Vielleicht liegt es am Luftdruck, dass die Chilisamen momentan schlechter keimen. Gegen Ende Dezember 2025 gab es eher hohen Luftdruck, zum Jahreswechsel auf 2026 fallender Luftdruck, danach erst wieder ansteigender Luftdruck. Gerade sind wir wieder im mittleren Luftdruckbereich angekommen. Ob der Luftdruck hoch, mittel, niedrig ist oder gerade ansteigt oder fällt, hat einen Zusammenhang mit der Entwicklung der Wetterlage.
Ein historischer Versuch 1886 von Franz Lukas zeigte:
Stark verminderter Luftdruck verzögert oder verhindert die Keimung vieler Samenarten und hemmt das anschließende Wachstum der Keimlinge. Moderate Druckverminderung kann die Keimung noch erlauben, führt aber zu langsamerem und weniger gleichmäßigem Wachstum im Vergleich zur normalen Atmosphäre.
Lukas verglich Samen und Keimlinge in drei Druckbereichen: "normale Außenluft" (≈738–752 mm Hg), "mäßig verdünnte Luft" (mittlerer Druck unter dem Gefäß ≈46–97 mm Hg) und "stark verdünnte Luft" (mittlerer Druck ≈23–74 mm Hg). Temperatur, Erdfeuchte und Lichteinfall wurden protokolliert.
Er beobachtete zusammengefasst und auf heutige Begriffe übertragen folgende Effekte auf die Keimung:
- Normaler Luftdruck: Fast alle getesteten Arten (z. B. Avena, Triticum, Brassica) keimten schnell und entwickelten sich kräftig.
- Mäßig niedriger Luftdruck: Einige Arten keimten verzögert, die Keimung war möglich, aber die Entwicklung der Keimlinge verlief langsamer und weniger gleichmäßig als in Außenluft.
- Niedriger Luftdruck: Die Keimung blieb bei vielen Arten aus oder begann nur vereinzelt; bereits gekeimte Keimlinge zeigten oft Stillstand, Fäulnis oder Absterben.
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