Chili-TÜV Apusapus

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Hier startet der Chili-TÜV von @Apusapus.
Erste Frage, soll es um das grüne oder gleich das gelbe Banner gehen?
 
Ich schaue mir mal die Saison 2025 an. Mal sehen, was mir so auffällt.

Die Aussaat für die Saison 2025 war schon sehr früh im Oktober.

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Das Pflanzenlicht (Amazon) muss ich vermutlich überdenken, nachdem was auf den super fachlichen Seiten hier zu finden war,
ziehen solche Lampen nicht gerade die Butter vom Brot.
Siehe da, in der Saison 2026 sehe ich eine andere Pflanzenlampe.

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vor 4 Tagen bin ich über eine Fußangel (Kabelschleife von der Heizmatte) gestopert und habe die gesammte Anzucht von der Fensterbank gerissen, was mich gewundert hat, dass 2 Tepin das überlebt hatten, der 3. Samen war noch nicht aufgegangen und der Samen nicht mehr zu finden in der Erde auf dem Fußboden 🙃
was ebenfalls flöten ging sind die eximium, alle 3 Samen nach 4 Tagen Keimzeit futsch!
Auf die Sicherheit sollte man achten, nicht nur bei der Anzucht von Chilipflanzen.

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Jetzt zu eigentlichen Sache,
eine Takanotsume (die war schon umgesetzt und ist nicht mit der Anzuchtschale auf dem Boden gelandet)
Bild Mitte hinten wurde immer dünner, die Blätter rollten sich ein, ich habe sie rausgezogen und die Wurzeln sind offensichtlich zerfallen. Wegen möglichen Trauermücken habe ich Sand oben gestreut, das hassen die Viecher. Der Verdacht, dass sowas wie Kieselsäure im Sand den Pflanzen schadet habe ich schon. Welche Auswirkung Sand hat weiß ich nicht, das habe ich mir mal im Internet abgeguckt, gegen Mücken hilft das eigentlich ganz gut, wobei ich schonmal eine teilweise welkende Anzucht vor 2 Jahren mit Sand hatte, aber keinen Zusammenhang hergestellt hatte.
Frage 1: Welchen Sand nimmt man denn am besten bei dieser Methode?
Frage 2: Reicht eigentlich Sand von oben aus, um den Trauermückenbefall zu verhindern?

Mit Nematoden habe ich mich noch nicht befasst
Frage 3: Worauf muss man denn achten, wenn man Nematoden gegen Trauermücken einsetzt?
 
Frage 3: Worauf muss man denn achten, wenn man Nematoden gegen Trauermücken einsetzt?
Nun ja,
man muss im Prizip dafür sorgen, dass die Nematoden "sich wohl fühlen", also nicht noch mit Chemischen Mitteln gleichzeit behandeln, die feuchtigkeit des Substrates spielt eine Rolle, konstant halt,, nicht trief nass oder zu trocken, (sollte aber sowieso so sein), auf der Fensterbank aufpassen, knallt die Sonnen rein, können sich gerade schwarze Töpfe aufheizen, dass mögen auch Nützlinge nicht.
Den Anweisungen folgen Mischungsverhätnis, eingießen unsw.
Soweit ich weiß sollen Nematoden Kühl gelagert werden aber nicht unter etwa 5 °C, die Bodentemperatur auch nicht wesentlich über 30 °C, gemischte Lösungen sofort verbrauchen und nicht stehen lassen, (auch diese Wesen können ersticken)

Kurzer Nachtag, hatte mich verschrieben, nicht wesentlich über 30 °C (hatte 20 geschrieben), ansonsten normale Zimmertemperaturen wo die Pflanzen sowieso stehen derzeit
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage 2: Reicht eigentlich Sand von oben aus, um den Trauermückenbefall zu verhindern?
Ich behaupte mal nein,
weil ich diese Tiere beobachtet habe, die versuchen tatsächlich von unten durch die Topfbohrungen reinzukommen,
daher stellte ich die Töpfe in den Sand, bei Neuanzuchten (wo ich dran denke), gleich als Basis, Sand unten rein zur Drainage, die bei mir meistens aus Reinkies oder Vulkansgestein besteht.
Ein gewisser Sandanteil ist sowieso meistens in der Erde bei mir (um die Erde locker zu halten)
 
also ich habe feinen Quarzsand genommen (keinen Tiersand, der ist meistens geschliffen, der soll scharfkantig sein, damit die Mücken verletzt werden bei Versuch einzukriechen)
Was kann denn bei verschiedenen Sandsorten zum Problem werden?
 
Was kann denn bei verschiedenen Sandsorten zum Problem werden?
Es gibt meine ich Sandarten die mit irgendwelchen natürlichen Metallen belastet sind, oder aus Mineralen bestehen die nicht zu Chili in unserem Falle passen, ich habe das mal angelesen irgendwo im Netz, zu tief bin ich da nicht eingestiegen, was auch Pflanzen nicht immer vetragen, im Bezug auf die Nematoden eben nicht zu feiner Sand der verklebt, vor allem wenn er so nass wird, unsauberer Sand kann auch muffig werden, kein "Spielsand", dann läuft Wasser nicht richtig ab, Staunässe entsteht, was auch Nematoden nicht mögen. Die richtige Körnung ist halt wichtig.
 
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Tiersand kann Duftstoffe enthalten. Je nach verwendetem Material kann Sand auch den pH-Wert des Substrats beeinflussen. Oder halt nicht.
 
Tiersand kann Duftstoffe enthalten. Je nach verwendetem Material kann Sand auch den pH-Wert des Substrats beeinflussen. Oder halt nicht.
Danke, dass mit den Duftstoffen wusste ich nicht, wir hatten schon Haustiere mit Badesand, aber mit Duftstoffen hatte ich noch gar keinen wahrgenommen im Zoogeschäft.
Das mit den "Mineralien" hätte ich genauer beschreiben müssen, die lösen sich eben und werden von der Pflanze aufgenommen, auch sonstige Anreicherungen, Sand ist eigentlich feingeriebener Fels, der mit allem möglichem belastet (z. B. Schwermineralsand/Uranhaltigiger Sand unsw.) sein kann ich weiß z. B. dass Brennesseln Anzeigepflanze sein können wo z. B. vorher Soldaten lagen, deswegen wachsen ja Pflanzen an bestimmten stellen (oder nicht).
Weiträumiges Thema..
 
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Moin moin,
heute habe ich ALLE 135 Keimlinge freigelegt, nur 2 haben sich in den Kaffeefilter gefressen,
krass, hätte nie gedacht wie schnell mir die noch "Neuland" Rocotos (9 Sorten) gekeimt haben, bzw. kurz davor sind, dem Wurzelwerk einiger nach, müssen schon nach 5 Tagen die ersten rausgekommen sein,
(Auch die wo noch nicht raus sind, wurden in die Erde verfachtet, für mehr als eine Pflanze je Sorte zum SChluss ist schlicht und ergreifend kein Platz!)
Zunächst alle jetzt in den "Zwischenboxen". Es wird nur eine weitere Umtopfung bevor sie in die Kübel kommen geben um sie weniger zu stressen, wird die eigentlich nächste Zwischen-Topfgröße übersprungen. Damit war ich schon 2023 erfolgreich.
Andere Keimmethoden wurden 2025 auch ausprobiert. Das finde ich gut.

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Dem Foto zufolge ist Gerd schon ein bisschen chiliverrückt, oder?

Sodele,
also Teebeutel stibitzen von Madames Tee fällt garnicht auf, 8-14 Teebeutel hängen da jeden Tag in der Teemaschine, und zwar gleichzeitig:thumbsup:
Etwas Friemelei, aber der Teebeutel liefert die Bindeschnur gleich mit. Hab auch was von Alufolie gelesen, aber ich denke das erstickt die Blüte.
Viele Grüße
Gerd 🤠
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Verhütet wurde auch zur Gewinnung für sortenreines Saatgut. Es sieht etwas seltsam aus, hat es wenigstens funktioniert?
 
Verhütet wurde auch zur Gewinnung für sortenreines Saatgut. Es sieht etwas seltsam aus, hat es wenigstens funktioniert?
100 %, waren ja auch die ersten klobigen Versuche, zugegeben, sieht schon schräg aus :)
Ideal wie 2025/2026 ist natürlich, wenn man eine Pflanze Indoor hat die zuerst blüht und zügig Beeren bildet, da ist dann alles Sortenrein ohne Abdeckung! (Kyoto-Pepper war die erste)
 
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Schreibe mal etwas hierüber:
Bananenwasser setzte ich, wenn ich das mal mache grundsätzlich mit ungespritzten Biobananen an.
Pestizide vermeiden!
Geliefert wird so Kalium, Magnesium und Phospor, was auch zur Blatt und Blütenbildung und Unterstützung dient (aktuell Kyoto Pepper, sowie Manganji Togarashi Red)
Nach dem kleinschneiden der Schale werden diese etwa einen Tag eingeweicht in stillem Wasser.
Danach wird das ganze mit einem Kaffeefilter gesiebt und zum Schluss noch auf etwa 65 - 70 ° erhitzt um eventuelle Keime abzutöten (nicht kochen, die Inhaltstoffe will ich nicht Totkochen), nach dem abkühlen dann schnell verwerten (gießen), den Bananensud verdünne ich etwa 5:1 inzwischen, dabei sollte man weder den Stamm noch die Blätter angießen damit.
Im Kühlschrank hatte ich den schon, aber auch hier kippt dieser Sud nach einigen Tagen durchaus um, ich verwerte den dann lieber noch am gleichen Tag. Jungpflanzen natürlich nicht.
Interessanterweise sind einige braune Stellen an der Kyotopepper an den Blättern nicht mehr neu enstanden.
Die Schalen kann man direkt in die Erde einarbeiten, habe ich aber noch nicht gemacht.
 
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So, liebe Leute, schaut doch auch mal die zwei Saisonthemen von Gerd durch, stellt vielleicht noch ein paar Fragen...
 
Wie erkennst du, ob deine Chili-Pflanzen unter Nährstoffmangel, Krankheiten oder Schädlingen leiden?
Gibt es da unterschiedliche Symptome?
Oha, ein weites Themenfeld
Blätter rollen ein, kann z. B, gestörter Wasserhaushalt sein, zu trocken der zu nass, auch Schädlinge (sehr viele Sauger an einer Stelle schaffen das auch)
bei großer Hitze hängen Blätter herab, zu kalt werden sie gelb und werden abgeworfen,
bein Flecken wird es interessant, sowas ensteht manchmal bei Mangel Kalium, Calzium, aber auch Pilzeinfektionen, Bakterien können die Ursache sein, wichtig, verfärbte Blätter nach Ursachenerkennung entfernen, braune Blätter bleiben i. d. R. braun, bei Schädlingen die das Blatt verformt haben sowieso.
Blätter verformen sich auch gerne bei starkem Blattlaus oder Thripsenbefall.
Wenn Pflanzen eingehen, trotz "normalen Bedingungen", sind meistens Pilze oder Bakterien am Werk, wichtig, solche Krankheiten können sich über die gesamte Anzucht ausbreiten (weg damit, zuletzt bei Überwinterer passiert, Aji Charapita!)
Wenn plötzlich Pflanzen nicht mehr wachsen, kann es auch den banalen Grund haben, dass die Erde ausgegangen ist (komplett verwurzelt), manchmal kommen dann die Wurzeln aus dem Topf, sollte aber einem Fortgeschrittenem nicht mehr passieren, sowas zähle ich zu den Anfängerfehlern. Schlechtes Licht hindert auch das Wachstum und lässt durchaus Pflanzen eingehen.
Sichtbare Schädlinge, wie etwa Blattläuse, Schnecken kann und muss man von Hand entfernen.
Gerne auch mal "Nachteinsatz", so habe ich Lochfraß von Zwergzikaden, Rüsselkäfern oder Raupen nachgewiesen. Auch eine Überdosierung von Dünger, der die Wurzeln verbrennt kann eine Pflanze erst schlaffen, dann eingehen lassen.
Im Prinzip sieht man Schädlinge meistens, Blattläuse erkennt man auch am verkleben der Blattflächen, ,
bei Krankheiten verfärben meistens die Blätter, bekommen Flecken, Seitentriebe fangen an abzufaulen.
Interessant sind Trauermücken, sie zähle ich zu den Lästlingen, ganz ausrotten wird man die nie, aber bei mir haben es Trauermücken nie geschafft eine Pflanze so zu schädigen an den Wurzeln, dass sie einging. Zudem kann man mit zu starker Bekämpfung die Pflanzen auf andere Art schädigen. Zu viel Essig im Wasser, oder mit Seife verklebte Blätter.
Kaum sichtbare Schädlinge wie etwa Spinnmilben können durchaus auch die Ursache für Verfärbungen der Blätter sein. (Hierzu nehme ich gute Optik)
Wenn Beeren faulen anfangen, kann es Überwässerung sein,
Blütenendfäule (hatte ich noch nicht) verursacht durch Calziummangel meine ich oder durch Ungleichgewichte bei Nährstoffen.
Pflanzen können auch "Ersticken", wenn man auf die glreiche Idee kommt Pflanzen "Vorgießen" zu müssen oder den Wasserablauf zu blockieren (Pflanze stirbt, Beeren faulen)

Es gibt noch eine Interessante Beobachtung Indoor und Outdoor, wenn plötzlich immer mehr Nützlinge auftauchen, wie etwa Spinnen (2025 viele), auch 2026 an der Decke hat das einen Grund (die Spinnen kommen automatisch bei Trauermücken Indoor, meistens Zitterspinnen)
Bei vielen Jagdspinnen (Outdoor, z. B. Krabbenspinnen), sind meistens (vor der Blütenbildung, denn die fressen auch Bienen) iregdwelche Zikaden, Falter (Rauben) in der Art am Werk.
Lochfraß kommt zunehmend auch von eingeschleppten Rüsselkäferarten vor, die haben Flügel und entern auch Balkone.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja genau, ein weites Themenfeld - aber du hast das schon gut beschrieben Gerd!

Probleme an den Pflanzen während der Kultivierung richtig und rechtzeitig erkennen und dann gezielt eingreifen.
 
Hallo Gerd

Könntest du bitte mal kurz schildern, wie dein Zeitschema für Aussaat und Anzucht aussieht - was machst du indoor, was setzt du wann nach aussen und sind deine Erfahrungen mit den Caspicum pubescens auf dem Balkon - was hat sich Positives, was Negatives ergeben und wie gehst du in Zukunft vor ?
 
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