Chili-TÜV peter.bergmann

Als Anzuchtmedien hatte ich verschiedene versucht - aufgelistet in absteigender Reihenfolge der Kosten:

  • Jiffy
  • Kokos von verschiedenen Herstellern
  • Steinwollepads

Bei Steinwollepads, die selbst ja keinerlei Nährstoffe in sich haben ist es wichtig, die in Nährlösung einzuweichen. Dazu am besten 24 Stunden in einer Nährlösung untertauchen - ich verwendete Hakaphos Naranja so in etwa 0,6 Gramm auf einen Liter. Hakapos Naranja verwendete ich fast ausschliesslich als Dünger, ich hatte mir da anfangs 2024 5 Kilo beschafft.

Bei Jiffy funktioniert es ohne Dünger und auch bei den Kokospads funktioniert es ohne Dünger. Und die Pads eingeweicht sind nach einigen Minuten einsatzbereit.

Die Jiffy (es gibt meines Wissens 2 Größen) sind halt recht teuer (ca 20 Cent pro Stück).
Die Kokospads die ich verwendet hatte liegen so etwa bei 10 Cent pro Stück und je nach Hersteller sind die unterschiedlich im Handling.

Bei Jiffy und Kokos entferne ich die Aussenhülle vor dem Eintopfen in die Becher, was zur Verletzung er Wurzel führen kann, wenn die sehr nahe am Rand ist. Das Entfernen des Rands ist vor allem bei manchen Kokospads etwas tricky, da der PAD dann zum Zerbröseln neigt.

Bei den Steinwollpads warte ich bis die Wurzel aus dem PAD unten rauswächst. Ist das der Fall, wandert die Pflanze mit PAD in die Anzuchterde. Vereinzelt kommt es vor, dass auch nach einiger Zeit keine Wurzel unten durchkommt - in solchen Fällen durchnässe ich den PAD ordentlich und zerteile den PAD und löse das Pflänzchen mit Wurzel raus - das klappt recht gut bei Steinwollepads.

Ich hatte jeweils notiert, welche Samen wann zum keimen gelegt (auf ZEWA) wurden und wann die in PADS gelegt wurden und wann in Becher und größere Töpfe. Wirklich statistisch ausgewertet habe ich es bis heute nicht. Gefühlt klappen die drei Medien alle etwa gleich gut (bei mir). Ich meine, dass bei Steinwolle auch die Gefahr geringer ist, dass die Samen verschimmeln.

Aus Kostengründen präferiere ich derzeit Steinwolle. Dies mit dem Hintergrund, dass ich schon eine recht grosse Anzahl an Pflanzen anziehe.

Bei allen Pads gilt das gleiche wir später in Bechern oder Töpfen - weder zu nass noch zu trocken. Da ich die Pflanzen in dem Raum im Keller anziehe, in dem auch Schreibtisch und Computer stehen und ich sehr viel Homeoffice mache, stehen die fast immer unter Kontrolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich mal durch das Thema von 2025 geblättert.

Interessante Dinge wurden bei der Chiliverarbeitung ausprobiert, die über das übliche Chilipulver hinausgehen:

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Cowboy Candy wurde auch gemacht:

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Nicht nur "normale" Rocoto-Marmelade wurde gemacht:

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Das gefällt dem Chili-TÜV :thumbsup:

@peter.bergmann Wie hast du denn das Chiliöl angesetzt?

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Zum Thema Chili Öl:

Das ist eine meiner Lieblingsverwendung von Chilis. Auch ein Verfahren, was ich seit Anfang meiner Leidenschaft für Chilis anwende.

1. Ich selbst verwende (bisher) ausschließlich extra vergine Olivenöl - also kaltgepresstes Olivenöl - bevorzugt aus Italien (Toskana, Ligurien) aber es gibt im Raum Mittelmeer und Umgebung sicher weitere gute Bezugsquellen.

2. Wichtig bei der Herstellung von Chilliöl ist neben der Qualität des Öls die (vorbereitende) Behandlung der Chillis, die in das Öl wandern. Ich verwende nur Chilis die im Dörrautomaten getrocknet wurden - nicht durchgetrocknete Chilis haben für mich ein zu hohes Risiko auf Fäulniss und Schimmel - und warum den Aufwand das ganze Jahr wenn man solche einfachen Dinge nicht beachtet,
 
Wie sieht es bei den Überwinterern aus?
 
Überwinterer:

Ich hatte 2024 auf 2025 mein erstes Experiment mit Überwintern. Ich hatte zwei Rocotos ausgewählt:
- Rocoto Arequipa Red
- Rocoto Mini Oliv

Ich hatte die Pflanzen in den 35L gefäßen gelassen und zurücjgeschnitten die Blätter weutgehend entfert - sie standen in der Garage bei ca 15 Grad und bekamen 12 Stunden Licht, sehr wenig Wasser - Die Arequipa red ist offenbar vertrocknet und hat es nicht überlebt, die Mini Oliv überlebte und brachte dann auch wieder Früchte, im Durchschnitt kleiner als die des ersten Jahres. so einen richtigen Vorsprung gegenüber frsich angezogenen konnte ich bei der einen Pfanze nicht wirklich erkennen. Es gab aber auch keine frische Erde im Frühjahr 2025 und keinen grösseren Topf . sie blieb in 35 L.

Das zweite Experiment läuft aktuell:

Bei allen dreien waren unreife Beeren an den Pflanzen, als die Temperaturen in Richtung Frost gingen, Die sind wieder in die Garage gewandert unter gleichen Bedingungen, aber ich hatte keine Blätter entfernt und zunächst auch nicht zurückgeschnitten, Die Quintana Roo hatte relativ bald vertrocknete Äste, worauf dich diese dann zurückgeschnitten hatte. Die Beeren an Quintana Roo und Chedraui hatten Schädlingsbefall und die habe ich entsorgt, An der Arequipa Red reifen die Beeren ganz langsam ab, gegen Weihnachten eine 124 Gramm schwere Beere geerntet. Eine weitere wird aktuell gerade rot. Viele der Blätter werden gelb und abgeworfen. Es entwickeln sich bereits an allen dreien an den Spitzen der Äste neue, tiefgrüne Blätter. Jedes Wocchenende wird durch Gewichtsprobe Wasserbedarf geprüft - einmal bisher erfolgte eine leichte Düngung mit 1 Gramm pro Liter Hakaphos Haranja (es gab je keine frische Erde).

Wie ich mit denen im Frühjahr verfahre, überlege ich noch - Blumenkübel mit mehr als 35 L sind schwer zu bekommen. Im Bauhaus gibt es grössser Behälter, aber die sind dann halt unhandlich, wenn die Pflanzen wieder zum Überwintern getragen werden sollen.
 
Schön, mal eine Wissensfrage.

Ich bekomme es nicht hin, das Arbeitsblatt oben auszufüllen, deshalb beantworte ich die Fragen mal in Textform:

Von links nach rechts

1. Capsicum pubescens - manche erkennen die Form des Buchstabens D in der Form des Samen - wird als D-Form gefragt worden sein
2. Capsicum chinense - Samen rund mit einem kleinen spitzen Ende, Samen sind eher etwas flacher (keine Ahnung,m ob das gefragt ist)
3. Capsicum annuum - Form erinnert an die Form einer Niere, also nierenförmlich, Farbe gelb/creme
4. Capsicum frutescens - Samenform erinnert an einen Tropfen, Farbe würde ich mal als cremefarben/sandfarben bezeichnen wollen
5. Capsicum baccatum - Samenform eher rund/oval, Farbe würde ich als sandfarben bezeichnen
 
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Ist in den Foren und Gruppen heimisch
Peter hat sich sogar zum Moderator ernennen lassen. Er ist sowas von heimisch hier.
Leben ohne Chili undenkbar
Ja, das Thema Chili hat ihn irgendwie nicht losgelassen.
Anzucht und Anbau sicher im Griff
Für das andere Banner hatten wir uns ja schon gewisse Dinge angeschaut oder gefragt.
Natürlich Fotos und Beiträge im Forum, um den Level beurteilen zu können
Davon gibt es reichlich.
Kenntnisse bei der Chiliverarbeitung besser als nur Pulver machen können
Das haben wir oben bereits gesehen.
Chili-Coach - Gibt anderen Tipps oder wird nach Tipps gefragt
Das muss ich mir nochmal anschauen, meine ich aber, das wäre auch erfüllt.
 
Wie sieht es mit der Verhütung (Saatgut) aus, welche Varianten gibt es, was ist zu beachten und hast du das schon einmal gemacht?

Vermehrung der Chili- Sorten durch Stecklinge:
Wie werden die Stecklinge geschnitten, in welchem Medium kann man diese bewurzeln, was ist zu beachten selbst schon einmal praktiziert?
 
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Ich hatte geahnt, dass @reteP diese Frage stellen wird und muss - angesichts eines kleines Missverständnisses aufgrund eines von mir platzierten (gewollten) Jokes vor einiger Zeit - die gehen manchmal schief (wissen wir von verschiedenen Beispielen).

Also deshalb vorab: Der Begriff „Verhütung“ im Zusammenhang mit Chili-Samen bezieht sich auf die Vermehrung von Chilipflanzen sortenrein (nicht auf die Verhütung beim Menschen). Wer diesen Satz unpassent findet, überlese ihn bitte, @reteP wird ihn verstehen.

Zum Hintergrund:

Chilis sind Selbstbefruchter, nichts desto trotz können die beiden "Sexmethoden" Insekten und Wind Pollen von der einen zur anderen Blüte tragen, Und das zu verhindern, muss man die Blüten vor dem Öffnen umhüllen/schützen - kleine Teebeutel sind dafür einfache Mittel. Man findet auch die Möglichkeiten mit Netzen oder anderen Säckchen.

Ich selbst hatte in der ablaufende Saison bei einigen Chilisorten mit kleinen Teesäckchen mit Schnur zum Zubinden experimentiert. Hierbei hatte ich die Blüten, die durch ein Säckchen geschützt wurden dadurch gekennzeichnert, das ich ein kleines Stück eines (pinkfarbenen) dicken Strohhalm längsgeschlitzt über den Ast/Stengel vor der Blüte gestreift hatte. Diese Art der Kennzeichung habe ich mir hier im Forum abgeschaut.

Leider habe ich diese Saison zu spät mit der Verhütung angefangen, sodass ich nur wenige Sorten verhütet zur Samenentnahme verwendet konnte. Das steht oben auf der Todoliste diese Saison.

--

Zur Vermehrung durch Stecklinge:

Ich selbst hatte diese Methode vor Jahren bei Blumen angewandt, bei Chilis bisher nicht. Das läuft im Grund wie folgt ab;: Man scheidet einen gesund aussehenden Trieb ab und setzt den in Wasser oder feuchte Erde. Man sollte wirklich nur gute Triebe abschneiden (unterhalb eines Blattknotens), Zu viele Blätter bedeuten viel Wasserverdunstung, also nicht zu viele Blätter dran lassen.

Ob das mit Wasser oder in Substrat besser funktioniert - da muss ich derzeit passen / zulange nicht mehr getestet - Wasser oder Substrat muss meiner Ansicht aber (beides) nährstoffreich sein.

In diesem Zusammenhang und wenn wir schon dabei sind - was spricht für und was gegen diese Art der Vermehrung ?

ich triffte jetzt ggf. etwas in die Therie ab. Genetisch ist eine Pflanze, die aus einem Steckling gezogen wird genau s oalt wie di Pflanze, aus der der Steckling entnommen wurde (könnte man als Nachteil ansehen). Andererseit gibt es Pflanzen, die sich bei der Keimung schwer tun oder man hat den Fall, dass man eine Pflanze hat, die in dem cJahr garkeine reifen Früchte produziert hat (dann ist es durchaus angeraten, diese Methode zu wählen).
 
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Also deshalb vorab: Der Begriff „Verhütung“ im Zusammenhang mit Chili-Samen bezieht sich auf die Vermehrung von Chilipflanzen sortenrein (nicht auf die Verhütung beim Menschen). Wer diesen Satz unpassent findet, überlese ihn bitte, @reteP wird ihn verstehen.
Ja genau, ich erinnere mich! 😊

Die 'Teebeutel-Methode' hast du ja bereits ausprobiert, das ist gut!

Was mir zum Stecklinge schneiden noch einfällt, steriles und scharfes Werkzeug (Messer, Rasierklinge) verwenden.

Also ich habe keine Fragen mehr....
 
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Was mir zum Stecklinge schneiden noch einfällt, steriles und scharfes Werkzeug (Messer, Rasierklinge) verwenden.
Du hast natürlich recht - ich hatte das in der Tat nicht erwähnt, das gilt nach meinem Verständnis immer. wenn man etwas bei einer Pflanze abschneidet. Aber klar - nichts ist selbstverständlich und man sollte eher zu viel erwähnen, als zu wenig.
 
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