Sammlung Schädlinge, Nützlinge, Schadbilder

Also ich habe da weniger ein Problem. Ja, ich weiß, viele Menschen hier finden Spinnentiere ekelhaft bis beängstigend. Wie steht es eigentlich mit Gottesanbeterinnen? Gut, das sind Insekten, aber beeindruckende ...Die gibt es hier in Baden, nicht oft, aber regelmäßig.

Und das mit den Skorpionen wird hier im Südwesten wirklich bald ein Thema werden. Ich selber kenne diese Tiere aus Italien, Kroatien und aus Texas. Wobei ich die texanischen Arten hier wirklich nicht haben möchte.
 
@Apusapus
Kreuzspinne, Krabbenspinne und Wespenspinne als Nützling im Garten, bin ich sofort Fan und mache zig tausend Bilder vor Faszination.
Hauswinkel und diese neue Art: keine Chance. Dann lieber Taranteln auf der Hand

@Solaris
Im Tessin hat es heimische Skorpione. Wenig toxisch, aber doch beeindruckend, wenn man nicht damit rechnet sie zu sehen.
Gelegentlich kommen Tiere per Ferienheimreise mit nördlich der Alpen.
Edit: in Graubünden hat es auch davon
 
Habe lange gesucht, gefunden leider nur den hier. Bild von 2008. Naja, zumindest so ähnlich :thumbsup:
Viele Grüße
Gerd 🤠

1.jpg
 
Hallo Nadine,

wir haben im Jahr 1993 aus einem Urlaub in der Nähe von Pitigliano/Italien so einen Skorpion der Gattung Euscorpius mitgebracht, das Viech ist hier rotzfrech aus dem Beutel mit der Dreckwäsche heraus spaziert. Wir haben dem dann ein Terrarium gebaut, ihn Luigi genannt und regelmäßig mit Kellerasseln gefüttert. Nach drei Jahren sind wir wieder dorthin in Urlaub gefahren, haben Luigi mitgenommen und dort wieder ausgesetzt.

Skorpione werden viele Jahre alt, obwohl sie so klein sind.
 
Was die Asia-Marienkäfer angeht - die konnte ich ausgiebig beobachten. Einerseits draußen. Dort haben sich die zu praktisch 100% ausgebreitet. Früher gab es noh 7-Punkt- und andere heimische Arten. Seit ein paar Jahren findet man überhaupt keine mehr ... nur die Harlekins sind überall. Ich hatte mal den Fehler gemacht und bei einem Nützlingsversand 2-Punkt-Käferlarven gekauft. Die waren einerseits wenig effektiv gegen Läuse auf meinem verglasten Balkon und andererseits habe ich dann später im Garten Harlekinlarven gesammelt. Da konnte ich beobachten, wie schnell die die 2-Punktlarven weggefressen haben. Kannibalen sind sie zwar auch noch, aber es überleben immer genug davon. Aber ich hatte auch gelernt, daß man die asiatischen Eiergelege möglichst trennen muss, um eine hohe Ausbeute an Larven zu haben. Denn sonst fressen sich die größtenteils gegenseitig auf.
 
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Was die Asia-Marienkäfer angeht - die konnte ich ausgiebig beobachten. Einerseits draußen. Dort haben sich die zu praktisch 100% ausgebreitet. Früher gab es noh 7-Punkt- und andere heimische Arten. Seit ein paar Jahren findet man überhaupt keine mehr ... nur die Harlekins sind überall. Ich hatte mal den Fehler gemacht und bei einem Nützlingsversand 2-Punkt-Käferlarven gekauft. Die waren einerseits wenig effektiv gegen Läuse auf meinem verglasten Balkon und andererseits habe ich dann später im Garten Harlekinlarven gesammelt. Da konnte ich beobachten, wie schnell die die 2-Punktlarven weggefressen haben. Kannibalen sind sie zwar auch noch, aber es überleben immer genug davon. Aber ich hatte auch gelernt, daß man die asiatischen Eiergelege möglichst trennen muss, um eine hohe Ausbeute an Larven zu haben. Denn sonst fressen sich die größtenteils gegenseitig auf.
Moin moin,
der Grund, warum die sich ausbreiten ist aber ein von uns gestörtes Grundhabitat. An den wenigen Stellen, wo das noch intakt ist, breitet sich faktisch KEINE Art die eingewandert ist maßlos aus. Auf Naturwiesen, mit 200 Pflanzenarten kommen auch Insekten wie Raubwanzen u. a. vor.
Dort findet man alle Arten von Marienkäfern und zwar homogen verteilt. Sowas gibt es nur noch ausgeprägt an Rheinauen.
Diese Asiaten kommen bei uns in Massen hauptsächlich im Frühjahr in Monokulturen vor. Typisch, dort verschwinden die Arten von früher und behauptet "die Asiaten", wobei eben die Asiaten mit solchen Monokulturen wie etwa Mais, Sojabohnen u. a. am besten zu Recht kommen.

Stell dir vor 2 Statistiker gehen einkaufen einer in den Baumarkt, einer in Douglas und leitet daraus ab wie viele Männer und Frauen es im Mittel gibt.
Wir verändern die Landschaften, bei uns ist die letzte Wildwiese zur "Hundeweise" umgewandelt worden, weil eben einige Hundehalter geklagt haten "gegen den Blütenstaub" allergisch zu sein, finde den Fehler! Gerade wird ein Wolf geschossen, nicht weil er angriff, sondern weil "Wolfstouristen" den anfüttern.
Wels wurde von der Polizei abgeschossen, weil man es nicht einsah, die "Badeinsel" 20 m zu versetzen (der hatte seinen Laichplatz verteitigt und Schwimmer attakiert).
Die Asiaten, da gebe ich dir Recht übernehmen das Ruder, weil sie Generalisten sind, verursacht haben wir das und beschleunigen den Prozess mit Nachverdichtung und Flächenversiegelung, den Asiaten ist das egal. Die brauchen keine bestimmten Wirtspflanzen und weichen Räubern in Privatgärten aus.
Im Anhang was man in Heidelberg macht, nach 35 Tagen OHNE REGEN immer noch grün, dutzende Insektenarten, gemäht, kurz danach ausgetrocknet. Da wächst bis zum Herbst nix mehr, überleben tun das die Asiaten. Im Anhang der gemähte Teil der Fläche und der Ungemähte auf der Nachbarsseite. Finde den Fehler. Gegossen hat da garantiert niemand. Temperatur (Boden) 32 °C ungemäht, 58 °C gemäht!
Viele Grüße
Gerd 🤠

35 Tage ohne Regen, a, 14.06.2023, 08.33 Uhr.jpg 35 Tage ohne Regen, c, 14.06.2023, 09.45 Uhr.jpg
 
Nun, so ganz glaube ich Dir das nicht. Klar, Du hast sicher Recht mit den versiegelten Flächen, Mähen usw. Daß das Arten vernichtet, keine Frage.

Die Harlekin-Marienkäfer sind eine andere Sache. Die sind hochaggressiv, fressen ein Mehrfaches von z.B. 2-Punkt-Käfern, die Larven sind agiler und viel größer usw. usf. Konnte ich "live" auf meinem Balkon beobachten. Zusätzlich in unserem Garten, der allerdings gemäht wird. Wobei die Marienkäfer und deren Larven hier hauptsächlich relativ hoch auf Linden und diversen anderen Bäumen und Sträuchern leben. Ebenso suchte ich schon mal welche in kleinen Parks und an den Ufern von Kanälen, wo nicht gemäht wird o.ä. Auch dort gibt es inzwischen nur noch Asiaten. Ich habe die Larven oft stundenlang beobachtet, weil es faszinierend war, wie sie die Läusebabies (Nymphen) suchen und fressen. Und dabei konnte ich auch beobachten, wie sie jüngere und kleinere Larven von diversen Marienkäfern (auch eben die gekauften 2-Punkter) frassen. Auch 2 gleich grosse lieferten sich manchmal einen Kampf, aber meistens zogen sie die Läuse vor. War wirklich interessant auf den Chilis zu beobachten.

Die Einwanderung von Neophyten ist ähnlich. Hier z.B. konnte man in den letzten ca. 20 Jahren im Wald die heftig massive Ausbreitung des Drüsigen Springkrauts beobachten. Das nimmt bedrohliche Formen an. Ich bin ja Mykologe (Pilzkundler) und hatte diverse Habitate seltener Pilzarten, die inzwischen zumindest an den Wald- und Wegrändern von Drüsigem Springkraut überwuchert wurden. Und da waren einige durchaus naturbelassene Habitate dabei, nicht nur verdichtete und irgendwie ökologisch zerstörte Flächen.

Klar, die Vernichtung ökologisch wertvoller Flächen ist ein Faktor. Aber die Ausbreitung von Neophyten und Tierchen wie dem Harlekin beruht oft eher auf Darwin - der Stärkere übernimmt. Zusätzlich ist auch noch ein wesentlicher Faktor der Klimawandel, der z.B. die Ausbreitung südlicher Pilzarten in D fördert und nördlichere Arten langsam verschwinden lässt. Ist auch kein Wunder, denn die Winter mit lange anhaltender Schneedecke und heftigen länger anhaltenden Minusgraden sind inzwischen praktisch weg - wo ich als Kind noch Schlitten fahren konnte, ist das heute kaum mehr möglich.
 
Sodele,
hier mal der ulkigste Käfer der bei uns vorkommt, hat den schonmal jemand gesehen? Allerdings sind die extrem scheu und reagieren auf kleinste Erschütterungen. Selbst meine Frau, die eigentlich Käfer nicht mag findet den irengdwie keck.
Tatsächlich gibt es den auch in Gartenanlagen (meist auf Disteln, muss aber nicht zwingend)
Lixus-Arten:
Wirtspflanzen: Lixus-Arten (Sumpfrüssler) bevorzugen Pflanzen wie Malven (Malva), Ampfer-Arten (Rumex), Disteln und Wasser-Sumpfkresse
Ich mag diese Art, egal was die fressen. Alleine schon der Blick, dem kann ich nicht böse sein, selbst wenn die Gurken fressen würden 🥹.

Viele Grüße
Gerd 🤠

Stumpfflügeliger Sumpfrüssler Lixus angustatus, Curculionidae, b, 20.05.2019.jpg
 
Ich glaube, die willst Du loswerden:

Nicht wirklich Werner,
zumal die Lixus zu den geschützten Arten zählt und eigentlich nicht an Salat geht, was die anderen Angeht angeht gibt es Probleme häufiger in der Landwirtschaft. In Geärten ist halt regional der Dickmaulrüssler problematisch. Bei uns auch eher selten zu sehen.
Ich denke Schnecken sind schlimmer.
Viele Grüße
Gerd 🤠
 
die passen sich den Pflanzen an der Farbe nach

Vor zwei Jahren hat mich eine hell Grüne aus einer meiner knallroten Tulpen angeschaut - der einzige Grund weshalb die Spinne mir überhaupt auffiel. Die meisten anderen sind tatsächlich den Pflanzen angepasst, wobei ich immer noch überlege, ob der gelbe Stempel in der Tulpe der Hinweis auf die Farbanpassung eventuell gewesen war ...

Für Phobiker: die bleiben draussen.
 
Yepp, bei mir sind die allesamt weiß,
die hocken halt in Chiliblüten die auch überwiegend weiß sind.
Die erledigen sogar Hummeln, die wesentlich wuchtiger sind als sie selbst.
Ob der Biss durch die Finger geht weiß ich allerdings nicht, angeblich an dünnen stellen, ich habs noch nicht getestet😘.
Das Balkon ist höher gelegen, scheinbar können die weit gucken :thumbsup:
Viele Grüße
Gerd 🤠

Veränderliche Krabbenspinne auf Finger-Chili, 02.08.2024, 17.25 Uhr.jpg
 
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