Anleitungen Allgemein

Hier findet ihr allgemeine Anleitungen rund um Chili und Paprika und eine Chili-FAQ.
Chilisalbe selbst machen
Bei Rückenschmerzen und Rheuma sowie nach einem Hexenschuss oder manchen Sportverletzungen wirkt Wärme schmerzlindernd. Capsaicin aus Chilis kann hier eingesetzt werden, da Capsaicin einen Wärmereiz auf der Haut auslöst. Auf Basis von Vaseline ist eine Wärmesalbe schnell und leicht selbst gemacht. Man kommt bei dieser Form der Herstellung auch ohne Bienenwachs aus. Zu 125 ml Vaseline benötigt man maximal einen halben, gestrichenen Teelöffel sehr fein gemahlenes Pulver von Bhut Jolokia oder einer vergleichbaren Sorte (hier: Trinidad Hornet), um eine stark wirkende Salbe zu erzeugen. Vorsicht: Bei einer zu hohen Chilidosierung in der Salbe kann es leicht zu längerem und unangenehmen Brennen auf der Haut und zu starken Hautrötungen...
Fundquelle für Töpfe: Friedhof
Es ist ein Tipp, der von Frühjahr bis Herbst gilt. Wer auf der Suche nach günstigen Blumentöpfen für die Anzucht ist und wem dabei die Farbe und Einheitlichkeit der Töpfe egal ist, der wird fündig und zwar auf dem Friedhof. Auf vielen Friedhöfen werden die Töpfe, die beim Bepflanzen der Gräber anfallen, für die Entsorgung gesammelt. Oft findet man sogar größere Mengen von Anzuchttöpfen, die noch brauchbar sind. Sogar im Herbst kann man noch fündig werden. Bild: Entsorgte, aber noch brauchbare Pflanzgefäße - Anleitungen Allgemein - Chili-FAQ - Abkürzungen und Begriffe
Geschichte von Chili und Paprika
Sammeln von Wildsorten in der Jungsteinzeit Die Geschichte der Verwendung von Chilis reicht bis mindestens in die Jungsteinzeit zurück. Bereits etwa 6500 v. Chr. wurden in der Nähe der heutigen Mexico City wilde Chilis gesammelt und von Ureinwohnern als Gewürz verwendet. Auch in Peru gab es Funde von Chilisamen in Höhlen und bei Ausgrabungen. In Peru wurden damals die Chilis sogar als Währung akzeptiert. In der Zeit zwischen 8.000 und 5.000 vor Christi sollen schon wilde Chilipflanzen gezielt auf Ertrag weitergezüchtet worden sein. Heute sind etwa 28 Wildformen bekannt. Archäologische Funde in Oaxaca in Mexiko lassen vermuten, dass die erste gezüchtete Art eine Capsicum annuum war. Chilis gehören zu den frühesten domestizierten...
Sind Chilis gesund?
Salz, Pfeffer und Chili sind weltweit in der Küche häufig benutzte Gewürze. Während die einen von scharf gewürzten Speisen Magenschmerzen oder Sodbrennen bekommen, können sich andere Mahlzeiten ohne eine gewisse Schärfe gar nicht mehr vorstellen. Aber ist scharfes Essen auch gesund? Capsaicin wirkt auf vielfältige Weise. Wie immer heißt es dabei aber, die Dosis macht das Gift. Kommen wir zuerst zu den gesundheitsfördernden Aspekten. Wenn der Schmerzreiz durch das Capsaicin nachlässt, werden Endorphine ausgeschüttet. Deshalb sagt man Chilis nach, dass sie glücklich machen. Capsaicin führt zu mehr Schweißbildung. Durch Schwitzen wird die Körpertemperatur gesenkt und der Körper kühlt ab. Vermutlich ist das einer der Gründe, warum...
Schärfe mildern
Mascarpone auf nicht geröstetem Toastbrot neutralisiert die Schärfe von Chili am besten, wenn man etwas zu scharfes gegessen hat. Das ergab zumindest ein Forschungsprojekt der Ernährungswissenschaftlerin Désirée Schneider von der Hochschule Fulda. Für die Schärfe von Chilis sind Capsaicin und verschiedene Capsaicinoide verantwortlich. Diese Stoffe sind in Ölen und Fetten sowie Alkohol gut löslich. Wasser ist zum Mildern von Chilischärfe wenig geeignet. Mit Wasser verteilt man die Schärfe im Mund, weshalb das Capsaicin gut die für das Wärmeempfinden verantwortlichen Rezeptoren reizen kann. Ergebnis ist, dass man die Schärfe erst recht spürt. Besser zum Neutralisieren von Chilischärfe geeignet sind kühle Milch, Joghurt, Frischkäse oder...
Capsaicin
Capsaicin ist ein in verschiedenen Capsicum-Arten natürlich vorkommendes Alkaloid, welches bei Säugetieren spezifische Hitzerezeptoren reizt. Chilischärfe ist also kein Geschmack sondern eigentlich ein Hitzereiz. Chemisch ist Capsaicin ein Fettsäureamid, genauer das Vanillylamid der Fettsäure trans-8-Methyl-6-nonensäure. Capsaicin ist lipophil, also fettlöslich. Die chemische Summenformel von Capsaicin ist C18H27NO3. Capsaicin ist in verschiedenen Arten der Gattung Capsicum (Paprika) in Anteilen von ca. 0,3 bis 0,5 % enthalten. Es findet sich vorwiegend in den Beeren (Früchten) der Capsicum-Pflanzen. Capsaicin und andere aus Capsicum gewonnene, ein Schärfeempfinden auslösende Stoffe werden als Capsaicinoide bezeichnet. Stoffdaten für...
Panaschierungen
Eine Panaschierung oder Variegation ist das Auftreten verschiedenfarbiger Zonen auf Pflanzen. Das Wort Panaschierung leitet sich aus dem französischen Wort „panacher“, „mischen“ ab. Das Wort Variegation hat seinen Ursprung im Lateinischen, „variegare“, „abwechslungsreicher machen“. In Sortenbezeichnungen wird gelegentlich das Wort "variegated" für Sorten mit Panaschierungen verwendet. Eine Panaschierung wird bei Capsicum vorwiegend durch das Fehlen von Chlorophyll verursacht, was zu grünlichweißen Flecken führt. Besonders auffällig sind Panaschierungen auf den Blättern, doch können sie auch an anderen grünen Teilen einer Pflanze auftreten. So sind bei der Sorte „Fish Pepper“ die hellen Streifen auf den ansonsten grünen, unreifen...
Gattung Paprika (Capsicum)
Die Gattung Capsicum gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird allgemein als „Chili“, „Paprika“ oder „Pepper“ bezeichnet. Diese Bezeichnungen werden sowohl für die Pflanzen als auch für die Früchte verwendet. Die erste botanische Einordnung der Gattung Capsicum erfolgte durch Carl von Linné im Jahr 1753. Heute geht man von etwa 30 Capsicum-Arten aus. Fünf Capsicum-Arten werden breitflächig kultiviert und gelten als die Hauptarten von Capsicum. Es handelt sich um die Arten Capsicum annuum, Capsicum baccatum, Capsicum chinense, Capsicum frutescens und Capsicum pubescens. Alle anderen Capsicum-Arten bezeichnet man als Wildarten. Bild: Pflanze der Art Capsicum pubescens Der Begriff „Chili“ leitet sich aus der Sprache...
Vielfalt von Farben und Formen bei Chilis
Nach der Entdeckung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts verbreiteten sich Chilis von Amerika aus in die ganze Welt. In einigen Ländern wurden Chilis schnell zum festen Bestandteil des Essens. Die weltweite Verbreitung von Chilis führte dazu, dass zu den schon von den Ureinwohnern Südamerikas kultivierten Sorten viele neue Sorten hinzugekommen sind. Auch heute noch gibt es bei den Chilis immer wieder neue Kreuzungen und viele Sortenneuzüchtungen. Es ist durch jahrzehntelange Züchtung eine große Vielfalt an Farben und Formen bei Chilis entstanden. Über die Jahre wurden fast 90 Arten von Botanikern beschrieben. Viele Capsicum-Arten haben aufgrund weiterer Forschung jedoch ihren Status als eigenständige Art wieder eingebüßt. Heute geht man...
Ist Paprika das gleiche wie Peperoni?
In Deutschland heißt es üblicherweise "die Paprika", in Süddeutschland auch "der Paprika". Paprika wird auch als "Gemüsepaprika" oder umgangssprachlich "Paprikaschote" bezeichnet. In Österreich heißt es "der Paprika". Die kleinen und scharfen Früchte werden in Deutschland oft "Peperoni", "Chili" oder "Chilischoten", seltener "Pfefferoni" oder "Pfefferonen" genannt. Eigentlich sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen "Paprikaschote" und "Chilischote" falsch. Botanisch gesehen handelt es sich bei Chili und Paprika um Beeren. Der Begriff "Peperoni" hat sich zwar in Deutschland eingebürgert, hat aber im Italienischen eine andere Bedeutung. Er bezeichnet im Italienischen die Mehrzahl von Paprika, "peperone". Scharfe Paprika und Chili...
Sind unreife Paprika und Chilis essbar?
An selbst gezogenen Chilipflanzen hat man im Herbst oft noch viele grüne, unreife Früchte hängen, für die Licht und Wärme nicht mehr zum Reifen ausreichen. Es stellt sich daher die Frage, ob man auch grüne Chilis essen kann. Diese Anleitung liefert die Antwort. Obwohl es sich bei Paprika und Chili (Capsicum) um Nachtschattengewächse handelt, sind generell auch unreife, also in der Regel grüne Paprika oder Chilis essbar und nicht giftig. Das gilt auch für den Rohverzehr. Die Früchte von Capsicum enthalten nur sehr geringe Mengen von Solanin. Es ist praktisch kaum zu schaffen, eine gesundheitlich bedenkliche Menge Solanin durch Essen von unreifen, bzw. grünen Paprika oder Chilis aufzunehmen. Bekömmlicher werden unreife Paprika oder...
Sind Chiliblätter essbar?
Nachtschattengewächse, zu denen auch Paprika und Chili gehören, enthalten in den Pflanzenteilen und Früchten mehr oder weniger große Mengen giftiges Solanin. Bei Paprika und Chili ist der Solaningehalt in den Früchten allerdings so niedrig, dass man davon mehrere Kilo unreife Früchte auf einmal essen müsste, bis erste Vergiftungserscheinungen auftreten können. Andere Teile von Chili- und Paprikapflanzen, wie die Blätter enthalten mehr Solanin als die Früchte. In verschiedenen Ländern Asiens isst man Chiliblätter in verschiedenen Gerichten. Anderswo wird abgeraten, Chiliblätter zu verzehren. Daher stellt sich die Frage, ob die Blätter von Chilipflanzen unbedenklich gegessen werden können oder nicht. Bei Capsicum annuum, zu denen viele...
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