Liebe Leute! Nicht jede Tomate muss rot werden, bevor sie in der Küche landet. Ich habe unsere grünen Tomaten ganz bewusst geerntet – und zwar nicht, weil sie nicht mehr reif werden, sondern weil ich etwas Besonderes daraus machen wollte: fermentierte grüne Tomaten.
Aber warum gerade fermentieren?
Unreife, grüne Tomaten enthalten Solanin, einen natürlichen, giftigen Abwehrstoff der Pflanze. Durch das Fermentieren kann sich der Gehalt an solchen unerwünschten Stoffen verändern bzw. reduzieren. Gleichzeitig entstehen durch die Fermentation spannende Aromen: Die Tomaten werden säuerlich, würzig, knackig und bekommen einen ganz eigenen Charakter.
Das macht die Fermentation zu einer interessanten Möglichkeit, grüne Tomaten zu verarbeiten, die am Ende der Saison nicht mehr ausreifen würden.
Allerdings gilt: Grüne Tomaten sollte man nicht einfach in großen Mengen essen. Auch fermentierte Tomaten sind kein Freifahrtschein für unbegrenzten Verzehr. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verarbeitet vor allem wirklich reife bzw. nur noch leicht grüne Tomaten und genießt fermentierte grüne Tomaten in normalen Mengen.