Jetzt werden wir arg philosophisch. Aber meinetwegen. Das jedenfalls unterschreibe ich nicht so einfach. Wenn ich nicht glaube, daß die Menschheit morgen durch einen Atomkrieg oder einen einschlagenden Asteroiden ausgelöscht wird, ist das kein "Glaube". Das ist empirisch-statistisch logisch. Hat zumindest in unserem Werte-Gedanken-Bildungssystem Wurzeln. Klar gibt es eine äusserst geringe Wahrscheinlichkeit, daß wir morgen von Atomraketen pulverisiert werden. Aber Glaube ist z.B. das, wenn diese komische Sekte alle paar Jahre auf Berge latscht um den Weltuntergang zu erwarten. Wieso sollte es Glaube sein, wenn ich den nicht zu dem von denen festgelegten Zeitpunkt nicht "glaube" - ich würde es für statistisch für annähernd unmöglich halten. Rein mathematisch-statistisch gesehen, wohlgemerkt.
Das würde ich auch bezweifeln. Heutzutage entstehen wenige Kriege wg. dem Glauben. Glaubt ein Netanyahu wirklich was? Oder ein Putin? Nein, da geht es nur um Macht, Geld, Großmachtgelüste usw.
Moment. Pietät hat damit nix zu tun. Das Wort Pietät bedeutet - abgekupfert - "ehrfürchtiger Respekt, taktvolle Rücksichtnahme". Es bedeutet also, daß der Touri nicht in der Mitte durch den Tempel latscht, wenn er weiß, daß das den "gläubigen" Tempelbesucher verletzt. Pietät zeigt der Touri ggf. - oder auch nicht.
Jo, ist in Ordnung für mich. Muß ich nicht machen und ich würde ihn auch nicht in meiner Baufirma einstellen, aber er darf tun und lassen, was er will. Er schadet ja niemandem damit, nur dem Fortgang seines eigenen Baus. Was wiederum "sein Bier" ist.
Nuja, daß Bayern gewinnt (sage ich als absoluter Nicht-Fußballfan) ist halt statistisch absolut wahrscheinlich. Da brauche ich keinen Glauben dafür, da schaue ich im Wettbüro die Statistiken an, sehe daß Bayern das meiste Geld und damit i.d.R. die besten Spieler hat ... hat also gar nix mit Glauben zu tun. Wenn ich dagegen sage, daß der TSV 1860 München nächstes Jahr Meister wird, dann ist das esoterischer Glaube und völlig unrealistisch
Naja, ich weiß nicht. Nehmen wir mal an, daß Gott Allah wäre. Im Sinne vom IS. Dann brennst Du die ganze Ewigkeit in der 7. Dschehenna (Hölle). Kleiner Scherz am Rande. Ich halte "Gott", zumindest in der "menschlichen Definition" für statistisch unwahrscheinlich. Kuckst Du ins Weltall. Wieviele bewohnte Planeten gibt es da wohl? Die Wissenschaft meint, wahnsinnig viele wäre sehr wahrscheinlich. Und sehen die Wesen darauf alle so aus wie wir? Sicher nicht. Sind da Schlauere dabei? Sicher schon. Warum also sollte "Gott" etwas sein, das in unseren "Einzellergehirnen" entstanden ist und für das ganze Weltall gilt? Ich weiß, ich bin gewissermaßen der Advocatus Diaboli. 666 eben
Was ich mal bezweifle. Ich habe keine Glücksbringer. Naja, vielleicht irdische - meine Frau, 3 Pfund Rindfleisch für die Suppe, einen guten Whiskey usw.

Und ich kenne in meinem Umfeld zumindest viele, die auch keine "Glücksbringer" haben.