn sie bei steigender Luftfeuchte nicht wieder gummiartig oder gar matschig geworden sind.
Mit offenen Gläsern habe ich schlechte Erfahrungen gemacht - im wahrsten Sinne des Wortes: rund 100g mussten wegen Schimmel in die Tonne
Was wiederum darauf hindeutet, daß Deine Wohnung nicht so unglaublich trocken ist wie angenommen.
Ein Arbeitskollege hat mich darauf gebracht, besonders bei dickerem Fruchtfleisch, die Chilis am Stiel auf einem dünnen Metalldraht aufzuziehen und die Fruchthülle mit Schaschlikspiessen einzustechen. Er hat damit guten Erfolg beim Trocknen; ich habe es bisher noch nicht getestet, da derzeit keine dickwandigen Früchte verfügbar sind.
Würde ich in Südfrankreich oder Spanien machen, aber nicht in D. Wie gesagt, auch Schimmel, den man nicht sieht, ist weder appetitlich noch besonders gesund und auch nicht gut für den feinen Geschmack. Und auch wenn es hin und wieder ohne großen Befall klappt ... ich würde das bestenfalls bei durchgehend passenden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit machen. Etliche Stunden mit über 60% Luftfeuchte reichen schon für Schimmel. Been there, done that. (Ist mir passiert, als ich schon drauf und dran war, die m.E. fast knochentrockenen Chilis zu pulverisieren. Noch 2 Tage liegengelassen, Regenwetter draußen, Schimmel.

Wie gesagt - sichere Methode oben beschrieben. Oder Abstriche beim Aroma machen und bei höheren Temps im Backofen oder auf schlecht regulierbaren Trockengeräten auslegen. Alles andere ist Glückssache und geht oft schief.
 
Ach ja, was noch einen Versuch wert wäre: man könnte angetrocknete Gorrias in ein luftdichtes Behältnis mit Bovedas packen. Das erfordert aber Arbeit mit dauerndem Lüften ca. 3x täglich am Anfang usw. Bovedas gibt es auch mit 49% und 58%. Und man sollte unbedingt einen kleinen Hygrometer mit rein tun.

Ob das klappt? Keine Ahnung, es sollte aber mit großen Boveda-Packs und relativ wenigen angetrockneten Chilis funktionieren. Ist bloß eine Idee ... z.B. wenn man ein paar Tage vorgetrocknet hat und Regenwetter einsetzt, was den Erfolg zunichte machen könnte.

Ich ziehe jedoch meine Dörrex-Methode definitiv vor. Die ist sicher und bringt das gewünschte Ergebnis.
 
Dafür ist die Gorria auch gedacht. Nennt sich "Piment d'Espelette" und ist eine frz. Spezialität. Die man durch schonendes Trocknen auch selber gut herstellen kann. Mache ich seit Jahren. Einfach so verspeist sind Gorrias m.E. bestenfalls mittelmässig.
Wird auch nur noch Pulver. Der Aroma und Schärfe vom Pulver sind wirklich toll. Der Aufwand lohnt auf jeden Fall 👍🏻
Sorry, aber kein Heim in D ist - ausser vielleicht an ein paar ganz wenigen heißen Sommertagen - so trocken, daß es für die Gorria wirklich sicher reicht. Dazu brauchst Du relativ hohe Temperaturen (am besten ca. 23-35° max.) plus niedrige Luftfeuchte
Ich wohne nicht in De sondern in der CH.
Fussbodenheizung und Fensterrähmen, die das Atmen des Hauses zu lassen, sorgen bei uns für ein trockenes Raumklima.
Stecklinge ziehen ist ein Horror für mich im Winter, wenn ich keine Folie zur Erhaltung der Feuchtigkeit überstülpe

"Knochentrocken" sind sie nur, wenn sie schon brechen. Und wenn sie bei steigender Luftfeuchte nicht wieder gummiartig oder gar matschig geworden sind.
Richtig, genau so sind meine trockenen auch. Sie zerbröseln bei leichtem Druck.
Da sind wir gleicher Meinung

Was wiederum darauf hindeutet, daß Deine Wohnung nicht so unglaublich trocken ist wie angenommen.
Ja und nein

Erstmal klar vorab: das passierte im Herbst '25.
Ohne lange ins fachliche Detail zu gehen: unser Haus hat einen konstanten Cheminee-Efekt, ist atmungsaktiv und besitzt eine Fussbodenheizung. Gern bin ich per DM/PN bereit genauer dazu Aussagen und Erklärungen zu geben.

Ich vermute, dass zum Einen einige Früchte nicht richtig trocken waren und es dadurch zur Schimmelbildung kam und zum Anderen: das Corpus Delicti Glas ist eher hoch, somit kann Feuchtigkeit leicht am Boden "stehen bleiben", wenn von unten keine aufsteigende Wärme kommt. Bei der flachen Holzschale erübrigt sich dies, da das Holz die Feuchtigkeit aufnehmen kann und auch leichte Luftbewegungen zu einem Luftwechsel führt.
Gleichwohl sind es nicht nur Gorrias gewesen, die vernichtet wurden, auch Cayenne, die eher dickfleischig ist, und Lemon Drop hat es getroffen.

Ja, alles konstant ab und über 60% ist nicht gesund in Bezug auf Schimmelbildung.

Es ist ein Lernprozess ;) und der Lernprozess darf Fehler enthalten. Wichtig ist daraus zu lernen, die entsprechenden Erkenntnisse zu ziehen und die Fehler nicht wieder zu machen.
Übrigens auch ein Grund mich hier anzumelden. (Eigene) Fehler erkennen, sie zu benennen, im besten Fall die Fehler erklären zu können und auf jeden Fall sie nicht zu wiederholen mit dem Ziel eine tolle Session zu haben und eine schöne Ernte einfahren zu können
 
Wird auch nur noch Pulver. Der Aroma und Schärfe vom Pulver sind wirklich toll. Der Aufwand lohnt auf jeden Fall
Finde ich auch. Ist mein Lieblingspulver. Zwar nicht wirklich sehr scharf - was aber den Vorteil hat, daß ich es für meine Frau gut hernehmen kann und es da keine Beschwerden ("Brennschnabel") gibt. :-) Und vom Aroma her kenne ich jetzt kein vergleichbares Pulver. Leider kann ich keine so großen Mengen anbauen, wie ich sie bräuchte.
Ich wohne nicht in De sondern in der CH.
Das macht wohl keinen großen Unterschied (außer in der Lugano-Gegend).
Fussbodenheizung und Fensterrähmen, die das Atmen des Hauses zu lassen, sorgen bei uns für ein trockenes Raumklima.
OK, das ist natürlich evtl. was ganz Anderes. Damit kenne ich mich nur sehr beschränkt aus.
Erstmal klar vorab: das passierte im Herbst '25.
Ohne lange ins fachliche Detail zu gehen: unser Haus hat einen konstanten Cheminee-Efekt, ist atmungsaktiv und besitzt eine Fussbodenheizung. Gern bin ich per DM/PN bereit genauer dazu Aussagen und Erklärungen zu geben.
Gut, das brauchen wir dann nicht weiter erörtern. Wenn es bei Dir dank Fußbodenheizung besser klappt als in normalen Haushalten, wunderbar. Aber hier lesen ja noch 95% Normalwohnungsbesitzer mit, die möchte ich dann trotzdem warnen vor dem offenen Trocknen bei unserem Klima
Ich vermute, dass zum Einen einige Früchte nicht richtig trocken waren und es dadurch zur Schimmelbildung kam und zum Anderen: das Corpus Delicti Glas ist eher hoch, somit kann Feuchtigkeit leicht am Boden "stehen bleiben", wenn von unten keine aufsteigende Wärme kommt.
Wie auch immer. Ich liebe meinen alten Dörrex - der ist übrigens ein CH-Produkt (noch von Sigg), das ich liebe. Und m.E. gerade für diesen Zweck besser als so mancher hochmoderne Dörrapparat, der erst mit Minimaltemps von 40 oder gar 50° C anfängt. Leider sind die modernen Trockenautomaten eher für so Sachen wie Äpfel usw. gemacht, die auch höhere Temperaturen gut vertragen. Aber z.B. auch für kleine Pilze für mein Herbar (nicht zum Essen) ist das suboptimal.
auch Cayenne, die eher dickfleischig ist,
Cayenne ... dickfleischig?
Es ist ein Lernprozess ;) und der Lernprozess darf Fehler enthalten. Wichtig ist daraus zu lernen, die entsprechenden Erkenntnisse zu ziehen und die Fehler nicht wieder zu machen.
Du sagst es. Ich habe VIELE Fehler in der Vergangenheit gemacht. Und gerade aus eigenen Fehlern lernt man u.U. mehr als nur durch Lesen. Aber andererseits habe ich auch viele Fehler durch Lesen vermieden :-)
 
Ach ja, was noch einen Versuch wert wäre: man könnte angetrocknete Gorrias in ein luftdichtes Behältnis mit Bovedas packen. Das erfordert aber Arbeit mit dauerndem Lüften ca. 3x täglich am Anfang usw. Bovedas gibt es auch mit 49% und 58%. Und man sollte unbedingt einen kleinen Hygrometer mit rein tun.

Ob das klappt? Keine Ahnung, es sollte aber mit großen Boveda-Packs und relativ wenigen angetrockneten Chilis funktionieren. Ist bloß eine Idee ... z.B. wenn man ein paar Tage vorgetrocknet hat und Regenwetter einsetzt, was den Erfolg zunichte machen könnte.

Ich ziehe jedoch meine Dörrex-Methode definitiv vor. Die ist sicher und bringt das gewünschte Ergebnis.

Ich verstehe deinen Denkansatz. Der ist durchaus spannend und aufwendig, aber auch SEHR risikobehaftet.

Die relative Luftfeuchtigkeit sagt nichts über den effektiven Wassergehalt der Luft aus und kann einen grossen Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg machen. Zudem hat es immer Schimmelsporen in der Luft.
Mit verhältnismassig so hoher Luftfeuchtigkeit versuchen zu arbeiten, ist fast wie mit Streichhölzern auf dem Pulverfass zündeln: es kann gut gehen

Auch bei 50% rel. Luftfeuchtigkeit kann Schimmel entstehen, wenn die Temperaturen dazu entsprechend sind.

Dann wirklich lieber auf sichere Methode mit dem Dörrex, Backofen, Sonneneinstrahlung (Wetter ist hierbei zwingend zu beobachten) oder Auffädeln und an einem trockenen, warmen Ort aufhängen
 
Ich verstehe deinen Denkansatz. Der ist durchaus spannend und aufwendig, aber auch SEHR risikobehaftet.
Nun, sehr risikobehaftet ... weiß nicht. Sehr aufwendig auf jeden Fall. Denn man muss anfangs tgl. 2-3x lüften und mit Hygrometer kontrollieren. Als Cannabisanbauer kennt man sich da aus :-) Da ist das Standard. Nur daß wir da mit 62% rel. Hum. arbeiten und da schimmelt nix, wenn man es richtig macht.
 
Der Hintergrund der Frage:
Habe meine erste, frische Gorria letzten Sommer nach den Ferien frisch, fröhlich und unschuldig direkt verkostet und supito im gesamten Mund ein Brennen gehabt.
Jetzt habe ich zu Weihnachten drei getrocknete Gorrias in Öl eingelegt und es brennt verzögert "nur" im gesamten Rachenraum - etwa im gleichen Schärfegrad, ggf etwas weniger.
Wenn man die Chilis frisch oder in Öl eingelegt oder getrocknet zu sich nimmt, dann hat man trotz der gleichen Chili sehr wahrscheinlich unterschiedliche Konzentrationen von Capsaicin und den weiteren Capsaicinoiden. Gleichzeitig überträgt sich die Schärfe unterschiedlich schnell und unterschiedlich gut auf die Rezeptoren, je nachdem wie die Chilis verarbeitet sind. Das sind zwei Gründe, warum das Schärfeempfinden in den verschiedenen Fällen unterschiedlich ist.
 
Wenn man die Chilis frisch oder in Öl eingelegt oder getrocknet zu sich nimmt, dann hat man trotz der gleichen Chili sehr wahrscheinlich unterschiedliche Konzentrationen von Capsaicin und den weiteren Capsaicinoiden. Gleichzeitig überträgt sich die Schärfe unterschiedlich schnell und unterschiedlich gut auf die Rezeptoren, je nachdem wie die Chilis verarbeitet sind. Das sind zwei Gründe, warum das Schärfeempfinden in den verschiedenen Fällen unterschiedlich ist.
Kann ich nur zustimmen. Ich habe Superhot-Pulver in Öl (Chiliöl) und versuche gerade die Flasche leer zu kriegen, heftig wie das trotz ÖL bissig ist. (War ein Tipp hier, wegen der Verwendung).
Allzuviel darf nicht ins ÖL, nicht nur extrem scharf, auch der Geschmack vom Olivenöl hat jetzt diesen leicht chemischen, typisch beißenden Chinensengeschmack. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber bei mir ist das Empfinden für Schärfe noch tagesabhängig. Heute, Reis mit Schafskäse mit etwas vom gesagtem Öl gemischt, war heute fast unerträglich. Wobei Käse eigentlich schon stark egalisiert.
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
Das ist - finde ich zumindest - ein langer Prozess. Bis man einigermaßen da ist, wo man hin wollte. Für Öl habe ich z.B. lieber weniger "geschmacksaufdringliche" Chilis. Also z.B. Tabasco, Thai, Cayenne oder so was. Dagegen mag ich Habaneros in Vodka, allerdings nicht oft. Das ist dann mehr ein Partygag. Scharf stört mich normal nicht so - außer es übertreibt jemand und schmeißt z.B. Superhots irgendwo gnadenlos rein.

Übrigens, früher war ich auf Chilitreffen so blöde, alles einfach so zu probieren. Einerseits ist das oft unschön - z.B. bitter schmeckende Superhots, die einem 1/4 Std. lang den Schnabel verbrennen. Andererseits gibt es ein gutes Mittel, wenn man sie denn unbedingt probieren will. Etwas Brot (ganz wenig) mit Frischkäse drauf und damit die Chilis probieren. Da ist es wesentlich besser auszuhalten und man kann mehr probieren, ohne daß es unangenehm wird.
 
Verrätst du uns den Kanton, in dem du lebst ? Bekanntermassen sind in der Confoederatio Helvetica Dinge von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt - betrifft ganz bestimmt auch die Anzucht von Chilis :D

Peter ist auf der Suche nach neuen Gebieten zur Auslagerung von überschüssigen Pflanzen? 👀😂

...die nächsten Zeilen könnten mit Ironie und einer kleinen Prise Sarkasmus gespickt sein...

Ich wette dafür, dass die Tessiner mit ihrer mediterranen Wärme deutlichen Vorsprung haben und es allein aufgrund dessen bereits eine geheime Verschwörung zur Sicherung der einzigen Anbauerlaubnis in irgendeinem Chochichäschtli liegen 😂😂
Ansonsten interessiert es wahrscheinlich niemanden wer wie viele Caspica anbaut oder gar welche Sorte.
Schliesslich handelt es sich hier um "Gemüse", respektiv essbare/ungiftige Pflanzen

Hier in der Zentralschweiz und im angrenzenden Bern hat es einige Chilizüchter, welche ihr Hobby zum Beruf machen konnten.
Borderlandpeppers ist ein spannender Anlaufspunkt zB (die Samen der Borg 9 Peach, Death Spiral und Pink Tiger sind von dort)
 
Drei Maidli in der Grundschule werden gefragt, wo die Kinder herkommen:
Das Mädchen mit türkischen Wurzeln sagt - Allah bringt die Kinder
Das Mädchen mit deutschen Wurzeln sagt - der Klapperstorch bringt die Kinder
Das Mädchen mit schweizer Wurzeln sagt - das kommt auf den Kanton an

Ich hatte 1992 - 2010 Wohnsitz in BL - und habe Cousin und Cousine in der Schweiz, ich bin etwas vertraut mit der Region.
 
Ich habe auch einige Jahre in Basel gearbeitet, gewohnt habe ich aber in Weil am Rhein. Der Basler Dialekt ist arg eigen, aber das hier hat geholfen :)

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Viele Grüße
Michael
 
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