Warum muss es sofort die stärkste Superhot-Chili sein?

Warum fangen manche Chilianbauanfänger gleich mit dem Anbau der Carolina Reaper an? Warum muss es sofort die stärkste Superhot sein? Oft, aber nicht immer ist die Enttäuschung dabei vorprogrammiert, und zwar aus den folgenden Gründen:

Die Sorte Carolina Reaper gilt (Stand 08.06.2022) immer noch als schärfste Chilisorte der Welt. Chilipulver dieser Sorte hat eine Schärfe, die 300- bis 600-mal so stark ist wie pure Tabasco-Sauce. Das ist auch immer noch rund 50- bis 100-mal stärker als viele andere im Supermarkt erhältliche Chilis, Chilipulver oder Chiliprodukte. Erfahrungsgemäß wird dieser Schärfeunterschied oft stark unterschätzt. Hat ein Anfänger ein gutes Händchen und den berühmten guten Daumen, kommt eine gute Ernte zusammen. Meistens braucht man von solchen Superhots keine großen Mengen und weiß dann nicht wohin damit. Oder man hat die Schärfe stark unterschätzt und kann überhaupt nichts mit der Ernte anfangen. Ist man jetzt nicht gerade schon Konsument der schärfsten Hot-Saucen sollte man sich überlegen, ob man nicht erst einmal Erfahrungen mit anderen scharfen Sorten sammelt, bevor man auf Superhotsorten umsteigt.

Die Carolina Reaper ist eine Sorte, die relativ groß werden kann. Auch das wird gerne unterschätzt, gerade wenn die Pflanze ganzjährig drinnen an der Fensterbank stehen soll. Steht die Pflanze in einem zu kleinen Topf, nimmt sie zwar wenig Platz weg, aber man kommt im Sommer oft mit dem Gießen nicht mehr nach. Meist bekommt man zusätzlich die Bemühungen mit einer nur kleinen oder gar Null Ernte quittiert. Steht die Carolina Reaper in einem großen Topf, kann sie durchaus ein Busch mit 1,5m Höhe werden. Das gilt auch für die ein oder andere Sorte der Art Capsicum chinense, wie z.B. die Bhut Jolokia. Man sollte daher genügend Platz für den Anbau haben und die Pflanze am besten rausstellen können.

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Bild: Carolina Reaper

Weiterführende Links:
Sortenbeschreibung Carolina Reaper:

Schärfetabelle:

- Anleitungen Allgemein
- Chili-FAQ
- Abkürzungen und Begriffe
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Tipps, @Solaris

Die Honigfermentation ist recht einfach.

Man schneidet die Chilis in Stücke oder Streifen nach Belieben, wobei man bedenken sollte, dass die Stücke im Honig schrumopfen werden.

Dann tut man sie in ein Fermentationsglas (z.B. Weck) und gießt Honig drüber.

Der Honig entzieht den Chilis Wasser. Übersteigt der Wassergehalt im Honig einen gewissen Schwellwert (der liegt glaube ich bei um die 20%), entsteht Alkohol.

Das Endprodukt sind dann Chilistücke, die etwa wie kandiert aussehen und auch so schmecken. Und eine alkoholhaltige Flüssigkeit, praktisch Chili-Met :), in der die Stücke sich dann befinden.

Sowohl die Stücke als auch die Klüssigkeit eignen sich sehr gut für Pizza, Würze für Eintöpfe (z.B. Kürbis) und und und.

Besonders gut geeignet hierfür snd Capsicum chinense, da der tropische Geschmack und der Honig gut zusammen passen.

Dieses Jahr wage ich es nochmal, nicht nur mit Habanero, sondern auch mit Scotch Bonnet oder Trinidad Scorpion.

Genaue Anleitungen für die Honigfermentation findet man im Netz, ich bin auch kein Experte.
 
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